Karolin Wagner ist akademische Logopädin, Praxisinhaberin einer chicen Praxis in Jessen (Sachsen-Anhalt) und Referentin für logopädische Themen, insbesondere der „Therapie der Verbzweitstellung“. In dem sympathischen Interview ermutigt sie alle Logopäd*innen die Inputmethode zu erlernen und auszuprobieren.

Praxis für Logopädie von Karolin

 

Wir kennen es alle: Gerade als Praxisgründer*in ist jeder Tag viel zu kurz. Wie gestalte ich meine Therapien? Welches Diagnostikmaterial verwende ich für welchen Therapiebereich? Möchte ich mich auf gewisse Patienten*innen spezialisieren und bestimmte Störungsbilder anlocken? Dann kommt auch noch der finanzielle Bereich dazu: Wie werde ich Herr bzw. Frau der (finanziellen) Lage und welche Abrechnungssoftware eignet sich am besten für meine Bedürfnisse? Hinzu kommt die Angst irgendetwas falsch zu machen oder gegen verschiedene Gesetze und Richtlinien zu verstoßen ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein. Das trifft bei uns Heilmittelerbringern*innen vermutlich am ehesten auf den Bereich Werbung zu. Möglicherweise hast du es noch von deiner Ausbildung im Hinterkopf: „Du darfst keine Werbung machen!“ Das stimmt jedoch gar nicht. Du darfst auch als Heilmittelerbringer*in Werbung betreiben, wenn du gewisse Punkte berücksichtigst. Aber was genau gilt es zu berücksichtigen?

Die Basis der Praxiswerbung

Im Bereich der Werbung gelten für dich als Heilmittelerbringer*in in Deutschland grundsätzlich zwei Gesetze. Diese zwei Gesetze sind das HWG, das Heilmittelwerbegesetz, und das UWG, das Bundesgesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Beide zielen darauf ab irreführende Werbung zu verhindern und deine Kunden*innen vor falschen bzw. vagen Behauptungen und Aussagen zu schützen. Die beste Hilfe zur Einschätzung, ob deine geplante Werbung nun irreführend ist oder nicht, ist dein eigener gesunder Sachverstand. Frage dich einfach selbst, ob das was du in der Werbung anpreist unter allen Umständen eintrifft oder ob das nur unter den günstigsten Bedingungen möglich ist? Deine Patienten*innen müssen sich auf die Aussage deiner Werbung zu 100% verlassen können.

Hier ein Beispiel, wie du es NICHT machen solltest:
Du möchtest dein Stottern endlich los werden? Dann lass mich dir helfen. Nach 5 Sitzungen gehört dein Stottern der Vergangenheit an.

Diese Werbung wäre definitiv irreführend, da damit versprochen wird, dass deine zukünftigen Patienten*innen nach 5 Sitzungen – komme was wolle – stotterfrei sind. Aus deiner persönlichen Erfahrung weißt du selbst, dass diese Garantie schlichtweg nicht gegeben werden kann und somit auch nicht in der Werbung verwendet werden darf. (§3 Abs. 2 HWG)

Ein weiteres Beispiel der Irreführung ist es, wenn unwahre oder täuschende Angaben gemacht werden. Spezielle Therapiemethoden oder Behandlungsabläufe, welche keiner Aus- oder Weiterbildung zugrunde liegen, dürfen daher nicht für Werbung verwendet werden. Zukünftige Patienten*innen könnten dadurch fälschlicherweise davon ausgehen, dass das dafür nötige Know-How vorhanden ist.

Weise deine Gutachten, Zeugnisse und Empfehlung vor

Wenn du mit deinen Dokumenten werben möchtest, musst du laut §6 HWG nachweisen, dass diese von wissenschaftlich oder fachlich berufenen Personen bzw. Instituten (Akademien) ausgestellt worden sind. Im Laufe deiner Karriere wirst du bereits einige Gutachten, Zeugnisse oder Empfehlungen und Bescheinigungen erhalten haben. Indem du diese vorweist und beweist, dass sie von wissenschaftlich oder fachlich anerkannten Personen oder Instituten ausgestellt wurden, kannst du sie auch für Praxiswerbung nutzen.

Bei Erwähnung solcher Dokumente in Werbetexten gilt es daher alle nötigen Informationen wie Ersteller*in mit Namen und Adresse sowie dem Ausstellungsjahr anzugeben. So können auch deine Patienten*innen sicher sein, dass du das Wissen, welches z.B. durch ein Zertifikat bestätigt wird, auch tatsächlich erworben hast. Du schaffst somit nicht nur Vertrauen, sondern kannst dich auch von deinen Mitbewerbern*innen abheben.

Warum hängst du nicht Fortbildungsbescheingungen und Zertifikate in deiner Praxis aus? Viele Ärzt*innen machen das genau so.

 

Fazit: Praxiswerbung als Heilmittelerbringer*in ist nicht schwer

Wie du siehst, ist Werbung für deine Praxis als Heilmittelerbringer*in nicht so kompliziert, wie es der Keine-Werbung-Mythos erahnen lässt. Das Wichtigste ist: Du darfst Werbung betreiben. Jene Punkte, die du laut Gesetz berücksichtigen musst, kannst du eher als gute Manieren zusammenfassen. In den letzten Jahren hat sich viel getan und auch die Gesetze sind liberaler und leichter anwendbar geworden. Du musst also keine Angst mehr vor dem Betreiben von Praxiswerbung haben. Halte dich im Bereich Praxiswerbung einfach an folgende drei Grundsätze:

  1. Gib nicht vor jemand zu sein, der/die du nicht bist.
  2. Versprich nichts, was du nicht zu 100% halten kannst.
  3. Und beweise dein Wissen und deine Fähigkeiten umgehend.

Wenn du das befolgst, bist du auf einem guten Weg zur gesetzeskonformen Praxiswerbung.

Hier findest du die Gesetzestexte

Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb

Gesetz über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens (Heilmittelwerbegesetz – HWG)

Es wird Herbst und die Erkältungszeit beginnt. Dadurch, dass wir jeden Tag mit vielen Patienten nahen Kontakt haben, ist es wichtig sich auch mit dem Thema Erkältungskrankheiten zu beschäftigen. Denn hat man erstmal einen kleinen Schnupfen, wäre es schön, ihn auch möglichst bald wieder loszuwerden.😝

Hier sind die drei Top-Methoden gegen Erkältungen bei Therapeuten

  1. Ingwer-Zitronen-Tee

Eine Scheibe einer Zitrone und einer Ingwerknolle mit kochendem Wasser übergießen. Fertig! Wem das zu sauer ist, der versüßt sich den Tee mit Honig.

2. Ausreichend Schlaf

Während der Nacht regeniert der Körper und das Imuunsystem wird gestärkt. „Erkältungsattacken“ kannst du deshalb besser abwehren.

3. Gurgeln mit Salbei-Tee

Salbei-Tee kochen und abkühlen lassen. Mit dem lauwarmen Tee läßt sich wunderbar gurgeln. Der Salbei wirkt desinfizierend.

4. Hühnersuppe essen

Das klingt erstmal nach Tradition und Aberglaube, ist aber angeblich sogar mit einer Studie der Universität von Nebraska belegt: Hühnersuppe blockiert im Organismus bestimmte weiße Blutkörperchen, so genannte Neutrophile, die für Entzündungsprozesse mitverantwortlich sind. Neutrophile werden bei Virusinfektionen, so auch bei grippalen Infekten, in großen Mengen freigesetzt.

5. Fußbad

Durch ein ansteigendes Fußbad wird der ganze Körper durchwärmt. Zusätzlich fördert es die Durchblutung der Schleimhäute in Hals und Rachen.

6. Inhalieren

Das Inhalieren lindert Husten, befreit eine verstopfte Schnupfennase und befeuchtet gereizte Schleimhäute.

Wie schützen sich therapeuten vor Ansteckung im Herbst 2018

Erkältungstipps für Therapeuten,

Und wie kann ich eine Ansteckung vielleicht schon vorher verhindern?

Das sind die 11 ultimativen Tipps von der deutschen Ärztekammer, wie du dich als Therapeut vor Erkältungen schützt

  1. Berühre so wenig wie möglich deine Augen, deinen Mund oder die Nase mit den eigenen Händen.
  2. Benutze Taschentücher, Zahnbürsten, Handtücher oder Schnupfensprays nicht gemeinsam
  3. Halte Abstand von hustenden oder niesenden Menschen
  4. Sorge für ausreichenden Schlaf
  5. Vermeide Stress, Hektik, Alkohol und Nikotin
  6. Lüfte drei- bis viermal täglich für rund fünf Minuten
  7. Vermeide Händeschütteln und Umarmungen zur Begrüßung
  8. Vermeide Auskühlung und tragen den Temperaturen angemessene Kleidung
  9. Sorge in der kalten Jahreszeit für nächtliche Luftbefeuchtung gegen das Austrocknen der Schleimhäute durch trockene Heizungsluft
  10. Bewege dich zwei bis dreimal wöchentlich bis zum Schwitzen (Ausdauersport)
  11. Kalt-warm-Duschen und regelmäßige Saunagänge stärken deine Immunabwehr

 

Diese Tipps stammen direkt aus dem Ärzteblatt.

 

Es passiert nicht nur während der Arbeit als Therapeut*n in der Klinik, sondern auch in der Praxis ist man davor nicht gefeit:

Störungen der Therapiestunde

Natürlich unterbricht niemand absichtlich deine Arbeit mit der/dem Patient*n, aber gerade in Kliniken ist die Situation häufig schwierig. In der Geriatrie, in der ich arbeitete, mußte ich häufig die bettlägerigen Patienten im 4-Bett-Zimmer aufsuchen und dort eine therapeutische Intervertion versuchen. In der Regel bemühten sich die Mitbewohner sehr um Ruhe und Diskrektion. Aber du kannst dir gar nicht vorstellen, wer alles in den 25-45 Minuten „mal so eben“ ins Patientenzimmer hereinkam. Das störte immer wieder die Konzentration und beeinflußte den Patienten-Therapeuten-Kontakt.

Obwohl ich in dieser Klinik für Geriatrie gar nicht mehr arbeite, möchte ich da abhilfe schaffen. Denn bestimmt geht es vielen Logopäd*nnen, Ergotherapeut*nnen und Physiotherapeut*nnen nicht anders.

Deshalb habe ich mit der wahnsinnig kreativen und vor Ideen sprudelnden Lisa diese Türgriffanhänger entworfen und für dich umgesetzt. Lisa Vasvari ist Ergotherapeutin und Illustratorin in Berlin und unter dem Label „Papierheldin“ auch auf Instagram sehr bekannt. Ich finde die beiden Anhänger zeigen tolle (männliche und weiblich) Supertherapeuten!

Therapeuten und Therapeutinnen

Supertherapeut*n im Einsatz

Lade den Download runter, und drucke das Bild aus. Am besten auf etwas festerem DIN A4-Papier. Individuell gestalten kannst du es durch

  • bemalen
  • bekleben und
  • verzieren
  • oder was fällt dir noch lustiges ein?

Wenn du den Türgriffanhänger dann für deine Tür nutzt, wünsche ich dir natürlich, dass sich alle daran halten und deine Arbeit nicht stören!

Zeig gerne deinen kreativ gestalteten Anhänger auf Instagram und tagge die Akademie!! Du findest den memole® Account unter memole_akademie.

Und hier bekommst du den Supertherapeut*n -Türgriffanhänger (falls du ihn noch nicht hast).

In den Rahmenverträge zwischen GKV-Spitzenverband und Verbänden der Heilmittelerbringen, also uns Therapeutinnen und Therapeuten der Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie und Podologie, werden unter anderem die Vergütungslisten diskutiert und vereinbart. Es gibt momentan sehr viele Kassen, die jeweils einzeln mit Gruppen verhandeln, deshalb ist es schwer einen Überblick über die aktuellen Vereinbarungen zu behalten.

Liste aller Krankenkassen

Der GKV-Spitzenverband stellt hier eine Liste aller Krankenkassen zur Verfügung.

In der stets aktuell gehaltenen Tabelle findest du

  1. den Krankenkassenname
  2. einen Link zur Website der Krankenkasse und
  3. die Angabe darüber, in welchem Bundesland die betreffene Krankenkasse geöffnet ist

https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenkassenliste.pdf

 

Weiterführende Informationen über

  • die Heilmittel-Richtlinien,
  • Genehmigungen außerhalb des Regelfalls,
  • Zulassungsempfehlungen und
  • Vereinbarungen mit Heilmittelerbringern

findest du auch auf der Seite des GKV-Spitzenverbands (Link)

 

Beispiel AOK

Für die AOK gibt es allein 15 verschiedene Vereinbarungen. Die Links führen dich direkt zu den aktuellen Heilmittelerbringer-Verträgen. Dort kannst du die Verträge mühelos und kostenlos einsehen.

AOK Bayern

http://www.aok-gesundheitspartner.de/by/heilberufe/vertraege/index.html

AOK Baden-Württemberg

http://www.aok-gesundheitspartner.de/bw/heilberufe/vertraege/index.html

AOK Bremen / Bremerhaven

http://www.aok-gesundheitspartner.de/hb/heilberufe/vertraege/index.html

AOK Hessen

http://www.aok-gesundheitspartner.de/he/heilberufe/vertraege/index.html

AOK Niedersachsen

http://www.aok-gesundheitspartner.de/nds/heilberufe/vertraege/index.html

AOK Nordost, dazu zählen Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern

http://www.aok-gesundheitspartner.de/nordost/heilberufe/vertraege/index.html

AOK Nordwest Westfalen-Lippe

http://www.aok-gesundheitspartner.de/wl/heilberufe/vertraege/index.html

AOK Nordwest Schleswig-Holstein

http://www.aok-gesundheitspartner.de/sh/heilberufe/vertraege/index.html

AOK plus Sachsen

http://www.aok-gesundheitspartner.de/sac/heilberufe/vertraege/index.html

AOK Thüringen

http://www.aok-gesundheitspartner.de/thr/heilberufe/vertraege/index.html

AOK Rheinland

http://www.aok-gesundheitspartner.de/rla/heilberufe/vertraege/index.html

AOK Hamburg

http://www.aok-gesundheitspartner.de/hh/heilberufe/vertraege/index.html

AOK Rheinland-Pfalz

http://www.aok-gesundheitspartner.de/rp/heilberufe/vertraege/index.html

AOK Saarland

http://www.aok-gesundheitspartner.de/sl/heilberufe/vertraege/index.html

AOK Sachsen-Anhalt

http://www.aok-gesundheitspartner.de/san/heilberufe/vertraege/index.html

 

Beispiel vdek (Verband der Ersatzkassen)

Der Verband der Ersatzkassen (vdek) schließt bundesweite Verträge mit Berufsverbänden ab. Im Bereich Logopädie beispielsweise findest du hier den Vertrag sowohl von LOGO Deutschland mit dem vdek als auch den Vertrag, den dba, dbl und dbs mit dem vdek getroffen haben.

Diese Rahmenberträge findest du auf dieser Seite (Link).

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