Therapiehunde – wertvolle tierische Mitarbeiter im therapeutischen Kontext

Therapiehunde sind in vielen Bereichen immer häufiger anzutreffen und unterstützen mittlerweile viele Therapeuten bei Ihrer verantwortungsvollen Arbeit mit ihren Klienten. Dieser Beitrag erklärt was unter einem Therapiehund zu verstehen ist, was die Hunde bewirken, wie eine gute Ausbildung der Hunde aussieht und welche Hunde für diese wertvolle Zusammenarbeit geeignet sind.

Gastautorin Heike Daniel ist Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin IHK|BHV mit eigener Hundeschule und Expertin für Schul-, Therapie- und Besuchshunde. Sie ist seit vielen Jahren mir ihren ausgebildeten Hunden in Seniorenheimen zu Besuch, auch mit schönen Erfolgen auf den Demenzstationen. Heike Daniel bietet in ihrer Hundeschule in Kooperation mit der Hundeschule Dogwork regelmäßig Ausbildungslehrgänge für Therapie-, Schul- und Besuchshunde an.

 

Was ist ein Therapiehund?

Ein Therapiehund ist ein Hund, der sehr gut ausgebildet, geprüft und sorgfältig auf seinen zukünftigen Einsatz im therapeutischen Bereich mit seinem Besitzer vorbereitet ist.

Ein Therapiehund arbeitet dabei sehr eng mit einem ausgebildeten Therapeuten (Logopäde/in, Ergotherapeut/in, Physiotherapeut/in, Psychotherapeut/in …) zusammen und unterstützt die jeweilige Therapie der Klienten.

Vom reinen Besuchshund, der auch eine sorgfältige Ausbildung benötigt, unterscheidet den Therapiehund, die Einbindung in ein therapeutisches Konzept.

Der Therapiehund arbeitet dabei sehr zielorientiert und sein Einsatz wird vom Therapeuten/in dokumentiert, von der Ist-Aufnahme bis zu einem gewünschten Therapieziel des Klienten.

Die tiergestützte Therapie mit Hunden unterstützt die Therapie des Menschen.

Maßgebliche Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz eines Therapiehundes sind eine qualifizierte Ausbildung des Mensch-Hund-Teams und eine ständige Fortbildung in diesem Bereich.

Was können Therapiehunde bei ihrem Einsatz bewirken?

  • schaffen eine positive Atmosphäre
  • bewerten den Menschen nicht
  • sprechen alle Sinne an
  • sind sensibel und erkennen Stimmungen
  • vermitteln Wärme, Nähe und Geborgenheit
  • motivieren zum Leben und zur Kommunikation
  • motivieren zur geistigen Aktivität
  • regen das zentrale Nervensystem positiv an
  • mobilisieren und können Spasmen lösen
  • normalisieren den Blutdruck
  • bauen Ängste und Stress ab
  • erhöhen die Endorphin-Produktion und die Oxytocin-Ausschüttung
  • steigern das Selbstwertgefühl
  • fördern soziale Kontakte und Integration

Welche Hunde eignen sich für den Einsatz als Therapiehund?

Geeignet für diesen anspruchsvollen Job sind Hunde, die offen, neugierig und interessiert an fremden Menschen sind und über eine gute Grunderziehung verfügen.

Dabei dürfen die Hunde in neuen Situationen auch erst einmal vorsichtig reagieren.

Ganz wichtig ist auch der gesundheitliche Aspekt, nur gesunde Hunde, die nicht unter Schmerzen leiden, dürfen zum Einsatz kommen.

Die Auswahl eines Hundes sollte deshalb mit viel Bedacht erfolgen und der Einsatz des Hundes an die Möglichkeiten und Voraussetzungen, die der Hund mitbringt angepasst werden.

Das kann sich durchaus im Laufe des Lebens des Hundes verändern, denn die Einsätze sind für die Hunde sehr anstrengend und müssen immer wieder im Vorfeld gut durchdacht  und an das jeweilige Leistungsvermögen des Hundes angepasst werden.

Nicht geeignet sind Hunde, die unkontrolliert oder angstmotiviert handeln und nicht gerne mit fremden Menschen Kontakt aufnehmen.

Wie finde ich eine gute Ausbildungsmöglichkeit für meinen Hund?

Eine gute Ausbildungsstätte für den zukünftigen Therapiehund und seine Bezugsperson  arbeitet immer gewaltfrei und vermittelt den Hundehaltern ein umfassendes Wissen rund um den Hund, auf der Basis der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in der Verhaltensforschung.

Ein großer Schwerpunkt der Ausbildung ist das Lesen lernen der Körpersprache des Hundes, das Erkennen von Stresssignalen und Überforderungen. 

Sie vermittelt den Hundehaltern ein umfassendes Wissen, wie Stress und Überforderung beim Hund vermieden werden und wie die Hunde ihren persönlichen Ressourcen und Grenzen entsprechend am besten eingesetzt werden können.

Eine gute Ausbildung geht sehr individuell auf jedes einzelne Mensch-Hund-Team ein und beinhaltet im Rahmen der Ausbildung auch einen Eignungstest, durch einen externen Prüfer/in, die die Eignung des Hundes für seinen späteren Einsatz testet.

Im Rahmen der Ausbildung wird ein individuell auf den Hund abgestimmtes Repertoire an Übungen und Arbeitsformen erarbeitet, die den Einsatz im jeweiligen Einsatzbereich erleichtern.

Eine gute Ausbildungsstätte berät den Hundehalter auch rechtzeitig, wenn der Hund nicht für einen geplanten Einsatzbereich geeignet ist und entscheidet in diesem Falle zugunsten des Hundes und gegen einen Einsatz.

 

Kontakt

Die Gastautorin Heike Daniel ist Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin IHK|BHV.

 

Heike Daniel

Hundeerzieherin und Verhaltensberaterin IHK|BHV

Hundeschule Heike Daniel

Langentalstraße 90

67475 Weidenthal

Tel: 0151 123 70 644

heike@hundeschule-heikedaniel.com

www.hundeschule-heikedaniel.com

Michaela Schächner ist Business Mentorin und begleitet Unternehmerinnen ein profitables Online Business aufzubauen. Aktuell veranstaltet sie eine Blogparade mit Texten und Interviews von Unternehmerinnen.

In der Blogparade stelle ich mich sehr gerne Michaelas Fragen zu meiner bisherigen beruflichen Entwicklung und erkläre, warum ich meine Projekte mit so viel Begeisterung betreibe.

„Ich bin Silke Bernhardt. Logopädin, Berlinerin aus Flensburg, Norddeutsche, Sängerin, Mutter, gute Zuhörerin, Ansprechpartnerin für Bildung im Gesundheitswesen, Netzwerkerin und Nerd.“

Silke, warum hast du gekündigt?

„Tatsächlich wurde mir das letzte Mal gekündigt. Das war 2002. Damals war ich sehr unglücklich in einer Praxis angestellt und wurde nach der Probezeit nicht übernommen. Spontan war ich natürlich geschockt, aber letztlich bin ich super dankbar für die Trennung. Ich hätte damals noch nicht den Mut dazu gehabt die Differenzen zwischen uns zu benennen und Konsequenzen zu ziehen. Das bewundere ich an meiner Chefin- sie hat gut für sich gesorgt. Nach einem minimalen Stimmungstief von einem Tag, habe ich mich mit großer Leidenschaft der ohnehin geplanten Praxisgründung gewidmet. Und nach wenigen Monaten eine sehr erfolgreiche Logopädie Praxis aufgebaut.

Seit diesem Zeitpunkt arbeite ich in verschiedenen Projekten freiberuflich und unternehmerisch. Aktuell sind es vor allem die Plattform „Fortbildungsfinder“ zum Suchen und Finden von Fortbildungen für Therapeuten und die Online Akademie „memole“ für Therapeuten.“

Mit welcher Ambition bist du losgelaufen?

„Die Welt zu verbessern! Immer. Deshalb stehe ich jeden morgen auf.
Damals: sehr gute logopädische Therapien anzubieten.
Heute mit dem Fortbildungsfinder:
Therapeutinnen und Therapeuten die Möglichkeit bieten sich unabhängig vom Institut die beste Wochenend-Fortbildung herauszusuchen. Passend vom Termin, Thema, Preis und Ort.
Heute mit memole:
Unabhängigkeit und Selbstbestimmung ermöglichen. Die Kolleginnen sollten selbst entscheiden können, wann sie sich zu einem fairen Preis fortbilden wollen. Die Mühe und der Aufwand sollen geringer sein als bisher bei Präsenzterminen.“

Mit welchem Angebot und welcher Zielgruppe bist du gestartet?

„Meine Zielgruppe sind, mit unterschiedlichen Schwerpunkten Therapeut*innen der Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen zukünftig auch Kurse für nahestehende Berufe anzubieten.“

Gab es unerwartete Stolpersteine?

„Es gibt natürlich in jedem Projekt immer wieder menschliche und technische Herausforderungen. Im ersten Moment bin ich, wie vermutlich andere auch, geschockt und fühle mich verlassen. Doch spätestens nach einem Moment der Ruhe oder dem Gespräch mit einer vertrauten Person gelingt mir der „Draufblick“. Ich erkenne meine Chancen und erkenne (Aus-)Wege.“

Was ist dir positives über den Weg gelaufen, das dich selbst überrascht hat?

„Absolut überraschen und begeistern tut mich die Hilfsbereitschaft von so vielen warmherzigen starken intelligente Mitmenschen, die mich völlig uneigennützig bedingungslos (und manchmal sogar von mir gänzlich unbemerkt) unterstützen. Das fühlt sich sehr sehr großartig an.“

War die Selbstständigkeit auch eine Art Selbstfindung für dich?

„Sicher ist das so. Trotzdem glaube ich, dass Selbstfindung nicht nur Selbständigen vorbehalten ist.“

Wo stehst du heute und wie geht es dir damit?

„Mir geht es großartig. Ich bin dankbar täglich genau das tun zu dürfen, was mich glücklich macht. Diese Tätigkeit wird von anderen Arbeit genannt.“

Gib einen Ausblick, wo dich die Reise noch hinführen soll?

„Ich träume groß. Ein atemberaubendes Büro mit Platz für Mitarbeiter, mehr Mitarbeiter und ein breiteres Portfolio. Ich bin bereit für die nächsten Schritte.
Aktuell liegt es mir besonders am Herzen möglichst viele Therapeutinnen und Therapeuten mit meinen persönlichen Nachrichten zu erreichen. Das gelingt am Besten über Mail. Interessierte können sich für den Fortbildungsfinder und für memole sehr gerne für den Newsletter eintragen und so kommen wir in persönlichen Kontakt.“

Was war dein „weg von“ und dein „hin zu“?

Bei mir geschieht das alles sehr langsam. Ich würde sagen weg von: „Arbeiten ist hart und anstrengend“. Hin zu: „Tue das, was du liebst mit Leidenschaft und erlaube dir damit Geld zu verdienen“.

Welche Mission verfolgst du mit deinen Unternehmen?

„Ich möchte multimodale Bildung für Therapeut*innen leicht zugänglich machen und alle technischen Möglichkeiten ausschöpfen. Ich habe Spaß an Wissen und Bildung und Austausch. Ich lernen sehr gerne dazu!

Der Fortbildungsfinder ist die Plattform Nummer Eins, wenn Therapeut*innen sich auf die Suche nach einer Fortbildung begeben. Sie finden dort ein großes Angebot an Fortbildungen und anderen Veranstaltungen von zahlreichen Unternehmen. Eine interne Anfrage, ob noch ein Teilnehmerplatz frei ist, ist innerhalb von wenigen Minuten unverbindlich gestellt.

Die Akademie memole bietet Onlinekurse für Therapeuten der Logopädie und Ergotherapie. Hier wählt die Therapeutin spontan einen Kurs aus und besucht ihn zu einem Wunschzeitpunkt. Das Lernangebot ist vielfältig und beinhaltet ausführlichen Texte, Übersichten, Schaubilder, Videos (auch mit Patientenbeispielen) und Audio Dateien.“

Was sind eigentlich Sketchnotes?

Gastautorin Anne Knetsch ist Klinische Linguistin aus Gießen. Sie behandelt vorwiegend neurologische Patienten und war schon immer gerne kreativ. Vor 1,5 Jahren hat sie das Thema „Sketchnoting“ für sich entdeckt. Für memole hat Anne bereits für zwei Kurse hilf- und lehrreiche visuelle Zusammenfassungen erstellt.

Möchtest du Anne für eine Zusammenarbeit kontaktieren sie gerne per Mail.

 

Am besten kann man das wohl aus dem Wort ableiten. Es handelt sich dabei um eine Verbindung aus Schrift (notes) und Zeichnung bzw. Skizze (sketch). Im Deutschen wird auch manchmal die Bezeichnung „visuelle Notizen“ verwendet. Sketchnotes werden in unterschiedlichen Kontexten genutzt; z. B. zur Verbildlichung von Meetings, Vorträgen, Präsentationen und Fortbildungen, aber auch zum Brainstorming oder privat zum Festhalten von Reiseerinnerungen. Eine Sketchnote kann zum einen live, also zum Beispiel direkt während eines Vortrags, angefertigt werden. Dann spricht man meist von einem „Graphic Record“, also einer „grafischen Aufzeichnung“. In diesem Artikel soll es jedoch heute um Sketchnotes gehen, die nicht live angefertigt werden.

Wie funktioniert erinnern?

Dazu lohnt es sich, zunächst die Arbeitsweise des Gedächtnisses genauer anzuschauen. Da Informationen im Kurzzeitgedächtnis (KZG) nur ca. 30 Sekunden gespeichert werden können, müssen diese, damit man sie später erinnern kann, notwendigerweise in das Langzeitgedächtnis (LZG) übertragen werden. Dabei gilt, dass nur bei guter Speicherung ein akkurater Abruf gelingt. Das reine Wiederholen des Stoffes bewirkt dabei häufig keine stark verbesserte Speicherung der Inhalte im LZG. Besser geeignet scheint eine Verarbeitung mit Einbezug der Bedeutung. Bei dieser Art der Wiederholung werden die Inhalte mit anderen Gedächtnisinhalten verknüpft und auf diese Weise fester im Gedächtnis verankert. Je mehr Bezüge und Verbindungen zu schon vorhandenem Wissen gebildet werden können, desto besser gelingt die Speicherung, und damit auch der Abruf. Es werden dauerhaftere und leichter abrufbare Gedächtnisspuren hinterlassen.

Die aktive Auseinandersetzung mit den Lerninhalten

Eine aktive Auseinandersetzung mit dem zu lernenden Stoff und die Verknüpfung mit schon bestehendem Vorwissen ist demnach unerlässlich für eine gute Verankerung und einen schnellen Abruf der Inhalte im Langzeitgedächtnis. Dies passiert während der Erstellung einer Sketchnote automatisch. Man versucht zunächst, die jeweiligen Inhalte zu visualisieren. Dabei beschränkt man sich auf die für das Verständnis wichtigsten Hauptpunkte. Anschließend versucht man, die Punkte zu strukturieren. Durch die räumliche Anordnung und die Verbindung zwischen Punkten auf dem Blatt kann man Beziehungen zwischen Ihnen verdeutlichen und Zugehörigkeit ausdrücken. Diese erkennt man häufig auf den ersten Blick. Ein komplexes Thema kann oft gar nicht linear ausgedrückt werden. Dabei gehen viele Zusammenhänge verloren, die mit Hilfe der räumlichen Aufteilung einer Sketchnote besser dargestellt werden können. Da jeder Mensch aufgrund seiner Vorerfahrungen andere Prioritäten setzt, werden fünf unterschiedliche Menschen wahrscheinlich fünf unterschiedliche Sketchnotes zum gleichen Thema anfertigen. Auch die Bildsprache wird sich von Person zu Person unterscheiden. Ich sehe das auch als eine Stärke von Sketchnotes. Jeder kann die für sich beste Ausgestaltung wählen. Das Ziel ist es schließlich, die Inhalte für sich selbst verständlicher zu machen um sich später besser daran erinnern zu können.

Was sind die Vorteile der Arbeit mit Bildern und Text?

Eine aktive Auseinandersetzung mit einem Thema, ist natürlich kein Alleinstellungsmerkmal des Sketchnoting. Was also sind die Vorteile der Arbeit mit Bildern UND Text? Bei der Verarbeitung von Bildern auf der einen und Worten auf der anderen Seite nutzt das Gehirn unterschiedliche Repräsentationen in unterschiedlichen Hirnarealen. Das wird auch als „Dual-Coding-Theory“ (Theorie der dualen Kodierung) bezeichnet. Es wurde in Untersuchungen festgestellt, dass Menschen bessere Gedächtnisleistungen erbringen, wenn Infos sowohl schriftlich als auch bildlich angeboten werden, also zwei unterschiedliche Kanäle benutzt werden. Eine doppelte Präsentation in zwei unterschiedlichen Modalitäten vereinfacht dadurch später den Abruf deutlich.

Der Picture Superiority Effect

Die Theorie des „Picture Superiority Effect“ geht davon aus, dass Bilder bei der Informationsaufnahme im Vergleich mit Schrift im Vorteil sind. Wenn Menschen mit Bildern von (konkreten) Begriffen konfrontiert werden, wird automatisch auch die Bezeichnung aktiviert.

Best Practice für Komplexes

All diese Punkte veranschaulichen sehr deutlich, dass Sketchnotes eine passende Methode zum Lernen, Merken und Erinnern darstellen. Sie können aber auch eingesetzt werden, um Themen für sich selbst zu erschließen oder zu verstehen. Sketchnotes machen viele Dinge erst greifbar, dadurch dass man sie aus seinem Kopf auf das Papier bringt. Die Gedanken werden strukturiert und man verschafft sich einen Überblick über das Thema. Auch komplexe Themen können so übersichtlich visualisiert werden. Vielleicht sieht man das Thema aus einer anderen Perspektive und kann es auf ganz andere Weise verstehen. Nicht zuletzt sind sie daher ebenso empfehlenswert, um Gedanken zu reflektieren und können helfen, Entscheidungen in Bezug auf ein bestimmtes Thema zu treffen.

Empfehlenswerte Bücher zum Thema*

• Brandy Agerback – „The Idea Shapers. The power of putting your thinking into your own hands.“
• Nadine Roßa – „Sketchnote in der Schule. Unterrichtsinhalte leicht darstellen und merken.“
• Anja Weiss – „Sketchnotes & Graphic Recording. Eine Anleitung.“
• Tanja Wehr – „Die Sketchnote Starthilfe.“ und „Die Sketchnote Starthilfe. Neue Bilderwelten.“

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In den meisten Therapiepraxen in Deutschland ist die Situation ähnlich zugespitzt

Wir kennen das alle. Eine langjährige Mitarbeiterin fragt in der Teamsitzung an, wie die anderen Therapeut*innen ein bestimmtes Fortbildungsthema findet. Alle sind interessiert. Natürlich… Wir Therapeuten sind immer interessiert und aufgeschlossen. Aber nun möchte sie, und bei allen anderen zuckt der Gedanke wohl auch schon, auf diese Wochenendfortbildung fahren. Verständlich ist das natürlich schon. Aber sie fragt auch gleich nach einem mittleren bis großen Zuschuss für die Weiterbildung.
Mit dem Argument, du als Praxisinhaberin hast doch sicher auch ein Interesse daran, dass sie up-to-date ist.

Wie kann ich meine Wertschätzung für meine Mitarbeiter*innen ausdrücken?

Es gibt so viele Möglichkeiten! Der gemeinsame Alltag in der Praxis bietet so viele Möglichkeiten für dich deine Mitarbeiter und ihre Leistung anzuerkennen.

Zum Beispiel in dem du

  • sie als Person wahrnimmst und achtest.
  • ihnen Aufmerksamkeit schenkst und für ihre Fragen und Nöte ansprechbar bist.
  • etwas tust, damit sie sich an ihrem Arbeitsplatz und in ihrer Arbeitsumgebung sicher und wohl fühlen.
  • dich mit ihnen fachlich austauschst und Weiterbildung generell förderst.

Diese Maßnahmen können kostenlos oder kostenpflichtig sein. Häufig ist genau das nicht maßgeblich.
Schenke deiner Mitarbeiter*in während einer unglücklichen Lebensphase eine kleine Blume oder eine einfache Tafel Schokolade mit dem Lieblingsgeschmack und du kannst sicher sein, dass das „gut ankommt“. Du kennst das sicher von dir selbst. Diese kleine Geste zählt tausendfach.

Starke Konsequenzen für deine Praxis

Und hier kommt dein Effekt: gibst du deinen Mitarbeiter*innen Aufmerksamkeit und Wertschätzung und auch mal einen kleinen oder mittleren oder großen Zuschuss zu einer Fortbildung, kannst du dir sicher sein, das sie sich darüber freuen. Sie arbeiten gerne mit dir in deiner Praxis, fühlen sich wohl, sind freundlich zu den Patienten und führen erfolgreiche Therapien durch. Sie bleiben an ihrem Arbeitsplatz über einen langen Zeitraum.

Muß es immer etwas Teures sein?

Wie schon geschrieben, geht es in der Regel nicht um die wirklichen Kosten. Eine Tafel Schokolade kostet 1€. Eine Fortbildung 250€, die Reise dorthin und Hotelkosten vielleicht noch mal 250€, das Buch zur Fortbildung 30€, der passende Onlinekurs 90€, die Verpflegung vielleicht noch mal 50€.

Such dir einfach etwas aus was in dein Praxisinhaber Budget passt. Mit der richtigen Intention und mit den richtigen Worten bin ich mir sicher, dass du ein Volltreffer landest.
Es kommt eben auf die Wertschätzung an und nicht auf den einen Euro.

Diese Vorteile hat es für Therapeutin Martina

Eine echte Erfolgsgeschichte ist die von Martina: Sie traute sich lange nicht ihren Arbeitgeber, den Inhaber einer großen Logopädie Praxis, nach einer Beteiligung an den Kosten einer Fortbildung zu fragen. Letztlich traute sie sich doch. Sie begründete ihr Interesse an der Fortbildung damit, dass sie viele Patienten in diesem Bereich aktuell hat. Dem Inhaber war dieser Umstand noch gar nicht aufgefallen. Außerdem kannte er diesen neuen Therapieansatz noch gar nicht. Er zeigte sich sehr aufgeschlossen. Andererseits zeigte er auf, dass auch sein Budget begrenzt ist. Sie konnten sich sehr gut darauf einigen, dass er die Hälfte der Fortbildungskosten für sie übernahm. Und zusätzlich ein Buch über das Fortbildungsthema für die gesamte Praxis kauft. So haben alle was davon.

Direktes Fazit und Herzens-Empfehlung von Silke Bernhardt

Als Praxisinhaber*in möchte ich dich dazu ermutigen deine Mitarbeiter*in wertzuschätzen, wie du es sicher auch mit allen anderen Personen in deinem Umfeld tust. Sei großzügig in der Unterstützung von Fortbildungen in jedlicher Form. Es ist so ein Geschenk, wenn Mitarbeiter*innen interessiert sind. Wisse das zu schätzen! Und versuche vieles möglich zu macheng
Als Mitarbeiter*in möchte ich dich dazu ermutigen wissbegierig zu sein und zu bleiben. Egal wie viele Jahre Berufserfahrung du schon hast. Bleib flexibel und aufgeschlossen. Möchtest du Unterstützung in irgendeiner Form von deiner/m Chef*in, dann frag nach! Es lohnt sich immer, zu fragen.

Die günstige und praktische Lösung liegt so nahe!

Eine für beide Seiten effiziente Möglichkeit der Fortbildungen sind zeitgemäße Selbstlernkurse im Onlineformat. Ein Onlinekurs kann in „Häppchen“ zum Beispiel während Therapieausfällen oder auf dem heimischen Sofa absolviert werden. Es gibt keinen Zeitdruck und die Kosten sind absolut überschaubar. Ein weiterer großer Vorteil ist, dass die sekundären Fortbildungskosten (Reisen, Logis und Verpflegung) komplett wegfallen.

 

Hier kommst du zu den memole Onlinekursen, die sich auch wunderbar an Mitarbeiter verschenken lassen.

In diesem Interview erfährst du, wie Christine zu ihrer Ausbildung gekommen ist und warum sie mit dem Weiterbilden einfach nicht aufhört.

 

Shownotes:

Hier kannst du dich über den Onlinekurs „Taping in der Logopädie“ informieren.

Im ausführlichen memole Interview mit Eva Büchel erzählt die sympathische Logopädin und Praxisinhaberin aus Stuttgart, welche Vorteile sie in der Matrix-Rhythmus-Therapie sieht. Sie berichtet von ihren Fort- und Weiterbildungen dazu und hat einige Erfolgsgeschichten parat.

 

Und hier die im Interview versprochenen Links:

 

Die Therapie MaRhyThe.

Die Forschung zur Therapie findet im Dr. Randoll Institut statt.

Ein anschaulicher Patientenbericht im Matrix Health Magazin.

Ein Bericht über Kindertherapie mit MaRhyThe.

Website der Praxis von Eva Büchel  mit Unterseiten zum Therapieverfahren.

Karolin Wagner ist akademische Logopädin, Praxisinhaberin einer chicen Praxis in Jessen (Sachsen-Anhalt) und Referentin für logopädische Themen, insbesondere der „Therapie der Verbzweitstellung“. In dem sympathischen Interview ermutigt sie alle Logopäd*innen die Inputmethode zu erlernen und auszuprobieren.

Praxis für Logopädie von Karolin

 

Schon wieder wird in dieser Woche eine neue Leitlinie veröffentlicht….

aber eine, die die Diagnostik und Behandlung von Kindern mit Rechenschwierigkeiten wirklich weiterbringt!

 

 

Denn „3–7 % der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen leiden unter einer Dyskalkulie. Ausgeprägte und andauernde Probleme im Rechnen führen zu deutlichen Einschränkungen in Schule, Beruf und Alltag und erhöhen das Risiko für komorbide psychische Störungen. In der Praxis werden verschiedene Methoden zur Diagnostik und Behandlung eingesetzt, deren Evidenz unklar ist.“ So wird die Ausgangslage von Mag. rer. nat. Stefan Haberstroh und Prof. Dr. med. Gerd Schulte-Körne von der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München beschrieben.

 

 

Wie haben die Autoren untersucht?

Die systematischen Literaturrecherchen erfolgten von April 2015 bis Juni 2016 in zahlreichen Datenbanken. Die Studiendaten wurden metaanalytisch ausgewertet. Die abschließende Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie der Rechenstörung wurden von 20 Verbänden verabschiedet.

 

Herausgekommen ist folgendes

  • Diagnostik
    • Eine Diagnose soll nur bei unterdurchschnittlichen Mathematikleistungen unter Berücksichtigung relevanter Informationen aus Anamnese, Exploration und klinischer Untersuchung gestellt werden.
  • Behandlung
    • Die Behandlung ist an den Problemschwerpunkten in Mathematik auszurichten. Die durchschnittliche Effektstärke aller Interventionsstudien war 0,52 (95-%-Konfidenzintervall [0,42; 0,62]).
    • Die Behandlung soll frühzeitig im Grundschulalter beginnen, von ausgebildeten Fachkräften im Einzelsetting durchgeführt werden und komorbid auftretende Symptome und Störungen berücksichtigen.
  • Besonders wichtig für die Behandler
    • Bei Vorliegen einer Rechenstörung besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Lese-Rechtschreib-Störung, für eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung sowie für internalisierende (wie Angst, Depression) und externalisierende (beispielsweise aggressiv, regelverletzend) Störungen.

Schlussfolgerung

Symptomspezifische Interventionen, bei denen insbesondere mathematische Inhalte trainiert werden, zeigen die besten Ergebnisse. Forschungsbedarf besteht an hochwertigen Interventionsstudien und – für ältere Jugendliche und Erwachsene – an geeigneten Tests und Förderprogrammen.

 

Den kompletten Artikel aus dem Ärzteblatt und die Leitlinie findet du hier.

Als PDF zum Herunterladen: Komorbidität der Rechenstörungen

 

Dyslexietherapie

 

 

 

 

 

In diesem Interview lernst du Tomatistrainerin Birthe Ahrens persönlich kennen. Sie berichtet von Patientenerfolgen und ihren Erfahrungen mit der Tomatis Methode.

 

Hier kommst du zu Website von Birthe Ahrens

Buch über das wir im Interview sprechen  „Wie das Gehirn heilt. Neueste Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft“ von Norman Doidge*

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Im folgenden Interview habe ich die große Freude den Erfinder der SpeechCare App zu sprechen. Stefan Böhm, selbst Logopäde, erzählt von der Entwicklung der mittlerweile sieben Apps für Therapeuten. Wie er sie testet, und welche Vorteile Logopäden und Sprachtherapeuten bei der Verwendung haben.

 

Auf der Website von SpeechCare kannst du dich über die verschiedenen Apps informieren.

Die Apps findest und kaufst du in dem App-Store deines Betriebssystems. Also beispielsweise die App „(LRS) Lese- Rechtschreibschwäche“ im Google Store oder im App Store.

Du erreichst Stefan unter dem Mail info@speechcare.de