Gastbeitrag von Julia Lakaemper

„Liebe Julia, auf deinem Blog oder in deinen wöchentlichen Live-Videos mit dem Titel „Mindful Mindset Monday“ sprichst du regelmäßig über Business Mindset & Money Mindset. Warum sind diese Themen so wichtig für Selbständige?“

Gerade in der Gründungsphase und den ersten Entwicklungsstufen der Selbständigkeit stoßen viele erstmals mit ihrem Money Mindset an ihre Grenzen: Sie erleben Existenzängste, verkaufen sich unter Wert, die Kunden bleiben aus oder die Finanzen sind ein einziges Chaos. Im Coaching definieren wir gemeinsam ihre große Vision, eine konkrete Mission und klare Ziele.

Diese Klarheit setzt Energie frei, um Raum für die jeweilige Mindset-Transformation zu schaffen.

Die Veränderungsprozesse zeigen sich mental, emotional und auch ganz praktisch: Meine Coachees entwickeln in diesem Veränderungsprozess eine neue, unterstützende Beziehung mit Geld, bringen Ordnung in ihre Finanzen, verbessern ihre Selbstfürsorge und ziehen mehr Wunschkunden an.

 

Was ist denn eigentlich Mindset?

Dein Mindset ist dein Blick auf dich und die Welt. Es wird im Deutschen übersetzt als Selbstbild, meiner Meinung nach ist es viel mehr: Es sind deine Werte, deine Haltung, deine Perspektive auf dich, andere und die Welt.

Dein Mindset wird vor allem durch deine Gedanken und Überzeugungen definiert, die sich zu etwa 90% in deinem Unterbewusstsein und zu circa 10% in deinem Bewusstsein abspielen.

Deine Gedanken und Überzeugungen sorgen für bestimmte Gefühle und Reaktionen – du bewertest, ob etwas gut oder schlecht ist und handelst danach.

So entstehen Gewohnheiten, die du wahrscheinlich nicht stark hinterfragst: Es ist für dich einfach normal.

 

Und das Money Mindset ist dann die jeweilige Haltung zu Geld?

Genau. All das gilt auch für dich und deine Beziehung zu Geld. Das ist gemeint, wenn ich hier von Money Mindset spreche: Deine Gedanken, Überzeugungen, Gefühle und Gewohnheiten in Bezug auf Geld.

Du kannst ein starres Mindset haben und dich unflexibel verhalten, dich und deine Sicht auf die Welt nicht verändern wollen. Das nennt Carol Dweck in ihrem Buch Mindset (dt. Selbstbild) ein “fixed mindset”, ein starres Selbstbild, das sich nicht verändern lässt. Dem gegenüber steht ein “growth mindset”, ein flexibles Mindset, das bereit ist zu wachsen.

Mein Ansatz ist: Ändere deine Gedanken und du änderst deine Haltung – dein Mindset – und deine Handlungen. Das kann sich fundamental positiv auf dein Leben auswirken.

Sobald du etwas anderes denkst, entwickelst du eine neue Perspektive auf deine Situation und du bist in der Lage, anders zu handeln und unterstützende Gewohnheiten zu entwickeln.

 

 

DREI TIPPS FÜR EINE UNTERSTÜTZENDES MONEY MINDSET

#1 BEWEISE DEINE VERANTWORTUNGSBEREITSCHAFT

Wie professionell verwaltest du dein Geld? Hast du einen klaren Überblick über dein Geld, deine Einkünfte und deine Rücklagen? Beweise dir, dass du verantwortungsbewusst mit Geld umgehst und gewinne Klarheit darüber, in welchen Lebensbereichen und aus welchen Gründen du dir mehr Geld wünschst.

So ist es leichter, finanzielle Ziele zu formulieren und sie emotional aufzuladen, damit du dich darauf fokussieren kannst. Schaffe Ordnung in deiner Geld-Verwaltung: Prüfe und analysiere regelmäßig deine Kontostände und gewinne 100%igen Überblick über deine Ausgaben, Einnahmen, Rücklagen und Investitionen. Wie du dein Geld so verwaltest, dass du mit jedem deiner Umsätze Gewinn machst und welche Konten du dafür brauchst, liest du hier.

Mach dich schlau und handle! Deine finanzielle Situation wird sich nicht von alleine verändern und Zeit ist ein kritischer Faktor: Je früher du die volle Kontrolle über deine Finanzen hast und dich um dein Money Mindset und deine Altersvorsorge kümmerst, desto leichter wird es.

Und: Es ist nie zu spät. Übernimm Verantwortung für deine finanzielle Situation, stärke deine finanzielle Bildung und schaffe dir Rücklagen. Für deinen Vermögensaufbau lohnen sich selbst kleine Beiträge, zB frühzeitig angelegte 25-Euro-Sparpläne für ETFs summieren sich zu einer interessanten Summe. Bevor du investierst, brauchst du allerdings eine zu dir passende Strategie für deinen Vermögensaufbau. Dafür findest du hilfreiche Tipps auf dem Blog Madame Moneypenny von Natascha Wegelin.

#2 VERÄNDERE DEINE GEDANKEN ZU GELD

Was denkst du, wenn du über Geld nachdenkst? Sind die Gedanken eher positiv oder negativ?

Davon ausgehend, dass du mit deinen Gedanken deine Realität schaffst, frage ich dich mal ganz offen: Was willst du zukünftig über Geld denken?

Meiner Erfahrung nach lohnt es sich sehr, deine Gedanken über Geld zu verändern.

Zwei Gedanken, die du dir meiner Meinung nach getrost sparen kannst, sind diese:

  1. Geld allein ist das Problem.
  2. Geld allein ist die Lösung.

Geld ist NIE das Problem. Geld ist neutral. Geld ist Energie. Geld ist ein Zeichen der Wertschätzung, ein Zeichen der Anerkennung und ein Spiegel deines Selbstwerts.

Du brauchst eine Strategie, damit das Geld für dich arbeitet. Und du brauchst Kontakte, um auf die verbesserungswürdige finanzielle Situation in deiner Branche aufmerksam zu machen.

Neben einer zu dir passenden Strategie und einem stabilen Netzwerk benötigst du für dein erfolgreiches Business ein unterstützendes Mindset: Positive Gedanken über Geld und eine liebevolle Geld-Beziehung, um mehr davon in dein Leben einzuladen.

Klingt dir das zu romantisch? Noch einfacher geht es so: Deine Energie fließt dorthin, wohin deine Aufmerksamkeit richtest – und du ziehst wie ein Magnet mehr davon in dein Leben.

Je mehr du also Geld oder das Fehlen von Geld als Problem ansiehst, desto öfter steckst du im Mangel. Je mehr Fokus du auf diesen Mangel richtest, desto mehr Mangel bekommst du.

Dort, wohin du deine Aufmerksamkeit richtest, fließt deine Energie – und davon bekommst du mehr.

Richte deine Aufmerksamkeit also auf die Fülle: Alles, was du hast, den Überfluss, die Leichtigkeit, die Freude … dann kommt auch FÜLLE. Deine Gedanken sind kraftvoll.

Entscheide dich bewusst dafür, was du zukünftig über Geld denken willst. Du kannst deine neurologischen Verbindungen und sogar deinen Körper allein durch Gedanken verändern.

Spar dir den Gedanken, dass Geld die Lösung ist. Klar, es stimmt: Geld schafft neue Möglichkeiten. Also kannst du natürlich über Geld denken, dass es die Lösung für all deine Probleme ist. Ich sehe das anders. Geld ist ein wichtiges Tauschmittel. Geld verschafft Leichtigkeit. Geld ermöglicht dir Freiheit. Geld allein ist aber nie die Lösung.

Du allein bist die Lösung. Deine neuen Gedanken über Geld und deine neue Geld-Beziehung sind die Lösung. Dein neues Money Mindset ist die Lösung. Deine neuen Gewohnheiten im Umgang mit Geld und deine Handlungen sind die Lösung.

#3 ZEIGE DEIN INTERESSE AN GELD

Stell dir mal vor, Geld wäre eine Freundin von dir. Wie gut gehst du mit ihr um? Erzählst du die ganze Zeit, wie unzuverlässig sie zu dir kommt, dass sie eigentlich nie ausreichend für dich da ist und dass du nie das bekommst, was du dir wünschst? Stopfst du dein Geld lose in deine Taschen oder sortierst du deine Scheine in deinem Portemonnaie? Bist du der Meinung, dass die Welt ohne Geld eigentlich eine bessere wäre?

Überleg dir mal, wie du dich als Freundin fühlen würdest, wenn deine Freunde so von dir reden und dich so behandeln würden. Bring deinem Geld stattdessen wahres Interesse und Aufmerksamkeit entgegen.

Beschäftige dich regelmäßig mit deinen Kontoständen – denn die repräsentieren deine aktuelle Beziehung zu Geld. Bring Neugier mit, wenn du dich mit deiner Buchhaltung, deiner Steuererklärung und deiner Altersvorsorge beschäftigst. Überleg dir, wie viel Wunderbares Geld in der Welt möglich macht und achte bewusst darauf, wie du über Geld sprichst.

Rede mit Kollegen über deine Zukunftsängste und tausche dich mit anderen Therapeuten über Lösungen in eurer Branche aus. Es geht nicht darum, im Selbstmitleid zu baden und den Kopf in den Sand zu stecken. Macht etwas, verbindet euch! Stärkt euch gegenseitig und eure Lobby, kämpft gemeinsam für eine bessere Bezahlung in eurem Berufszweig. Eure therapeutische Arbeit ist sehr wertvoll und das sollte sich auch in euren Einkünften spiegeln.

 

Buchtipps

Wie Frauen ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen können von Natascha Wegelin

Der Weg zur finanziellen Freiheit von Bodo Schäfer

So denken Millionäre von T. Harv Eker

 

Die Autorin

Mein Name ist Julia Lakaemper, ich bin Mindset Coach aus Berlin und unterstütze dich dabei, innerlich erfüllt und finanziell erfolgreich zu sein. Auf meinem Blog veröffentliche ich wöchentlich Mindset-Impulse für Selbständige. In meinem Money Mindset Gruppencoaching teile ich Methoden, Übungen und Techniken mit den Teilnehmern, die dir dabei helfen, ein unterstützendes Mindset aufzubauen und ein Leben mit mehr Leichtigkeit, Sicherheit und Freude zu erleben.

In dieser Woche findet hier in Berlin die re:publica statt. Das ist eine Konferenz rund um das Web 2.0, soziale Medien und die digitale Gesellschaft. Sie wird seit 2007 jährlich in Berlin veranstaltet. An drei Tagen werden in Vorträgen und Workshops viele Themenfelder behandelt, von Medien und Kultur über Politik und Technik bis zu Entertainment. Nahezu alle Vorträge und Diskussionsrunden werden als Audio- oder Videostream live übertragen. Alle Aufzeichnung der Vorträge und viele andere spannende Beiträge findest du im YouTube Kanal. Das diesjährige Motto ist „POP“ -Power to the people!

Wie bei den meisten Kongressbesuchen ist es unglaublich, wie viele Impulse entstehen, wenn Menschen sich zu einem Thema austauschen und miteinander vernetzen. Ganz besonders spannend fand ich die Themen Digitaler Gesellschaftswandel, Veränderung der Lese- und Lerngewohnheiten und das Recht auf digitale Selbstbestimmung.

Ich habe dir hier eine kleine Auswahl an Impulsen zusammengefasst

Die Internet-Verlegerinnen

Nikola Richter, Christiane Frohmann, Zoë Beck, Tania Folaji
Link zur Session 

 

In dieser Diskussion stellten die Verlegerinnen Nikola Richter und Christiane Frohmann ihre Verlage vor und beschrieben die zum Teil sehr schwierige und kleinteilige Arbeit als Verlegerin. Beide verlegen überwiegend digital überwiegend deutsche Nischenliteratur. Mit viel Unternehmerinnenfreude haben sie von ihre Erfolgen und Versuchen berichtet ihre guten Publikationen zu platzieren und ein Bedürfnis für ihre Produkte zu wecken.

Nikola Richter von mikrotext
Christiane Frohmann vom Frohmann Verlag 

 

„Wir zeichnen Pop! – Collaborative Sketching“ #popsketch #sketchnotes

Nadine Roßa, Anna Lena Schiller
Link zur Session

Das war eine sehr eher aktive Veranstaltung 🙂 Nadine und Lisa erklären die Grundprinzipien von Sketchnotes und wir Teilnehmer sind eingeladen die vorbereiteten Whiteboards mit Leben zu füllen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Du findest die Bilder im Instagram Account von Nadine unter @nadrosia.

Nadine Roßa
Anna Lena Schiller von Riesenspatz

Der Vortrag „You gotta fight for your right to free knowledge!„ von Wikipedia

Katherine Maher, Executive Director der Wikimedia Foundation
Link zur Session

Den Vortrag muß man eigentlich am besten selbst gesehen haben. Katherine gibt Einblicke in die Wikipedia und Informationszugriffsentwicklung. Unglaublich faszinierend und toll formuliert

 

Mein persönliches Fazit

Ich finde, man kann sich Kongressbesuche nicht sparen, den sie geben mir wichtige Impulse für meine Arbeit. Du suchst auch nach einem Kongress, der dich interessiert? Für Therapeuten gibt es in näherer Zukunft folgende Angebote:

 

Angebote für dich

 

Welche Kongresse besuchst du gerne? Und warum gefallen sie dir so gut, dass du vielleicht sogar ein zweites Mal dorthin fährst? Ich freue mich, wenn du mir deine Gedanken dazu schreibst!