Maria Grohmann ist Logopädin und auch Musiktherapeutin. In ihre Arbeit als Logopädin fließen deshalb häufig musiktherapeutische Elemente ein. Diese bereichern ihre Therapien bei Patienten mit sehr unterschiedlichen Störungsbildern.
Ich habe mich sehr gefreut, dass Maria sich für dieses Interview extra frei genommen hat!

Der Verlag Logopädix ist bei Therapeuten sehr bekannt und bietet schon seit vielen Jahres sinnvolles Therapiematerial an. Die Inhaberin Gabriele Peiler stellt hier das Produkt „Über kurz oder lang“ vor.

 

Legasthenietraining muss nicht langweilig sein

Legasthenie- zum ersten Mal begegnete mir der Begriff in meiner Ausbildung zur Grundschullehrerin. In meinen Aufzeichnungen findet sich dazu nur eine Seite. Das heißt, ich habe damals eigentlich gar nichts darüber gelernt, wie man eine Legasthenie erkennt oder was man tun kann, um einem Legastheniker das Schreiben- und Lesenlernen zu erleichtern. Leider hat sich bis heute nicht viel in der Lehrerausbildung geändert, wie ich immer wieder erschreckend feststellen muss.

Seit ich vor 21 Jahren meine logopädische Praxis eröffnete, begleitet mich nun dieses Thema. Ich habe alles gelesen, was ich zu LRS bzw. Legasthenie finden konnte. Inzwischen habe ich sehr viel theoretische und praktische Erfahrungen auf dem Gebiet, aber ich bin immer wieder unzufrieden, weil ich merke, wie wichtig es ist, dass die Kinder, mit denen ich übe, Spaß am Training haben. Wenn sie die Stunde bei mir als zusätzliche Belastung empfinden oder gar als Bestrafung dafür, dass sie etwas nicht so gut können, dann fehlt irgendwann die Motivation und wir können nicht wirklich Fortschritte erzielen.

Übungen auf Arbeitsblättern gehören der Vergangenheit an

Übungen nur mit Arbeitsblättern werden auf Dauer langweilig, Rechtschreibung sollte spielerisch trainiert werden. So entstand mein Spiel „Über kurz oder lang“.

Bevor ich mit den Kindern spiele, brauchen sie trotzdem ein gewisses Grundwissen über die Vokale. In der Grundschule werden diese oft „Königsbuchstaben“ genannt, weil sie bedeutend für die Rechtschreibung sind. Den Unterschied zwischen langen und kurzen Vokalen erkläre ich den Schülern auf verschiedene Weise. So nutze ich die Lautschriftzeichen, die sie teilweise schon aus dem Englisch-Unterricht kennen, um zu verdeutlichen, dass man die „Königsbuchstaben“ nicht einfach schneller oder langsamer spricht, sondern dass es sich eigentlich um verschiedene Laute handelt. Das wird ihnen spätestens mit dem zugehörigen Mundbild besonders beim e und o klar.

Das Differenzieren der Vokale und das Anwenden der entsprechenden Rechtschreibregeln können die Kinder nun im Spiel üben. Dazu gibt es 4 Kartensätze: einen mit Bildkarten, der schon im Vorschulalter oder zu Beginn der ersten Klasse eingesetzt werden kann, drei weitere mit Wörtern, die nach verschiedenen Schwerpunkten geordnet sind (Minimalpaare, doppelte Mitlaute, sichtbar gedehnte Selbstlaute und doppelte Mitlaute). Die Bildkarten sind vor allem für Eltern interessant, die selbst eine Legasthenie haben und ihren Kindern von Anfang an das Erlernen der Schriftsprache erleichtern wollen. Auch GrundschullehrerInnen lassen sich gerne von mir beraten und nutzen das Spiel in der schulischen Förderung.

Auszeichnungen

Das Spiel wurde von verschiedenen Legasthenieverbänden getestet und mit dem „Dyslexia Quality Award 2013“ ausgezeichnet. Wer es sich näher anschauen möchte, kann dies gern auf unserem YouTube-Kanal tun:

 

Video zum Produkt

 

 

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Und hier direkt zum Produkt „Über kurz oder lang“

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