Beiträge

Dr. Rupert Dernick ist erfolgreicher Kinderarzt in eigener Praxis in Oldenburg. Er hat “FamilienErgo®” erfunden. Was kannst du dir darunter vorstellen? Im Interview erklärt er seine Vorgehensweise. Außerdem räumt er mit dem Vorurteil auf, Ergotherapeut*innen mit seinem Konzept arbeitslos zu machen.

Schau dir das fesselnde Video-Interview an bis zum Schluß an. Es gibt eine kleine Überraschung!

 

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“Wir dürfen unseren Kindern genug zutrauen”.

Dr. Rupert Dernick

 

Die Shownotes

Familien Ergo

Dr. Rupert Dernick
Kinder- und Jugendarzt

Anja Dernick
Diplom-Pädagogin, systemische Therapeutin (DGSF)

Greta Dernick
Rettungsassistentin, cand. med.

Auf Facebook

 

Broschüre:
“FamilienErgo”
von Rupert Dernick, Broschüre mit 24 Seiten in DIN A5.
Hier bestellen.

 

Buch:
“Topfit für die Schule”
von Rupert Dernick und Werner Küstenmacher.
Hier bestellen.

 

Buch:
“Familienergo Coaching”
von Rupert Dernick.
Borschiert, 36 Seiten in DIN A4.
Hier bestellen.

 

Praxisset:
Das Praxisset besteht aus dem RopE-Manual, dem FamilienErgo-Coaching, dem Buch “Topfit für die Schule” und der Broschüre “Fit für die Schule mit FamilienErgo” und dem Fotobuch “FamilienErgo” (24 Seiten) als Basisausstattung für Praxen und ambitionierte Kindertagesstätten.
Hier bestellen.

Lisa Holtmeier ist meiner Einladung ins memole Interview sehr gerne gefolgt. Wir haben uns darüber unterhalten, welche Herausforderungen und großen Erfolge sie als Gründerin und Ergotherapeutin schon nach so kurzer Zeit für sich verbuchen kann.

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“Das größte Kommunikationsproblem ist, dass wir nicht zuhören, um zu verstehen, sondern wir hören zu, um zu antworten!”

Die Shownotes

Hier kannst du Kontakt zu Lisa Holtemeier aufnehmen. Du findest sie auf vielfältigen Kanälen:

Maria Grohmann ist Logopädin und auch Musiktherapeutin. In ihre Arbeit als Logopädin fließen deshalb häufig musiktherapeutische Elemente ein. Diese bereichern ihre Therapien bei Patienten mit sehr unterschiedlichen Störungsbildern.
Ich habe mich sehr gefreut, dass Maria sich für dieses Interview extra frei genommen hat!

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Unsere Patienten in der Logopädie und Ergotherapie fragen häufig nach Buchempfehlungen, um “ihre persönliche Erkrankung” besser verstehen zu können. Hier findest du eine kleine Auflistung solcher Bücher! Schreib uns gerne, wenn du einen Titel ergänzen möchtest!

 

Schlaganfall und Aphasie

Demenz

Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte

Hirntumor

ADS und ADHS

Multiple Sklerose

Locked-in Syndrom

Autismus und Asperger

ALS

Mutismus

Gehörlos

Amputation

 

*Affiliate- Links

Was sind deine Fortbildungthemen für das Jahr 2019? Zu welchen Themen würdest du dich gerne weiterbilden?

Im Gründungsjahr 2018 sind schon einige Kurse in unserer Online-Akademie erschienen. Gestartet sind wir im Januar mit den beiden Kursprototypen Kurs Eins Neurofunktions!therapie nach Elke Rogge und der Ronnie Gardiner Methode, Kurs Zwei mit Ronnie Gardiner und Stefanie Lockau geb. Riedelbauch. Diese Kurse enthielten zwar schon die memole Zertifikate, aber noch keine nennenswerten Videos und maximal einen Audiobeitrag.

Die beiden neuen Kurse

Durch das Feedback der zahlreichen Nutzer der ersten Kurse konnten wir bereits die nächsten beiden Kurse noch besser gestalten. Nämlich nach euren Wünschen! Es sind die Kurse

Diese Kurse enthalten

  • ein ausführliches Kursskript
  • einen Download (z.B. ein hochwertiger neuer Anamnesebogen oder Übungsblätter)
  • bis zu 9 Videos, in denen Inhalte, Techniken oder Hilfsmittel gezeigt und erklärt werden
  • bis zu 5 Audios unter anderem mit Hörbeispielen
  • viele Schaubilder mit ausführlichen Erklärungen

Die nächsten vier Kurse, die noch in diesem Jahr veröffentlicht werden, haben die Inhalte

  1. Musiktherapie
  2. Einsatz von Sketchnotes in der Therapie
  3. Kindliche Sprachdiagnostik
  4. AfSP

Wenn du über die Veröffentlichung dieser Kurse informiert werden möchtest, kannst du dich hier für die memole-Post eintragen. Vielleicht gibt es sogar ein Frühbucher-Angebot.☺️

Welche Themen interessieren dich darüber hinaus?

Was möchtest du gerne in einem Online-Kurs lernen?

  • welche Themengebiete interessieren dich ganz persönlich?
  • welche Methoden, Theorien oder Ansätze?
  • welche Originale möchtest du -zumindest in Form eines Online-Kurses- unbedingt noch mal kennenlernen?

Und auf welche Art möchtest du es am liebsten lernen?

  • Ein Kurs, unterteilt in Module und Lektionen, so wie es aktuell ist
  • oder lieber ein ausführliches Interview mit einer/m Expert*in?
  • Oder doch ganz anders?

Schreib mir gerne persönlich deine Vorschläge und Ideen, dann werde ich versuchen sie in die Planung miteinzubeziehen!

Was ist eigentlich gendern und ist das nötig?

Gendern ist laut Duden das “Gender-Mainstreaming (auf etwas) anwenden”. Ich finde das hilft nur wenig weiter. Worum es mir hier geht trifft eher der Wikipedia Artikel, mit dem Absatz”. Außerdem steht das Wort für einen geschlechterbewussten Sprachgebrauch, der im Interesse der Gleichstellung der Geschlechter mit Modifikationen der herkömmlichen Sprache einhergeht.” Das klingt doch gleich viel plausibler und hat einen hohen Stellenwert!

Denn, auch die Sprachwahl prägt den Eindruck von Dingen!

 

Bisher

In der Vergangenheit habe ich die Form „Therapeutinnen und Therapeuten“ gewählt. Das ist aber -vor allem bei

Therapeutinnen und Therapeuten, Logopädinnen und Logopäden, Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten

einfach zu lang und umständlich. Sprechen würde ich wahrscheinlich viel eher eher „Logos, Ergos und Physios“-  aber das ist wirkt auch nicht professionell. Und vielleiht versteht es auch nicht jeder.

Zukünftig

Ich übernehme von nun an die verkürzte Form „Therapeut*innen“, wie die Edition F es vormacht. So ist es für dich vermutlich auch viel einfacher zu lesen.

Ein Gespür für dieses Thema und gute Tipps habe ich auf der Seite “Geschickt gendern – das Genderwörterbuch” gefunden. Auf dieser Website gibt Johanna Usinger “Übersetzungstipp” in genderneutrale Sprache. Ihre Hauptargumente, warum es wichtig ist der Wortwahl mehr Beachtung zu schenken sind:

  1. Sprache beeinflusst unser Denken
  2. Frauen nicht nur mitmeinen
  3. Demokratisch schreiben
  4. Stereotype Rollenbilder aufheben

Mit guten Beispielen untermauert sie ihre Thesen und hilft bei der Umsetzung mit ihrem Wörterbuch.

Fortbilden der Zukunft

Aktuell absolviert man nach der Schule eine Ausbildung oder ein Studium. Häufig folgt in den ersten Berufsjahren sogar noch ein Zweitstudium oder eine Zweitausbildung, zumindest aber eine oder mehrere weitreichende Zusatzweiterbildungen. Das ist häufig nötig, denn Ausbildungs- und noch mehr Studieninhalte- sind so schnell veraltet, dass die Curricula gar nicht so schnell angepaßt werden (können) wie Inhalte entstehen (und wichtig werden).

Ausbildung zur Therapeutin / zum Therapeut

Als Therapeutin/ Therapeut beispielsweise ist es nach der breit angelegten Ausbildung wichtig, sich wenigstens in einer Handvoll Bereichen noch mehr Spezialwissen anzueignen. Dieses vertiefte Wissen kann innerhalb der Ausbildung häufig gar nicht vermittelt werden. Das liegt daran, dass die Kenntnisse und Methode in den Bereichen Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie enorm zugenommen haben. Die Zeit während der Ausbildung dient deshalb vor allem zur Bildung einer soliden Wissensbasis. Für vertieftes Spezialwissen reicht die Zeit (und manchmal vielleicht auch das Wissen der Lehrkräfte) häufig nicht aus.

Der Abrechnungsgrund

Ein nicht zu vernachlässigender Grund für den Besuch von Fortbildungskursen ist natürlich auch, dass Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten in der Therapiepraxis einige Positionen erst abrechnen können, wenn sie ein Zertifikat in dem betreffenden Bereich erworben haben. Beispielsweise einen „Bobath Grundkurs“ oder “Manuelle Lymphdrainage” (siehe als Beispiel Vergütungsvereinbarung und die Informationen zum sektoralen Heilpraktiker für die Logopädie und Ergotherapie).

Und wie sieht es in der Zukunft aus?

In näherer Zukunft ändert sich die Ausbildungsordnung. Ausbildungen werden deutlich günstiger bis kostenfrei für die Schüler. Die ergänzenden Fortbildungen jedoch werden nicht kurzfristig durch staatliche Zuschüsse zu einem kostenlosen Produkt. Denn Akademien sind privatwirtschaftliche Institute, die Dozentinnen und Dozenten als Honorarkräfte für einen bestimmten Auftrag verpflichten. Das dort vermittelte Spezialwissen ist manchmal noch so frisch und exklusiv, dass es noch in keinen Lehrplan aufgenommen wurden bzw. es noch keine Printveröffentlichungen darüber gibt.

Lehrbücher

Und wird es überhaupt noch Druckerzeugnisse geben? Werden wir nicht vielleicht alle Lehrbücher mindestens als schlichtes eBook, besser aber noch als multimedialer Kurs oder digitales Nachschlagewerk nutzen? Wahrscheinlich werden wir es auch nicht mehr -wie in den Neunzigern- besitzen, sondern für die Zeit des Lernens ausleihen.

 

Was erhoffst du dir im Hinblick auf Fortbildungen für Verbesserungen für deinen Therapeutenalltag? Ich bin gespannt auf deine Impulse!

Es gibt einige Persönlichkeiten und Ansätze, die mich persönlich sehr inspirieren. Einen Anteil haben natürlich Persönlichkeiten, die Bücher veröffentlicht haben und schlaue Ideen und Ansätze formulieren. Andere Personen sind mir durch ihr Tun aufgefallen und haben Denkprozesse bei mir angeregt.

Schau dir hier meine Inspirationsquellen an:

Milena Glimbovski und Jan Lenarz

bzw. ihr Kalenderbuch „Ein guter Plan“
Diesen ganzheitlichen Terminkalender habe ich zur Gründung von memole® von einer guten Freundin bekommen. Es ist ein Reflexionskalender mit der Möglichkeit täglich freie Texte einzutragen oder vorgegebene Rubriken auszufüllen. Er hilft Dinge „im Blick zu behalten“. Außerdem sind die vielen Fragen und Sprüche eine tägliche Quelle der Inspiration! Ich nutze das Buch sehr gerne und kann es allen Zielerreichern nur empfehlen!

Sandra Holze

von SandraHolze.com macht Marketing: zeitgemäß, innovativ, weiblich
Sie ist eine selbstbewußte Marketing-Fachfrau, die verschiedene Online-Formate anbietet. Sie beeindruckt mich, weil sie sich anscheinend in regelmäßigen Abständen fragt, wie sie am liebsten Arbeiten will. Unter Umständen stellt sie dann ihre (komplette?!) Produktpalette um. Das finde ich beeindruckend reflektiert und stetig!

Stefan Merath

vermittelt Unternehmer Visionen
Stefan Merath kenne ich leider bisher nur aus Büchern, aber dafür aus sehr vielen. Ich lese gerne seine anschaulichen Beispiele zu Unternehmerpersönlichkeiten und mag seine unnachgiebige Art Dinge “Klar zu stellen”.

Björn Tantau

macht norddeutsches Content Marketing
Der Hamburger kann auch ohne geschliffene Aussprache (das war für mich mit meinen logopädischen Ansprüchen am Anfang gewöhnungsbedürftig) sehr wertvolle Inhalte transportieren. Er hält lustige anschauliche Vorträge und spannende Podcasts -nicht nur in Norddeutschland und man kann unglaublich viel von ihm lernen.

Maria Grohmann

von „Laute(r) Gedanken“ macht innovative Logopädie
Maria ist die next-Generation-Logopädin, der es gelingt moderne Medien und Social Media zu nutzen, um die Logopädie, Themen der Logopädie und ihre eigenen Vorlieben in einem sympathischen Blog vorzustellen.

Nora und Susann

mit der Female Future Force
Nora und Suann von der Female Future Force (FFF) sind in Berlin ein Trendthema geworden. Noch bin ich nicht Mitglied, aber die dort angebotenen Texte und Online-Kurse sind durchgehend sehr interessant. Ähnlich wie bei memole® nehmen in der Academy exklusiv Experten zu ihrem Thema Stellung. Die Themen sind sehr breit aufgestellt. Und für August ist ein großes Festival geplant. Ich werde die Entwicklung gerne weiter verfolgen!

Sandra Messer

wie man Online-Kurse strukturiert und anbietet
Meinen ersten Online-Kurs habe ich bei Sandra Messer belegt. Dort habe ich mir das Basiswissen für WordPress angeeignet. Sie hat quasi den soliden Grundstein für mein Wissen gelegt. Es war zum einen sehr simpel den Kurs zu buchen und zu nutzen (mit meinen Online-Kursen ist es nun genauso😀). Zum anderen bietet ihr Kurs eine sehr übersichtliche Struktur, die es dem Lernenden leicht macht zu folgen, zu wiederholen und das Gelernte schließlich umzusetzen. Das finde ich toll!

Tony Robbins

Pure Motivation und Zielerreichung
Tony Robbins Bücher sind immer wieder auf den Bestsellerlisten. Er schreibt in seinen Büchern energisch, wie man sich Ziele setzt, sie erreicht und an ihnen festhält. Am liebsten geht er sogleich neue Ziele an. Ruheloser Weltverbesserer ist vielleicht eine treffende Kategorisierung für ihn. Sicher kann ich nicht behaupten annähernd so viel Energie zu haben wie Tony Robbins, aber es ist sehr anregend über seine Strategien zu lesen und dann das „bestmöglich zu geben“!

Und zum Schluß

Eine Quelle der Inspiration habe ich noch vergessen: Strandspaziergänge!🐚🌬🌊

Wie sieht es bei dir aus? Was inspiriert dich? Schreib mir, welche Menschen und Methoden dir gut tun, deine Gedanken in Schwung zu bekommen! Ich freue mich auf deine Nachricht!

 

Hast du dich auch schon gefragt, ob dich die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) betrifft?

Am 25. Mai 2018 tritt die einheitliche europäische Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Die Verordnung soll dem Datenschutz dienen, aber auch wirtschaftliche Interessen berücksichtigen.

Dies ist natürlich mit einem höheren Aufwand verbunden, denn die Anforderungen an die Datenschutzdokumentation und die Nachweis- und Rechenschaftspflichten steigen und erhöhen die Verwaltungsaufwand. Um die Umsetzung zu erzwingen sind empfindlich hohe Bußgelder zu erwarten, falls man sie nicht umsetzt.

Was ist das Ziel der DSGVO ?

Ganz knapp zusammengefasst ist die DSGVO ein Schritt zu einer EU-einheitlichen Regulierung. Sie führt jedoch nicht unbedingt zu einer Vereinfachung des Datenschutzrechts.

Wann ist der Stichtag?

Die DSVGO ist bereits in Kraft getreten, entfaltet aber erst nach 2 jährigen Übergangszeit ihre Wirkung am 25.05.2018.

Was ist mit den bisherigen Prinzipien des Datenschutzes?

Die bisherigen Grundprinzipien des Datenschutzes bleiben erhalten und werden im Gesetz besonders betont. Man muss sich diese Prinzipien als die Grundlagen des Gesetzes vorstellen, die bei der Auslegung unklarer Fälle herbeigezogen werden. Dazu gehören entsprechend Art. 5 DSGVO vor allem:

  1. Datenschutzprinzipien: Rechtmäßigkeit du darfst Daten nur entsprechend dem Gesetz verarbeiten, was an sich selbstverständlich ist.
  2. Transparenz: Die Verarbeitung personenbezogener Daten muss für Betroffene nachvollziehbar sein, was zum Beispiel eine verständliche und vollständige Datenschutzerklärung erfordert. Die Informationspflichten wurden mit Art. 13 und 14 DSGVO erhöht und erfordern beispielsweise einen Hinweis auf die Rechtsgrundlage der Verarbeitung.
  3. Verbot mit Erlaubnisvorbehalt: Das bedeutet, dass jede Verarbeitung personenbezogener Daten verboten ist, außer wenn sie per Gesetz erlaubt wurde.
  4. Zweckbindung: Das Gebot der Zweckbindung soll sicherstellen, dass Daten nur für den Zweck verarbeitet werden, für den sie erhoben worden sind. Das heißt man muss sich bereits zu Beginn von Verarbeitungsprozessen Gedanken machen, wofür die Daten benötigt werden und dies dokumentieren. Eine nachträgliche Zweckänderung ist nur zulässig, wenn sie „mit dem ursprünglichen Zweck vereinbar ist“ (Art 6 Abs. 4 DSGVO).
  5. Datenminimierung: Unternehmen müssen die Verarbeitung von personenbezogenen Daten auf das dem Verarbeitungszweck notwendige Maß beschränken. Eine „Datenerhebung auf Vorrat“ ist verboten (Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO).
  6. Integrität und Vertraulichkeit: Daten müssen durch technische und organisatorische Maßnahmen vor unbefugter Verarbeitung, Zerstörung, Veränderung oder Verlust geschützt werden.

Was ist in Therapiepraxen besonders zu beachten?

Die wichtigste Neuerung im EU-Recht ist die Stärkung der Rechte von Privatpersonen. Dabei gibt es vier Punkte, die Therapiepraxen (aber auch Arztpraxen) in ihren organisatorischen Abläufen berücksichtigen sollten:

  1. Die Einwilligung: Vor jeglicher Datenverarbeitung muss beim Betroffenen eine Einwilligung eingeholt werden. Das gilt auch für Patienten. Am einfachsten lässt sich dies über den Anamnesebogen regeln. Allerdings gilt: Wird die Einwilligung wie hier in Zusammenhang mit anderen Erklärungen/Sachverhalten eingeholt, muss sie deutlich von diesen abgegrenzt werden, damit der Patient erkennt, worin er einwilligt. Außerdem muss sie in klarer, einfacher Sprache verfasst werden. Wer Patienten auch an Termine erinnern will – etwa per Brief, Mail oder SMS – der sollte dies noch einmal getrennt von der Einwilligung zur normalen Verarbeitung der Daten in der Praxis-EDV aufführen.
  2. Zweckbindung der Daten: Die Praxis darf die beim Patienten erhobenen Daten, dazu zählen auch die Diagnosen, immer nur zum Zweck der Leistungserbringung und Abrechnung erheben. Wer bei privatversicherten Patienten die Abrechnung über einen externen Dienstleister laufen lässt, sollte sich hierfür beim Patienten eine getrennte Einwilligungserklärung einholen. Vorsicht ist bei der Weitergabe von Daten zu Studienzwecken geboten. Auf der sicheren Seite sind Logopäden, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten nur dann, wenn sie den Patienten auch hierzu vorher um sein Einverständnis bitten. Allerdings bietet das deutsche Datenschutzrecht (Paragraf 27 DSAnpUG-EU) hier dank Öffnungsklausel in der EU-Verordnung für wissenschaftliche Zwecke etwas mehr Spielraum: In diesem Fall kann auf eine gesonderte bzw. erneute Einwilligung verzichtet werden, sofern die Interessen des Verantwortlichen für die Datenverarbeitung die Interessen der jeweils betroffenen Person an seinem Ausschluss “erheblich überwiegen”. Damit scheint der Gesetzgeber vor allem die künftigen Möglichkeiten von Big-Data-Anwendungen im Hinterkopf gehabt zu haben. Diese würden mit einer allzu scharfen Einwilligungspflicht nämlich bereits im Keim erstickt. Besonderes: Vorsicht ist für Ärzte auch beim Datenaustausch in Therapeutennetzen oder Kooperationen geboten: Auch hier sollte vor jeglicher Datenweitergabe der Patient explizit zustimmen.
  3. Das Recht auf Löschen: Hauptsächlich getrieben durch die Entwicklungen im Internet und in den Sozialen Medien mit schnellen Unwahrheitsbehauptungen per Knopfdruck, wurde in der EU-Verordnung das Recht von Privatpersonen auf ein Löschen ihrer Daten gestärkt. Für Therapeutinnen und Therapeuten ist dies insofern relevant, dass sie vor allem bei einer Datenverknüpfung mit anderen Stellen – etwa in Kooperationen oder wenn sie Praxisdaten in gesicherten Clouds ablegen, schauen müssen, wann und welche Daten evtl. zu löschen sind, wenn ein Patient dies wünscht. Nicht davon betroffen sind allerdings Daten, die Therapeuten zum Nachweis der Leistungserbringung oder aus Haftpflichtgründen aufbewahren müssen. Diese Datensicherung darf dann allerdings nur begrenzt und in bestimmten Fällen zugänglich sein.
  4. Portabilität der Daten: Hier werden die Praxis-EDV-Anbieter gefragt sein, geeignete Formate zur Verfügung zu stellen, auch eine Telematikinfrastruktur könnte hier künftig ihren Beitrag leisten. Denn die Patienten haben nach Paragraf 20 der EU-DSGVO das Recht, die sie betreffenden Daten, “in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten” und diese Daten ohne Medienbrüche an Dritte zu übermitteln. Damit machen sich EU-Parlament und -Rat – sicherlich unwissend – auch für die elektronische Patientenakte stark.

Wie ist es mit den Datensicherungen in der Praxis?

Unbedingt prüfen solltest deine Datensicherungseinstellungen. Denn künftig bist du verpflichtet, Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten – wie sie etwa bei Phishing-Attacken vorkommen können – innerhalb von 72 Stunden nach Bekanntwerden an die Bundesdatenschutzbeauftragte zu melden. Dies gilt nur dann nicht, wenn voraussichtlich keine Gefahr von Rechtsgütern der betroffenen Personen besteht. Die vom Schutz-Leck betroffenen Patienten müssen übrigens, wenn sich aus einem Datenklau Nachteile für sie ergeben könnten, ebenfalls informiert werden.

Das heißt, es sollten die technisch gängigen Vorkehrungen zum Schutz von Praxisdaten erfüllt werden: Also Firewall, aktuelle Version des Betriebssystems und Virenscanner.

Wo möglich, sieht die EU-Verordnung auch eine Anonymisierung oder zumindest Pseudonymisierung von Daten vor – dies sollten Praxen vor allem beim elektronischen Austausch von Patientendaten mit anderen Leistungserbringern beherzigen. Der elektronische Arztbrief über einen Kommunikationsdienst wie KV-Connect etwa (wie in Ärzte nutzen) ist wesentlich sicherer als eine ungeschützte E-Mail oder gar ein Fax.

Als Sanktionen bei Datenschutz-Verstößen drohen nach der EU-Verordnung Unternehmen, zu denen Praxen zu zählen sind, Geldbußen in Höhe von bis zu vier Prozent des gesamten Jahresumsatzes des vorangegangen Geschäftsjahres.

Weiterführende Informationen zur Datenschutzgrundverordnung für Logopädinnen/ Logopäden, Ergotherapeutinnen/ Ergotherapeuten und Physiotherapeutinnen/ Physiotherapeuten

Hier die Quellen und zahlreiche weiterführende Hinweise. Dort kannst du beispielsweise nützliche Vordrucke herunterladen:

Aktuelle Ergänzung

Neu: Online-Akademie für Therapeuten

In der Online-Akademie memole® belegen Logopäd/innen, Ergotherapeut/innen und Physiotherapeut/innen Kurse und lernen Therapiemethoden schnell und praktisch.

Berlin, Februar 2018
Memole® ist die erste deutschsprachige Akademie, in der Therapeuten online und auf Abruf lernen. Die Akademie ist auf einer Website und deshalb von jedem Smartphone, Tablet, Laptop oder Desktop Computer erreichbar. In den Kursen werden Methoden und Konzepte der Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie von den Begründern selbst oder von sehr erfahrenen Praktikern vermittelt.

Einen Platz in einer Fortbildung zu bekommen ist für Therapeuten mit einem hohen organisatorischen und finanziellen Aufwand verbunden – und viel zu oft findet sie dann doch nicht statt.  Mit memole® ist es leichter an das Wissen zu kommen. Die hohe Qualität der Inhalte wird durch die Expertise der Original-Begründer und durch versierte Fachleute garantiert. Außerdem sind die Inhalte natürlich zeitgemäß medien-didaktisch aufbereitet. Die Kurse stehen jederzeit zum Starten bereit. Inhalte können mehrfach angesehen werden und Pausen sind möglich.

Als Logopädin hat Silke Bernhardt viel Erfahrung mit dem Buchen von Fortbildungen. Als Mutter und ehemals auf dem Land wohnend, war es nicht leicht die passende Fortbildung von Experten zu besuchen. Mit der Online-Akademie memole® will sie ihren Kolleginnen und Kollegen hochwertige Inhalte unkompliziert zugänglich machen.

Zahlreiche Kontakte zu Methoden-Begründern als Dozenten für zukünftige Kurse hat Silke Bernhardt bereits über ihre langjährig erfolgreiche Plattform Fortbildungsfinder, auf der Fortbildungsplätze vermittelt werden.

Der Name der Akademie memole leitet sich ab aus den Anfangsbuchstaben der Worte „Medizin mobil lernen“.

 

Zu den Kursen der Online Akademie memole

 

 

Wie sieht so ein memole® Kurs aus? Wie ist die Gliederung von Kurs Zwei?

Ein Kurs ist unterteilt in Module, diese Module bestehen aus Lektionen. Eine Lektion kann vieles sein! Zum Beispiel ein Text zum Lesen, etwas zu Anhören (Tonbeispiel), Bilder zum Anschauen, Vergleichsbilder für Therapiefortschritte und Videos, in denen du Bewegungen anschauen kannst. Und vieles mehr!

Damit du genau weißt, was dich in Kurs Zwei “Die Ronnie Gardiner Methode” erwartet, hier die Inhaltsangabe des Kurses:

  1. Modul Anfang
    1. Vorstellung der Dozenten Stefanie Riedelbauch und Ronnie Gardiner (Video)
    2. Das Konzept von memole® (Video)
    3. Die genaue Gliederung von Kurs Zwei (Video)
  2. Die Ronnie Gardiner Methode RGM
    1. Erfinder
    2. Entwicklung
    3. Theoretischer Hintergrund
    4. Zielgruppe
    5. Effekte der RGM
  3. Konzept
    1. Grundübung
    2. Choreoscore
    3. Video Choreoscore (Video)
    4. Ausbaustufe 1
    5. Ausbaustufe 2
  4. Indikation
    1. Indikation
    2. Kontraindikation
  5. Marke
    1. Marke
    2. Fortbildungsmöglichkeiten
    3. Kontakt
  6. Wissenschaftliches
    1. Publikationen
    2. Wissenschaftliche Studien
    3. Literaturliste
  7. Abschluss
    1. Schlusswort der Dozenten Ronnie Gardiner und Stefanie Riedelbauch (Video)
    2. Feedbackbogen
    3. Quiz und Zertifikat
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Was beinhaltet der Kurs “Neurofunktions!therapie “Bereich Mund” von Elke Rogge?

 

Der Kurs “NF!T- Bereich “Mund”” mit Elke Rogge ist übersichtlich strukturiert.

Der Kurs Neurofunktionstherapie besteht aus Modulen, diese bestehen aus verschiedenen Lektionen, die sehr unterschiedlich sein können.

Ein Beispiel für eine NF!T-Lektion

Zum Beispiel kannst du dir in Modul 5 “Indikation” , Lektion “Checkliste” eine Liste anschauen und herunterladen, die dir hilft Patienten zu erkennen, die für eine NF!T® Mundtherapie geeignet sind. Das macht die Umsetzung im Alltag deutlich einfacher! Eine Lektion kann aber auch viele Bilder enthalten, wie in Modul 3 “Die neurologische Organisation”, Lektion 1 “Basiswissen”. Dort zeigen wir zum besseren Lernen und Behalten zu jeder Fähigkeit ein passendes Bild.

  1. Modul: Einstieg

    1. Lektion: Vorstellung Elke Rogge (Video!)
    2. Lektion: Das Konzept der memole® Online-Akademie (Video!)
    3. Lektion: Gliederung von Kurs Eins (Video!)
  2. Modul: Die NF!T®

    1. Lektion: Ursprünge
    2. Lektion: Gehen, Sprechen, Denken
    3. Lektion: Was ist NF!T®?
    4. Lektion: Kontaktdaten
    5. Lektion: Studien über die NF!T®
  3. Modul: Die neurologische Organisation

    1. Lektion: Basiswissen (viele anschauliche Bilder)
    2. Lektion: Die neurologische Re-Organisation mithilfe von NF!T®
    3. Lektion: Beispiel: Blume
    4. Lektion: Beispiel: Haus
    5. Lektion: Fazit
  4. Modul: Mundfunktionen

    1. Lektion: Primärfunktionen
    2. Lektion: Artikulation
    3. Lektion: Synergieeffekte
    4. Lektion: Das Besondere an NF!T®
    5. Lektion: Triade
    6. Lektion: Mundfunktion
    7. Lektion: Mund- und Kieferentwicklung
  5. Modul: Indikationen

    1. Lektion: Indikationen zur Mundtherapie
    2. Lektion: Checkliste
    3. Lektion: Kontraindikation
  6. Modul: Diagnostik

    1. Lektion: Diagnostik und Anamnese
    2. Lektion: Diagnostik Durchführung
    3. Lektion: Diagnostik Auswertung
  7. Modul: Therapie

    1. Lektion: Vorgehen
    2. Lektion: Therapieende
    3. Lektion: Therapiebeispiele
  8. Modul: Finale

    1. Lektion: Schlusswort Elke Rogge (Video!)
    2. Lektion: Feedbackbogen
    3. Lektion: Quiz und Zertifikat
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Zu Elke Rogge

lke Rogge ist die Begründerin der Neurofunktions!therapie®. Sie hat als Erzieherin und Leiterin einer Kindertagesstätte gearbeitet und anschließend die Ausbildung zur Logopädin in Hannover absolviert. Von 1932 -2017 arbeitete Elke Rogge in eigener Praxis in Syke bei Bremen. Ab 1989 lag ihr Schwerpunkt im Bereich der myofunktionellen Störungen. Aus diesen reichhaltigen Erfahrungen hat sie 2012 ein eigenes Konzept entwickelt: Die Neurofunktions!therapie!

 

Online-Kurs von memole®

Hier kommst du zum Online-Kurs von memole® “Kurs Eins” NF!T Neurofunktions!therapie® Bereich Mund von Elke Rogge

Ab jetzt können Logopädinnen und Logopäden, Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten, Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten, kurz Therapeutinnen und Therapeutinnen, wichtige Themen in Online-Kursen lernen. Die Akademie memole® bietet Selbstlernkurse an.

Wie kann ich einen Kurs buchen?

Einen Kurs kannst du über den Dienst PayPal kaufen. Es sind verschiedene Bezahlvarianten möglich: PayPal, Kreditkarte und Lastschrift.

Wie kann ich den Kurs besuchen?

Nachdem du deinen Account aktiviert und bezahlt hast, findest du deinen Kurs in deinem persönlichen Profil.

Woraus besteht der Online-Kurs?

Der Kurs besteht aus Modulen. Diese sind untergliedert in Lektionen. Eine Lektion ist

  • ein Text zum Lesen
  • ein Video zum Anschauen, Lernen und Nach-/Mitmachen
  • eine Liste zum Ausdrucken
  • ein Hör-Beitrag
  • oder Bilder, z.B. einen Therapiefortschritt belegen

Was passiert am Ende des Kurses?

Wenn du den Kurs vollständig durchgearbeitet hast und dich schon gut mit dem Thema auskennst kommt der Wissensquiz. Der wird dir leicht fallen, denn du hast durch den Kurs viel gelernt. Nach bestandenem Quiz kannst du dir dein memole®-Zertifikat ausdrucken. Bitte fülle außerdem noch den Feedbackbogen aus, damit wir memole® noch besser machen können.

Und nun?

Probiere es aus! Viel Spaß!