Gastautorin Michaela Dreißig ist akademische Sprachtherapeutin (M.A.) & Still- und Laktationsberaterin IBCLC. Sie ist angestellt in einer logopädischen Praxis in Geretsried und Wolfratshausen und behandelt dort u. a. orofaziale Dysfunktionen sowie Schluck- und Fütterstörungen in allen Altersklassen. Darüber hinaus begleitet sie in ihrer Familienbegleitung Räuberling junge Familien rund um die Themen Stillen, Beikost, Schlafen und Tragen. Ein besonderes Herzensthema sind die oralen Restriktionen. Ihre Leidenschaft sind True-Crime-Podcasts und Yoga.

 

Als Therapeut*innen stehen wir häufig vor der Herausforderungen, dass kleine Kinder einen fehlenden Mundschluss haben. „Kleine Kinder“ meint in diesem Fall den Altersbereich von 1 bis 3 Jahren. Ich zeige dir hier ein paar erprobte Praxistipps, mit denen du den Mundschluss leicht und nachhaltig stimulieren kannst.

Was kannst du tun?

Inkompletter Mundschluss im Kleinkindalter

Häufig begegnet uns in der Praxis folgende Behauptung: „Ist es überhaupt schlimm, wenn bei Säuglingen und dann bei Kleinkindern der Lippenschluss inkomplett ist? Konkret myofunktionelle Übungen mit Kleinkindern durchzuführen, das geht doch gar nicht.“

Wir wissen aus unterschiedlichen Studien (bspw. Grabowski & Stahl, 2008), dass ein habitueller Mundschluss sich nach dem Zahnwechsel manifestieren kann und sich nicht einfach „verwächst“. Fällt bereits im Kleinkindalter eine offene Mundhaltung auf, die in vielen Fällen mit einer Mundatmung einher geht oder diese zumindest im Laufe der Zeit nach sich zieht, sind präventive Maßnahmen aus meiner Sicht angezeigt.

• Ausstreichen des M. orbicularis oris mit den Händen, der Rückseite einer Zahnbürste o. ä..
• Abklopfen der Mund- und Gesichtsmuskulatur mit den Fingern oder der Rückseite einer Zahnbürste o. ä..
• Ausstreichen des Philtrums (wenn dieses verkürzt ist).
• Pustespiele wie z. B. Federn, Kerzen, Watte in Tore (aus-)pusten.
• Pustespiele mit dem Strohhalm: Vogel auf Papier malen, Flügel mit Kleber bestreichen und Federn mit dem Strohhalm auf die Flügel pusten. Eine mögliche Steigerung ist: Federn durch den Strohhalm durch pusten.
• Kräftiges „P“ als Zauberwort, um beim Spiel „Tiere füttern“ Essenteile aus dem Säckchen zu zaubern oder beim Puzzeln Puzzleteile aus einem Säckchen zu zaubern.
• Spatel mit den Lippen halten in Ruhe und später während eines kurzen Bewegungsparcours, der leicht zu bewältigen ist.
• Myotapes/ M. orbicularis oris tapen. Selbstverständlich werden die Lippen nie komplett verschlossen.

Gründe für einen guten Mundschluss im Kleinkindalter

Die Nasennebenhöhlen erfahren ihr größtes Wachstum in der frühen Kindheit und die Okzipital- und Nasenfugen sowie die Gesichtsknochen erfahren ihre Wachstumsimpulse durch Nasenatmung (vgl. Lorkiewicz-Maszynska et al. 2015).

Das in den Nasennebenhöhlen gebildete Stichstoffmonoxid (NO), das in die Lungen transportiert wird, erhöht die Sauerstoffaufnahme in der Lunge um 10-15% (vgl. Lundberg et al. 1996).
Die Impulse auf den Gaumen, die durch einen vorhandenen Mundschluss und eine korrekte Zungenruhelage entstehen, sind wichtig für das Wachstum des Gaumens und somit mitverantwortlich für eine gute Zahnstellung.
Die Nase hat eine Filterfunktion. Sie ist dafür verantwortlich die eingeatmete Luft zu filtern, anzuwärmen und anzufeuchten.

Ferrante und Ferrante haben in ihren Untersuchungen Hinweise gefunden, die eine korrekte Zungenruhelage bzw. die Stimulation der Papilla incisiva und damit des nasopalatalen Nervs mit der Ausschüttung von Hormonen, wie Serotonin und Dopamin in Zusammenhang bringen. Dies lässt auf eine Relevanz des Mundschlusses in Kombination mit einer korrekten Zungenruhelage für die Regulation vermuten.

Folgen offener Mundhaltung

Bei bleibendem inkompletten Lippenschluss besteht ein erhöhtes Risiko für Mundatmung. Fehlende Nasenatmung kann nicht nur Auswirkungen auf das Knochenwachstum im Kopf- und Gesichtsbereich haben, was in der Folge auch zu Kiefer- und Zahnfehlstellung und einem verminderten Wachstum des Mittelgesichts führen kann. Häufig leiden die Kinder vermehrt an Karies.

Es ist darüber hinaus ein Einfluss auf das Weichgewebe möglich, indem beispielsweise durch vergrößerte Tonsillen und Adenoiden und eine niedrige Zungenruhelage die Atemwege verkleinert sind und damit das Risiko für atembezogene Schlafstörungen, wie das Widerstandssyndrom der oberen Atemwege oder obstruktive Schlafapnoe steigt. Aus anhaltenden Schlafproblemen können motorische Unruhe, Tagesmüdigkeit, verringerte Leistungsfähigkeit am Tag und Aufmerksamkeitsprobleme resultieren.

Weitere Auswirkungen von habitueller Mundatmung können vermehrte Infekte sein, die sich auf das Hörvermögen und die Sprachentwicklung auswirken. Dabei kann sowohl die Aussprache als auch der Wortschatz und in der Folge die Grammatik betroffen sein.
Die Folgen können weitreichend sein. Sie sind jedoch immer multifaktoriell, weshalb sich Schwerpunkte in Symptomkomplexen immer individuell zeigen.

Myofunktionelle Therapie mit Kleinkindern

Die Therapie mit Kleinkindern ist sicherlich eine Herausforderung und nicht immer ist eine „geordnetes“ Therapiesetting möglich. Häufig kann es als präventive Maßnahme aber schon ausreichen den Eltern Spielideen und Übungen an die Hand zu geben und mit ihnen gemeinsam zu überlegen, wie sie am besten in den Alltag eingebettet werden können. Ist dies nicht ausreichend, können durch spielerische, stimulierende Übungen weitere therapeutische Maßnahmen durch die/den Logopäd*in eingebracht werden.

 

 

 

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Quellen und Literaturverweise

Ferrante An, Ferrante A. Finger or thumb sucking. New interpretation and therapeutic inplications. Minerva Pediatrica. 2015; 67(4):285-97
Lorkiewicz-Muszynska D, Kociemba W, Rewekant A, et al. Development of the maxillary sinus from birth to age 18. Postnatal growth pattern. Int J Pediatr Otorhinolaryngol. 2015;79(9):1393-1400
Lundberg, J.O.N., Settergren, G., Gelinder, S., Lundberg, J.M., Alving, K. and Weitzberg, E. (1996), Inhalation of nasally derived nitric oxide modulates pulmonary function in humans. Acta Physiologica Scandinavica, 158: 343-347.
D’Onofrio L. Oral dysfunction as a cause of malocclusion. Orthod Craniofac Res. 2019;1–6

Häufig werde ich gefragt, Silke, warum arbeitest du nicht in einer Praxis? Logopäden werden so dringend gesucht. Da hast du “im Takt” gut zu tun und die Patienten kommen zu dir. Du brauchst dir keinen Kopf um einen Businessplan oder eine Kursstruktur machen, musst keine arbeitsintensiven Gründungsjahre aushalten.

Tja, warum ist es eigenlich so wie es ist?

Ich will etwas Verändern! Mit Leidenschaft möchte ich meine Ziele erreichen:

Selbstbestimmtes Lernen von hochwertigen Inhalten zu fairen Preisen!

Als praktisch tätige Logopädin habe ich engagiert Therapien geplant und durchgeführt. Habe sie abwechslungsreich gestaltet, mich mit dem interdisziplinären Team besprochen und Therapieerfolg mit den Patienten erzielt. Das Arbeiten mit Menschen liegt mir, denn ich habe feine Antennen für mein Gegenüber und kann leicht andere zu wunderbaren Leistungen motivieren und Ziele zu erreichen.

Alles beim Alten

Und genau das tue ich auch im Prinzip weiterhin. Als Inhaberin der Akademie memole konnte ich den Frust der Kolleginnen fühlen, wenn sie es mal wieder schwer hatten eine passende Fortbildung zu finden. Sie waren frustriert über die Organisation, die nötig ist, um so ein Wochenende (mit Hin – und Herreise und Übernachtung) mit einer Fortbildung zu planen. Sie taten mir besonders leid, wenn das Seminar dann auch noch abgesagt wurde. Oder, was auch sehr häufig vor kommt, der Seminartermin in so weiter Ferne liegt, dass das Thema schon nicht mehr interessant ist, weil z. B. der Patient mit dem betreffenden Störungsbild gar nicht mehr in Behandlung ist.

Ungebremster Wissensdurst

Ich möchte meinen lieben Kolleginnen und Kollegen der Logopädie unbedingt unterstützen, sich jederzeit auf fachlich hohem Nivea zu informieren. Das Interesse der Therapeuten Neues zu Lernen ist, und das weiß ich aus meinem eigenen logopädischen Bekanntenkreis, unglaublich groß. Niemand fragt und überlegt so viel und recherchiert, was für seinen Patienten das Beste ist, wie Therapeuten.

Wer ist die beste Quelle?

Antworten mit mittelmäßigem Niveau und natürlich besonders Fehlauskünfte und plumpe Rechthaberei in Facebook Foren ärgern mich sehr. Das ist für mich kein geeigneter Austausch unter Kollegen. Denn einer meiner grundlegenden Werte: nämlich Wertschätzung des Gegenübers, kann ich dort häufig nicht finden. Zum anderen kann ich nicht sicher auf die Expertise eines Fremden vertrauen.

Fachleute für memole

Deshalb habe ich für mich und memole den Weg gewählt nur mit ausgewiesenen Fachleuten zusammenzuarbeiten und gemeinsam Kurse zu produzieren. Sie sind meist bereits viele Jahre genau in dem einen Nischenthema aktiv, haben bereits dazu veröffentlicht und sind gefragte Seminardozenten.

Die Organisation

Das Buchen eines Kurses, das ist das erklärte Ziel in der Online-Akademie memole, soll so einfach wie möglich sein. Da das Online-Shopping mittlerweile für viele Gewohnheit ist, haben wir den Bestellprozess auf die wesentlichen Dinge fokussiert. Der Therapeut wählt den Kurs aus, bezahlt und kommt in wenigen Schritten an den Kurs, der in seinem Account (Profil) drei Monate für ihn persönlich bereits steht. Das geht kaum einfacher.

Erreichbarkeit

Die Terminschwierigkeiten bei der Suche nach einem Fortbildungstermin, aber wohl generell die Organisation von Terminen innerhalb einer Familie ist durch die Vielzahl der Angebote und vermeintlichen Verpflichtungen wirklich nicht leicht. Auch dem Trend möchte ich entgegenwirken. Als “Organisationsvorstand eines Familienunternehmens” weiß ich, wie komplex es sein kann, sich ein ganzes Wochenende für eine Fortbildung “zu nehmen”. Mit einem Online-Kurs nutzen Teilnehmer einfach genau die Zeiten, an denen es möglich ist zu lernen. Mal eine halbe Stunde, mal nur 10 Minuten. Ein memole Kurs ist außerdem von allen denkbaren Endgeräten (Smartphones, Tablets, Laptops, Desktop-Rechner) anschaubar. Das macht die Nutzerinnen so flexibel.

Eigenes Lerntempo

Von Kolleginnen habe ich oft genug gehört, das der/die Dozent*in zu schnell im Tempo vorgeprescht ist oder auch lahm Texte aus seinem Skript abgelesen hat. Unmut darüber und einen kleinen Groll über die nicht ganz optimal genutzte Zeit kann ich in so einem Fall gut verstehen. In unseren Kursen kann jeder selbst entscheiden, ob er alle Texte gründlich oder sogar zwei Mal liest, welche Videos er sich anschaut, an welchen Tests er engagiert teilnimmt und ob er das Therapiematerial herunterlädt und es ausprobiert. Doppeltes Durcharbeiten oder Auslassen – beides ist eben in einem Online-Kurs möglich. Ohne den Dozenten zu verärgern.

Abwechslung

Dröge Präsentationen und geleierte Vorträge kann ich persönlich, und wohl auch viele logopädische Kollegen, nicht mehr hören. Lernen darf leicht sein und Spaß machen! Es gibt noch so viel zu entdecken. Mit den hochwertigen Videos, aber auch interaktiven Tests und reichhaltigem Material macht ein Kurs erst richtig Spaß. Das Merken der Inhalte geschieht dann von ganz alleine.

Leidenschaft

Ich bin mit großer Leidenschaft dabei das Lernen für Therapeutinnen und Therapeuten zu erleichtern und zu verbessern. Online-Kurse haben sich schon in so vielen anderen Bereichen als nützlich und praktisch erwiesen. Warum sollen wir Therapeuten da noch hinterher hinken? Ich möchte, dass meine Produkte einen praktischen und unmittelbaren Nutzen für meine Kolleginnen haben und ihre Leben verbessern. Deshalb freue ich mich auch über Verbesserungsvorschläge und arbeite an den nächsten smarten Lösungen.

 

 

Karolin Wagner ist akademische Logopädin, Praxisinhaberin einer chicen Praxis in Jessen (Sachsen-Anhalt) und Referentin für logopädische Themen, insbesondere der “Therapie der Verbzweitstellung”. In dem sympathischen Interview ermutigt sie alle Logopäd*innen die Inputmethode zu erlernen und auszuprobieren.

Praxis für Logopädie von Karolin

 

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“Es ist toll, was ihr macht!

Es ist wertvoll, was ihr tut!”

 

Ariane Willikonsky hat sich Zeit genommen für ein Interview mit mir- mal mit und ohne Bild.

Hier erfährst du, wie sie es geschafft hat ihr Unternehmen aufzubauen und in ihren Lieblingsgebieten zu arbeiten. Schau mal rein!

 

Das Fon Institut von Ariane und ihre Rhetorik Masterclass von der wir im Interview sprechen.

 

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Wir kennen es alle: Gerade als Praxisgründer*in ist jeder Tag viel zu kurz. Wie gestalte ich meine Therapien? Welches Diagnostikmaterial verwende ich für welchen Therapiebereich? Möchte ich mich auf gewisse Patienten*innen spezialisieren und bestimmte Störungsbilder anlocken? Dann kommt auch noch der finanzielle Bereich dazu: Wie werde ich Herr bzw. Frau der (finanziellen) Lage und welche Abrechnungssoftware eignet sich am besten für meine Bedürfnisse? Hinzu kommt die Angst irgendetwas falsch zu machen oder gegen verschiedene Gesetze und Richtlinien zu verstoßen ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein. Das trifft bei uns Heilmittelerbringern*innen vermutlich am ehesten auf den Bereich Werbung zu. Möglicherweise hast du es noch von deiner Ausbildung im Hinterkopf: „Du darfst keine Werbung machen!“ Das stimmt jedoch gar nicht. Du darfst auch als Heilmittelerbringer*in Werbung betreiben, wenn du gewisse Punkte berücksichtigst. Aber was genau gilt es zu berücksichtigen?

Die Basis der Praxiswerbung

Im Bereich der Werbung gelten für dich als Heilmittelerbringer*in in Deutschland grundsätzlich zwei Gesetze. Diese zwei Gesetze sind das HWG, das Heilmittelwerbegesetz, und das UWG, das Bundesgesetz gegen unlauteren Wettbewerb. Beide zielen darauf ab irreführende Werbung zu verhindern und deine Kunden*innen vor falschen bzw. vagen Behauptungen und Aussagen zu schützen. Die beste Hilfe zur Einschätzung, ob deine geplante Werbung nun irreführend ist oder nicht, ist dein eigener gesunder Sachverstand. Frage dich einfach selbst, ob das was du in der Werbung anpreist unter allen Umständen eintrifft oder ob das nur unter den günstigsten Bedingungen möglich ist? Deine Patienten*innen müssen sich auf die Aussage deiner Werbung zu 100% verlassen können.

Hier ein Beispiel, wie du es NICHT machen solltest:
Du möchtest dein Stottern endlich los werden? Dann lass mich dir helfen. Nach 5 Sitzungen gehört dein Stottern der Vergangenheit an.

Diese Werbung wäre definitiv irreführend, da damit versprochen wird, dass deine zukünftigen Patienten*innen nach 5 Sitzungen – komme was wolle – stotterfrei sind. Aus deiner persönlichen Erfahrung weißt du selbst, dass diese Garantie schlichtweg nicht gegeben werden kann und somit auch nicht in der Werbung verwendet werden darf. (§3 Abs. 2 HWG)

Ein weiteres Beispiel der Irreführung ist es, wenn unwahre oder täuschende Angaben gemacht werden. Spezielle Therapiemethoden oder Behandlungsabläufe, welche keiner Aus- oder Weiterbildung zugrunde liegen, dürfen daher nicht für Werbung verwendet werden. Zukünftige Patienten*innen könnten dadurch fälschlicherweise davon ausgehen, dass das dafür nötige Know-How vorhanden ist.

Weise deine Gutachten, Zeugnisse und Empfehlung vor

Wenn du mit deinen Dokumenten werben möchtest, musst du laut §6 HWG nachweisen, dass diese von wissenschaftlich oder fachlich berufenen Personen bzw. Instituten (Akademien) ausgestellt worden sind. Im Laufe deiner Karriere wirst du bereits einige Gutachten, Zeugnisse oder Empfehlungen und Bescheinigungen erhalten haben. Indem du diese vorweist und beweist, dass sie von wissenschaftlich oder fachlich anerkannten Personen oder Instituten ausgestellt wurden, kannst du sie auch für Praxiswerbung nutzen.

Bei Erwähnung solcher Dokumente in Werbetexten gilt es daher alle nötigen Informationen wie Ersteller*in mit Namen und Adresse sowie dem Ausstellungsjahr anzugeben. So können auch deine Patienten*innen sicher sein, dass du das Wissen, welches z.B. durch ein Zertifikat bestätigt wird, auch tatsächlich erworben hast. Du schaffst somit nicht nur Vertrauen, sondern kannst dich auch von deinen Mitbewerbern*innen abheben.

Warum hängst du nicht Fortbildungsbescheingungen und Zertifikate in deiner Praxis aus? Viele Ärzt*innen machen das genau so.

 

Fazit: Praxiswerbung als Heilmittelerbringer*in ist nicht schwer

Wie du siehst, ist Werbung für deine Praxis als Heilmittelerbringer*in nicht so kompliziert, wie es der Keine-Werbung-Mythos erahnen lässt. Das Wichtigste ist: Du darfst Werbung betreiben. Jene Punkte, die du laut Gesetz berücksichtigen musst, kannst du eher als gute Manieren zusammenfassen. In den letzten Jahren hat sich viel getan und auch die Gesetze sind liberaler und leichter anwendbar geworden. Du musst also keine Angst mehr vor dem Betreiben von Praxiswerbung haben. Halte dich im Bereich Praxiswerbung einfach an folgende drei Grundsätze:

  1. Gib nicht vor jemand zu sein, der/die du nicht bist.
  2. Versprich nichts, was du nicht zu 100% halten kannst.
  3. Und beweise dein Wissen und deine Fähigkeiten umgehend.

Wenn du das befolgst, bist du auf einem guten Weg zur gesetzeskonformen Praxiswerbung.

Hier findest du die Gesetzestexte

Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb

Gesetz über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens (Heilmittelwerbegesetz – HWG)

Maria Grohmann ist Logopädin und auch Musiktherapeutin. In ihre Arbeit als Logopädin fließen deshalb häufig musiktherapeutische Elemente ein. Diese bereichern ihre Therapien bei Patienten mit sehr unterschiedlichen Störungsbildern.
Ich habe mich sehr gefreut, dass Maria sich für dieses Interview extra frei genommen hat!

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Ich habe mich sehr gefreut Petra Krätsch-Sievert in einem sympathischen Interview zu ihrem Programm M.U.N.D.T. befragen zu dürfen. Vielleicht willst du mehr über das myofunktionelle Konzept erfahren oder bist bereits Anwender*in?

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Alle Onlinekurse zu Themen für Logopädinnen und Logopäden, Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten findest du hier.

Haben dich die Rhythmen einer Marchingband auch schon mal zum Mitwippen gebracht?

Musik hat einen großen Einfluß auf unser Leben und auf unsere Stimmung. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Ganz egal, ob wir uns als “musikalisch” bezeichnen, oder nicht.

Musik kann Stimmungen beeinflussen.

Sie kann

  • dich zu Höchstleistungen motivieren z.B. beim Sport,
  • dich beruhigen, wenn du traurig bist,
  • dich in Flow versetzen,
  • deine Aufmerksamkeit wecken,
  • dir helfen dich zu konzentrieren,
  • dir helfen deine Gedanken zu “zerstreuen”,
  • in dir eine wohlige Stimmung entfalten,
  • dich zum Mitwippen oder sogar Tanzen stimulieren,
  • deine Schmerzen lindern.

Leider gibt es darüber bisher nur wenig wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse. Und auch in der Musiktherapie und Musikmedizin gibt immer noch keine einheitliche Ausbildungsrichtlinien, noch gibt es Studien zur Evidenz der Behandlung. Dafür wird es höchste Zeit!

Die positiven Effekte der musiktherapeutischen Behandlung ist trotzdem nicht von der Hand zu weisen, wie auch zahlreiche Artikel (auch im Deutschen Ärzteblatt) berichten. In Kürze veröffentlichen wir den Kurs “Musiktherapeutische Elemente in der logopädischen Kindertherapie sinnvoll einsetzen”. Darin lernst du

  1. Wie du Musik zielgerichtet als Kommunikationsmittel und Motivations-Ka­ta­ly­sa­tor einsetzen kannst!
  2. Wie du mit Kindern musizieren kannst, obwohl du meinst, nicht singen zu können!
  3. Welche Lieder sich besonders gut in der Sprachtherapie eignen!

 

Bemerkenswerte Artikel zur Musiktherapie:

aus dem Ärzteblatt

aus der ZEIT

 

Auch als Therapeut*n kannst du deine Therapien mit Musik bereichern. Viele Dinge gehen leichter mit und durch die Musik, warum nicht auch Sprachtherapie. In dem Kurs lernst du die Möglichkeiten von musiktherapeutischen Elementen in der Kindersprachtherapie.