Frühkindliche Reflexe (auch: primitive Reflexe) entstehen vor der Geburt im Mutterleib.
Das Baby trainiert bereits für die Geburt und das Überleben „an Land“.

Insgesamt gibt es über 70 verschiedene frühkindliche Reflexe, die alle ihren Platz in der (früh)kindlichen Entwicklung haben.
Allerdings beschäftigen wir uns in der Regel nur mit einem Bruchteil von ihnen. Schon bei der U1 überprüft der Kinderarzt/die Kinderärztin, ob die frühkindlichen Reflexe vorhanden sind.
Bei einem reif geborenen Baby sollten alle frühkindlichen Reflexe direkt nach der Geburt aktiv sein.

Frühkindliche Reflexe sind – im Gegensatz zu lebenslangen Reflexen (wie der Lidschlussreflex, der Patellarsehnenreflex, usw.) – nur eine gewisse Zeit aktiv. Und sie entwickeln sich: sie erstarken, haben einen Höhepunkt und werden danach in die willkürlichen Bewegungsmuster integriert oder vollständig gehemmt.

Zum Beispiel kommt ein Baby mit einem vollständig entwickelten Greifreflex (Palmar-Reflex) auf die Welt. Vor der Geburt ist dieser Reflex herangereift. Mit den Wahrnehmungs- und Bewegungserfahrungen nach der Geburt wird der Greifreflex langsam in das willkürliche (= absichtsvolle) Greifen integriert, bis der Reflex nicht mehr auslösbar ist.

Jeder frühkindliche Reflex hat zudem eine sogenannte „Waltezeit“ (Bobath), in der er aktiv sein MUSS, um die Entwicklung voranzubringen.

 

Wurde ein frühkindlicher Reflex gehemmt oder integriert, ist er dennoch nicht einfach weg, sondern wurde eher von anderen motorischen Mustern überlagert.
Nach Hirnschädigungen wie Schlaganfall, Hirnblutung, aber auch degenerativen Erkrankungen wie Demenz, Morbus Parkinson, usw. treten die frühkindlichen Reflexe wieder in Erscheinung.
In unserem Alltag arbeiten wir täglich unbewusst daran, dass die frühkindlichen Reflexe integriert/gehemmt bleiben.
Bei Bewegungsmangel (z.B. im Alter) ist es auch möglich, dass frühkindliche Reflexe wieder aktiv werden. Das nennt man dann „Enthemmung“.

Wann werden Reflexe zum Zum Stolperstein?

Zum Stolperstein werden frühkindliche Reflexe, wenn sie nicht zeitgerecht oder nicht vollständig gehemmt oder integriert werden.
Dies kann viele Ursachen haben, die im Nachhinein oft nicht mehr nachvollziehbar sind oder teilweise nicht zu verhindern waren.
In der Schwangerschaft können zum Beispiel Bewegungsmangel (teilweise ärztlich verordnet) oder viel Angst und Stress, Drogen, Alkohol, Medikamente, usw. der Grund sein.
Unter der Geburt spielen dann alle Dinge, die von einer vaginalen Geburt in der vorderen Hinterhauptslage abweichen, eine Rolle: Kaiserschnitt, PDA oder Maßnahmen wie Zange, Saugglocke und das Kristeller-Manöver, Sternengucker, Steißlage, usw.
Auch das lässt sich nicht immer vermeiden und kann medizinisch notwendig sein.

Großen Einfluss haben wir allerdings auf das Handling der Babys und Kleinkinder. Mittels Wippen, Wiegen, Gehfrei und sonstigen Hilfsmitteln können – wenn sie häufig und lange eingesetzt werden – wichtige Meilensteine der Entwicklung verhindert werden (die WHO empfiehlt übrigens, Wippen & Co im 1. Lebensjahr NICHT zu nutzen!).
Den Kindern fehlen dann oft die Bewegungserfahrungen, um die frühkindlichen Reflexe eigenständig zu integrieren/hemmen. Denn eigentlich muss das Kind dabei nicht von außen unterstützt werden – die Bereitung des „Bodens“ (im wahrsten Sinne des Wortes) ist völlig ausreichend.
Auch eine falsch verstandene Förderung, bei der der physiologischen Entwicklung vorausgegriffen wird, kann ebenso Ursache sein.
Das Kind also hinzusetzen oder hinzustellen, obwohl es diesen Entwicklungsschritt noch nicht von alleine erworben hat, fördert eher pathologische Muster und Kompensationsmechanismen und lässt die frühkindlichen Reflexe aktiv bleiben.

Was sind persistierende frühkindliche Reflexe?

Frühkindliche Reflexe, die über ihren Zeitraum hinaus aktiv sind, nennt man „persistierende frühkindliche Reflexe“ oder auch „Restreaktionen frühkindlicher Bewegungsmuster“.
Diese wirken sich dann negativ auf die motorische Entwicklung, das Verhalten, die willkürliche Interaktion mit der Umwelt, die sensorischen Integration, die Wahrnehmung, die Kognition, das Ausdrucksvermögens und das Lernen aus.
Zusammengefasst spricht man dann von einer „neuromotorischen Unreife“.

Leider werden die meisten Kinder erst im Grundschulalter auffällig, denn die meisten Kinderärzte überprüfen nur im 1. Lebensjahr, ob die frühkindlichen Reflexe aktiv sind und nicht, ob sie auch zeitgerecht wieder verschwinden.

Die persistierenden frühkindlichen Reflexe können nachträglich integriert und gehemmt werden.
Je früher, desto besser!

Literatur*

Greifen und BeGreifen“ – Sally Goddard Blythe
Neuromotorische Schulreife“ – Sally Goddard Blythe
Flügel und Wurzeln“ – Dorothea Beigel
Bewegungen, die heilen“ – Dr. Harald Blomberg
Angeborene Fremdreflexe“ – Robby Sacher
Entdeckungsgeschichte frühkindlicher Reflexe“ – Claudia Kotter
Neuromotorische Unreife bei Kindern und Erwachsenen“ – Sally Goddard Blythe

 

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Über mich

Mein Name ist Lisa Brandl-Sommerfeld und ich bin Logopädin und Legasthenie-Trainerin (EÖDL) von Beruf.
Ich arbeite an einer Schule für geistige Entwicklung.
Mit den frühkindlichen Reflexen beschäftige ich mich schon seit über 10 Jahren.
Wer mehr über das Thema wissen möchte, findet mich auf logosaurus.de und bei Instagram unter @der_logosaurus.

Gastbeitrag von LogoLeon

Mit der LogoLeon-Produktwelt zeigen wir euch Eltern, wie wichtig der Mund für die natürliche Entwicklung eurer Kinder ist und wie sie ihn spielerisch erforschen können.

 

Vielleicht werdet ihr als Fachpersonal von (werdenden) Eltern angesprochen und nach „dem perfekten“ Schnuller gefragt. Leider lässt sich aber immer häufiger erkennen, dass Eltern den Weg über Social Media gehen, um sich zu informieren, anstelle direkt an Fachpersonal heranzutreten.

Uns ist bewusst, dass es viele Fragen gibt: Welches Modell ist das richtige? Wie schädlich ist der Schnuller wirklich? Wie ist das mit der Abgewöhnung?
Doch wer ist denn nun der/die richtige Ansprechpartner*in, wenn es um das Thema Schnuller geht?

Wir sind Kiki, Lisa & Catja, drei Logopädinnen mit einer Mission: Wir möchten, dass sich Eltern mit dem Thema Schnuller auseinandersetzen und den gewissenhaften Einsatz und Gebrauch hinterfragen. So können sie für ihre Familie individuell entscheiden, ob, wann und wie lange ein Schnuller eingesetzt werden kann.

Welcher ist denn nun der „perfekte“ Schnuller? Diese Frage können und wollen wir nicht beantworten, denn diesen gibt es für uns nicht!

Wir bei LogoLeon halten uns an den WHO-Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatznahrung, Flaschen und Schnullern. Demnach dürften wir auch keine Marke und kein Modell empfehlen.
In unserem Schnuller-Leitfaden erklären wir, wie aus logopädischer Sicht ein guter Schnuller aussieht. Falls sich also doch für einen Schnuller als Regulationsstrategie entschieden wird, liefern wir eine Schnuller- Checkliste in dem Leitfaden, die Orientierung bietet.

Gerade Neugeborene haben zu Beginn ihres Lebens viele Aufgaben zu bewältigen. Lebensnotwendige Körperfunktionen wie Atmung, Kreislauf, Körpertemperatur und Verdauung müssen nun selbst reguliert und stabilisiert werden.
Beim Erlernen der Selbstregulierung können Eltern ihre Schützlinge unterstützen, indem sie sie unter anderem tragen, ihnen viel Nähe und Sicherheit geben. Leider erhält nicht jede Familie Unterstützung von Therapeut*innen, Hebammen, Stillberater*innen oder anderen Familienangehörigen. Mit unseren Produkten möchten wir alle Familien abholen, sie unterstützen und über die natürliche Entwicklung ihrer Kinder informieren.
Das Saugen beruhigt das Kind doch nicht immer kann die Brust sofort zur Verfügung stehen oder ist schon wund. Dann kann ein Schnuller definitiv eine Hilfe sein.

Und schon kommen wir zu einer häufig gestellten Frage: Braucht ein Baby einen Schnuller? Grundsätzlich kann man sagen, dass ein voll gestilltes Kind keinen Schnuller braucht. Der Schnuller ersetzt auch nicht das Stillen und muss dementsprechend nicht „brustähnlich“ geformt sein. Allerdings gibt es Gründe, warum Eltern zu einem Schnuller greifen.

Wichtig ist hierbei, dass der Schnuller immer mit Bedacht eingesetzt werden soll! Quasi wie ein Medikament: Erst, wenn nichts anderes mehr hilft (das Kind also keinen Hunger mehr hat und sich auch nicht anders beruhigen lässt), kann der Schnuller eingesetzt werden. Und dann soll die „Medizin“ auch nicht endlos gegeben werden! Wenn ein Kind keinen Schnuller nehmen möchte, ist das in Ordnung! Dieser ist lediglich ein HILFSMITTEL und sollte bitte nicht aufgezwungen werden.

 

Wir befassen uns seit einiger Zeit mit diesem Thema, recherchieren viel und holen uns Informationen von Institutionen, Firmen und von vielen Familien. Uns ist aufgefallen, dass viele Firmen, an Mitarbeiter*innen ein Willkommenspaket zur Geburt des Kindes verschicken, und immer enthalten ist: ein Schnuller! Wir fragen uns: Wieso?

Die Werbung hat uns ganz gut im Griff. In unserer Gesellschaft haben wir uns an das Bild „Kind mit Schnuller“ gewöhnt. Doch, was geben wir Eltern in Therapien mit: Kinder beobachten, ihnen zur Seite stehen, Nähe und Sicherheit bieten. In allen Situationen. Daraus ist unsere Mission entstanden: Wir wollen für Eltern da sein, sie begleiten, dass sie wieder auf ihr Bauchgefühl hören und auf die eigenen Bedürfnisse und die des Kindes eingehen.

Wie immer gilt: Alles in Maßen und mit Bedacht einsetzen!

Wie sieht der richtige Umgang mit dem Schnuller aus? Wieso ist das Verwenden des Schnullers schlecht für die Kieferentwicklung? Und wie schaffen wir als Familie es, wenn wir uns für einen Schnuller entschieden haben, diesen wieder abzugewöhnen? Fragen über Fragen, rund um die Welt der Schnuller, die auch ihr bestimmt häufig hört. Doch nicht immer fallen einem in dem Moment passende Ratschläge oder Hinweise ein. Möglicherweise ist es nicht das eigene Fachgebiet, etc.
All diese wichtigen Themen und noch viele Weitere greifen wir in unserem Schnuller- Leitfaden auf. Diesen wird es als online Version für Privatpersonen zum downloaden und als Printformat in Paketen für Einrichtungen geben.

 

Was für Produkte bietet LogoLeon an?

Mit unseren Produkten wollen wir Kindern eine Möglichkeit bieten, ihren Körper von klein auf wahrzunehmen und ihn spielerisch und wertschätzend kennen zu lernen, (um für sich selbst einzustehen.) Wir wollen Fachpersonal auf Augenhöhe begegnen, uns mit ihnen austauschen und sie auf wichtige, oft unterschätzte Themen in der Kinderentwicklung aufmerksam machen. Unsere Produkte sollen sie inspirieren, um die Arbeit mit Kindern und Eltern wirkungsvoll zu gestalten.
Mehr aus der Produktwelt gibt es auf logoleon.de zu entdecken.

Gemeinsam können wir es schaffen, dass jedes Kind die Möglichkeit hat, zufrieden groß zu werden und sich natürlich zu entwickeln, sodass es auch als erwachsener Mensch seinen Körper kennt und sich um ihn kümmern kann. Dafür braucht es uns Erwachsene, das eine Kind mehr, das andere weniger. Teilweise Fachpersonal, wie Therapeut*innen, aber in jedem Fall ihre eigenen Experten: Die Eltern.

 

Zu dem neuen Schnullerleitfaden geht es hier.

Gastautorin Michaela Dreißig ist akademische Sprachtherapeutin (M.A.) & Still- und Laktationsberaterin IBCLC. Sie ist angestellt in einer logopädischen Praxis in Geretsried und Wolfratshausen und behandelt dort u. a. orofaziale Dysfunktionen sowie Schluck- und Fütterstörungen in allen Altersklassen. Darüber hinaus begleitet sie in ihrer Familienbegleitung Räuberling junge Familien rund um die Themen Stillen, Beikost, Schlafen und Tragen. Ein besonderes Herzensthema sind die oralen Restriktionen. Ihre Leidenschaft sind True-Crime-Podcasts und Yoga.

 

Als Therapeut*innen stehen wir häufig vor der Herausforderungen, dass kleine Kinder einen fehlenden Mundschluss haben. „Kleine Kinder“ meint in diesem Fall den Altersbereich von 1 bis 3 Jahren. Ich zeige dir hier ein paar erprobte Praxistipps, mit denen du den Mundschluss leicht und nachhaltig stimulieren kannst.

Was kannst du tun?

Inkompletter Mundschluss im Kleinkindalter

Häufig begegnet uns in der Praxis folgende Behauptung: „Ist es überhaupt schlimm, wenn bei Säuglingen und dann bei Kleinkindern der Lippenschluss inkomplett ist? Konkret myofunktionelle Übungen mit Kleinkindern durchzuführen, das geht doch gar nicht.“

Wir wissen aus unterschiedlichen Studien (bspw. Grabowski & Stahl, 2008), dass ein habitueller Mundschluss sich nach dem Zahnwechsel manifestieren kann und sich nicht einfach „verwächst“. Fällt bereits im Kleinkindalter eine offene Mundhaltung auf, die in vielen Fällen mit einer Mundatmung einher geht oder diese zumindest im Laufe der Zeit nach sich zieht, sind präventive Maßnahmen aus meiner Sicht angezeigt.

• Ausstreichen des M. orbicularis oris mit den Händen, der Rückseite einer Zahnbürste o. ä..
• Abklopfen der Mund- und Gesichtsmuskulatur mit den Fingern oder der Rückseite einer Zahnbürste o. ä..
• Ausstreichen des Philtrums (wenn dieses verkürzt ist).
• Pustespiele wie z. B. Federn, Kerzen, Watte in Tore (aus-)pusten.
• Pustespiele mit dem Strohhalm: Vogel auf Papier malen, Flügel mit Kleber bestreichen und Federn mit dem Strohhalm auf die Flügel pusten. Eine mögliche Steigerung ist: Federn durch den Strohhalm durch pusten.
• Kräftiges „P“ als Zauberwort, um beim Spiel „Tiere füttern“ Essenteile aus dem Säckchen zu zaubern oder beim Puzzeln Puzzleteile aus einem Säckchen zu zaubern.
• Spatel mit den Lippen halten in Ruhe und später während eines kurzen Bewegungsparcours, der leicht zu bewältigen ist.
• Myotapes/ M. orbicularis oris tapen. Selbstverständlich werden die Lippen nie komplett verschlossen.

Gründe für einen guten Mundschluss im Kleinkindalter

Die Nasennebenhöhlen erfahren ihr größtes Wachstum in der frühen Kindheit und die Okzipital- und Nasenfugen sowie die Gesichtsknochen erfahren ihre Wachstumsimpulse durch Nasenatmung (vgl. Lorkiewicz-Maszynska et al. 2015).

Das in den Nasennebenhöhlen gebildete Stichstoffmonoxid (NO), das in die Lungen transportiert wird, erhöht die Sauerstoffaufnahme in der Lunge um 10-15% (vgl. Lundberg et al. 1996).
Die Impulse auf den Gaumen, die durch einen vorhandenen Mundschluss und eine korrekte Zungenruhelage entstehen, sind wichtig für das Wachstum des Gaumens und somit mitverantwortlich für eine gute Zahnstellung.
Die Nase hat eine Filterfunktion. Sie ist dafür verantwortlich die eingeatmete Luft zu filtern, anzuwärmen und anzufeuchten.

Ferrante und Ferrante haben in ihren Untersuchungen Hinweise gefunden, die eine korrekte Zungenruhelage bzw. die Stimulation der Papilla incisiva und damit des nasopalatalen Nervs mit der Ausschüttung von Hormonen, wie Serotonin und Dopamin in Zusammenhang bringen. Dies lässt auf eine Relevanz des Mundschlusses in Kombination mit einer korrekten Zungenruhelage für die Regulation vermuten.

Folgen offener Mundhaltung

Bei bleibendem inkompletten Lippenschluss besteht ein erhöhtes Risiko für Mundatmung. Fehlende Nasenatmung kann nicht nur Auswirkungen auf das Knochenwachstum im Kopf- und Gesichtsbereich haben, was in der Folge auch zu Kiefer- und Zahnfehlstellung und einem verminderten Wachstum des Mittelgesichts führen kann. Häufig leiden die Kinder vermehrt an Karies.

Es ist darüber hinaus ein Einfluss auf das Weichgewebe möglich, indem beispielsweise durch vergrößerte Tonsillen und Adenoiden und eine niedrige Zungenruhelage die Atemwege verkleinert sind und damit das Risiko für atembezogene Schlafstörungen, wie das Widerstandssyndrom der oberen Atemwege oder obstruktive Schlafapnoe steigt. Aus anhaltenden Schlafproblemen können motorische Unruhe, Tagesmüdigkeit, verringerte Leistungsfähigkeit am Tag und Aufmerksamkeitsprobleme resultieren.

Weitere Auswirkungen von habitueller Mundatmung können vermehrte Infekte sein, die sich auf das Hörvermögen und die Sprachentwicklung auswirken. Dabei kann sowohl die Aussprache als auch der Wortschatz und in der Folge die Grammatik betroffen sein.
Die Folgen können weitreichend sein. Sie sind jedoch immer multifaktoriell, weshalb sich Schwerpunkte in Symptomkomplexen immer individuell zeigen.

Myofunktionelle Therapie mit Kleinkindern

Die Therapie mit Kleinkindern ist sicherlich eine Herausforderung und nicht immer ist eine „geordnetes“ Therapiesetting möglich. Häufig kann es als präventive Maßnahme aber schon ausreichen den Eltern Spielideen und Übungen an die Hand zu geben und mit ihnen gemeinsam zu überlegen, wie sie am besten in den Alltag eingebettet werden können. Ist dies nicht ausreichend, können durch spielerische, stimulierende Übungen weitere therapeutische Maßnahmen durch die/den Logopäd*in eingebracht werden.

 

 

 

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Quellen und Literaturverweise

Ferrante An, Ferrante A. Finger or thumb sucking. New interpretation and therapeutic inplications. Minerva Pediatrica. 2015; 67(4):285-97
Lorkiewicz-Muszynska D, Kociemba W, Rewekant A, et al. Development of the maxillary sinus from birth to age 18. Postnatal growth pattern. Int J Pediatr Otorhinolaryngol. 2015;79(9):1393-1400
Lundberg, J.O.N., Settergren, G., Gelinder, S., Lundberg, J.M., Alving, K. and Weitzberg, E. (1996), Inhalation of nasally derived nitric oxide modulates pulmonary function in humans. Acta Physiologica Scandinavica, 158: 343-347.
D’Onofrio L. Oral dysfunction as a cause of malocclusion. Orthod Craniofac Res. 2019;1–6

Birthe Ahrens ist Diplom-Pädagogin, Tomatis® Professional sowie Leiterin eines Tomatis® Zentrums in Köln und Dozentin eines memole Onlinekurses. 

Sie lebt im Rheinland am Rande von Köln und ist in ihrer Freizeit viel mit ihren beiden Hunden und ihrem Pflegepferd in der schönen Natur der Villewälder südlich von Köln unterwegs. Außerdem verbringt sie viel Zeit in ihrer zweiten Herzensheimat am Tegernsee.

 

 Bei der Tomatis Methode handelt es sich um eine Pädagogik des Zuhörens. Damit meinen wir die Fähigkeit, das Ohr aufmerksam zu verwenden, um zu lernen und zu kommunizieren und zwar auf eine Weise, die nicht emotional störend ist. Zuhören ist im Gegensatz zu Hören aktiv gemeint. Der Mensch „will hören“.

Diese Bereitschaft definieren wir auf 2 Ebenen

Auf der emotionalen Ebene geht es um die Fähigkeit, die Botschaft wirklich zu akzeptieren, also die eingehende Nachricht selbst gut regulieren zu können. Oft hat der Mensch sich einen Vorhang zugelegt, der ihn vor dem Eindringen der Botschaften seiner Umgebung schützt. Das ist eine natürliche Schutzfunktion des Gehirns, jedoch kann es auch zu vielen Problemen führen, wenn sich dieser Vorhang verdichtet und verfestigt hat. Dann fühlt der Mensch sich von seiner Außenwelt immer mehr abgeschnitten. Kommunikations- und Lernprozesse sind schwierig.

Auf der kognitiven Ebene geht es um die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit bewusst auf eine Botschaft zu lenken, um sie zu verarbeiten und zu integrieren. Das ist für Lern- und Entwicklungsprozesse besonders wichtig.

 

Den Vorhang öffnen

Wir begleiten die Menschen mit der Tomatis®-Methode dabei, ganz sanft und langsam in einen größeren Zustand der Bereitschaft zu kommen, also den Vorhang wieder zu öffnen. Unsere Technik bereitet den Menschen auf das Ankommen der Botschaft auf sanfte Weise vor. Mit der häufigen Wiederholung kann der Mensch sich immer besser auf hereinkommende Botschaften einlassen, ohne dass er mit deren emotionalen Regulierung belastet ist. Die Hemisphären können ihren jeweiligen Spezifikationen leichter nachgehen, Entwicklung und Lernprozesse erfordern weniger Aufwand. Energie, die vorher in der Regulierung verloren ging, kann wieder anders genutzt werden. Der Mensch fühlt sich insgesamt wohler.

 

Ausbildung und Vision

Nachdem ich mit Anfang 20 kurz in die Immobilienwirtschaft herein geschnuppert habe, um zu merken, dass dies nicht mein Weg ist, habe ich mein Studium der Erziehungswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel begonnen. Heute bin ich dankbar für meine kaufmännische Grundausbildung, denn als Unternehmerin konnte ich dadurch so manche Hürde schneller und leichter nehmen, als es wohl ohne diese kaufmännischen Fähigkeiten der Fall gewesen wäre.

Meine Entscheidung für das Pädagogikstudium entsprang aus dem tiefen Wunsch, mit Kindern zu arbeiten und sie in der Entfaltung ihrer ganz individuellen Persönlichkeit, basierend auf ihrem ebenso einzigartigen Lebensbeginn zu unterstützen. Wertvolle Erkenntnisse aus meinem Studium über kindliche Entwicklung sind etwa, wie wunderbar eine gesunde kindliche Entwicklung aus sich selbst heraus erfolgen kann, wenn die Bedingungen der Umgebung dafür förderlich sind. Und dass manchmal weniger Anleitung mehr ist, damit sich das Kind individuell und frei entfalten kann. Und dass jedes Kind sich in seinem ganz eigenen Tempo und Rhythmus und nach seinen Prioritäten entwickelt. Die Bedeutung der ersten Bindungsbeziehungen im Leben eines jeden kleinen Menschen habe ich zum Thema meiner Diplomarbeit gemacht und lerne bis heute nie aus über die große Bedeutung der prä-, peri- und postnatalen Bindungserfahrungen für die lebenslange Entwicklung eines Menschen. Von der Tomatis Methode wusste ich damals noch genauso wenig, wie davon, dass genau dieses Wissen für mich und meine tägliche Arbeit einmal so wichtig werden würde.

 

Viele kleine Schritte

Nach meinem Studium eröffnete ich zusammen mit Weggefährten eine kleine Kita in Düsseldorf mit der Vision, dort mein pädagogisches Konzept vom liebevoll begleitetem Wachsenlassen umzusetzen. Dies gelang uns auch gut, jedoch spürte ich, dass mein Weg noch in eine etwas andere Richtung weiter gehen will. Ich entdeckte die Tomatis Methode und probierte sie selbst aus. Absolut fasziniert von dem, was sich mir zeigte und was mir an Erfahrungen berichtet wurde, begann ich die Ausbildung zum Tomatis Professional. Ich sammelte mit der Zeit immer mehr Erfahrungen mit Kindern im Alter von wenigen Monaten bis hin zu Jugendlichen und Erwachsenen im Alter von über 60 Jahren. Und wie es der Zufall so will, gehören nun meine Lieblingsthemen aus dem Studium – die Beobachtung von kindlicher Entwicklung in ihrem ganz eigenem Rhythmus und ihre primären Beziehungserfahrungen fest zu meinem beruflichen Alltag.

 

Jeder hat sein eigenes Tempo

Die Selbständigkeit zeigte sich zwar schon recht früh als für mich passendes Arbeits- und Lebensmodell, jedoch war es in der ersten Zeit eine große Herausforderung, zumal ich alles auf eine Karte gesetzt habe mit einem einzigen Standbein: meinem eigenen Tomatis Institut. Ich habe den Zweifeln nie nachgegeben, sondern weiter gemacht und darauf vertraut, dass auch schlechte Monate vorbei gehen. Mein Gefühl hat mir immer gesagt, dass dies meine Aufgabe hier ist. Nun kann ich sagen, dass mein Durchhalten sich wirklich gelohnt hat. Für all die kleinen und großen Menschen, die ich auf ihrem Weg zu sich selbst und zu ihrem Potenzial begleiten darf… und für mich selbst, die ich in jedem einzelnen Prozess so viel Wertvolles lernen darf. Heute bin ich sehr dankbar, ganz in meinem individuellen Rhythmus einer Arbeit nachgehen zu können, die ich liebe und die den Menschen hilft, so viel in sich selbst zu entdecken und zum Vorschein zu bringen, was hier noch sanft schlummert. Wie der Begründer unserer Methode Alfred Tomatis es schon sagte: „Wir behandeln Kinder nicht, wir wecken sie auf!“

 

Herausforderungen und Wachstumsmöglichkeiten

In 2020 zeigte sich, dass meine Erfahrungen aus den Vorjahren mit dem begleiteten Zuhause-Hören meiner Klienten sich auszahlten. Per Video-Call oder Telefon konnte ich meine Klienten, die meine Technik nach Hause bekamen, bestmöglich begleiten und ihnen auch in Krisenzeiten ein individuelles Hörerlebnis mit wunderschönen Ergebnissen ermöglichen.

Neu entwickelt habe ich im letzten Jahr meinen monatlichen Online-Infoabend, bei dem wir uns in einem Video-Raum treffen, ich einen kleinen fachlichen Einblick zu wechselnden Themen gebe und dann noch Zeit für Fragen und Austausch ist. Diese kleinen gemütlichen Runden machen mir viel Spaß!

 

Weitere Informationen und Qualifizierung

Der Online-Kurs bei memole gibt dir einen fundierten und runden Überblick über die Tomatis® Methode, ihre Besonderheiten, die Technik, wissenschaftliche Erkenntnisse u.v.m.

Willst du dich zu einzelnen Fachthemen oder zum genauen Ablauf weiter informieren, komme gerne zu meinem monatlichen kostenlosen Online-Infoabend. Termine findest du auf www.birthe-ahrens.de.

Die ganze Qualifikation kann man dann bei Tomatis Développement S.A. machen. Das geht seit 2020 auch online und in verschiedenen Sprachen. Weitere Informationen sowie eine Landkarte mit allen Professionals in deiner Nähe findest du auf www.tomatis.de

Zuletzt empfehle ich dir mein liebstes Buch zum Einstieg in diese und andere tolle Methoden im Jahr 2015 geschrieben vom amerikanischen Psychiater Norman Doigde. Es heißt „Wie das Gehirn heilt. Neueste Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften.“ 

Im Gastartikel von Stefanie Delz berichtet die erfahrene Logopädin über eine der vielen berührenden Momente, in denen Tiere eine “kommunikative Schlüsselrolle” spielen.

Stefanie Delz ist Logopädin, NF!T & MST Therapeutin und Therapeutin für tiergestützte Therapie. Sie lebt mit ihrer 2013 ausgebildeten Therapiebegleithündin Mara: eine intelligente Pudeldame, in der Nähe von Wismar. Aktuell arbeitet Stefanie im Sozialpädiatrischen Zentrum der Uniklinik Rostock. Sie engagiert sich im Netzwerk Unterstützte Kommunikation Mecklenburg-Vorpommern und im Dysphagie Netzwerk Nord. Stefanie ist trotz zahlreicher Fortbildungen immer bereit Neues zu lernen.

 

Wofür steht die Abkürzung SPZ?

Die Abkürzung steht für Sozialpädiatrisches Zentrum/Sozialpädiatrische Zentren.
Diese Zentren sind nach § 119 SGB V eine Sonderform der interdisziplinären ambulanten Krankenbehandlung.
Sie arbeiten ergänzend zu den Praxen von Kinderärzten, Therapeuten und Frühförderstellen. Zurzeit gibt es bundesweit 146 Zentren.

Anfang des 19. Jahrhunderts erkannten Kinderärzte, dass viele Krankheiten und Entwicklungsstörungen auch durch soziale Probleme verursacht oder verstärkt wurden. 1920 gründete sich die „ Deutsche Vereinigung für Säuglings- und Kleinkinderschutz“. Etwa die Hälfte der damals tätigen Kinderärzte war jüdisch. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten änderte sich die Kinderärztliche Versorgung in Deutschland erheblich.

 

Die oben genannte Vereinigung wurde dann 1948 wiedergegründet und im Verlauf umbenannt in „Deutsche Vereinigung für Gesundheitsfürsorge des Kindesalter“.
Anfang der 1960er Jahre entstand am Münchener Universitätsklinikum eine selbständige „Abteilung für Prohylaktische Pädiatrie“. 1966 wurde die „ Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin“ DGSPJ e.V. als Nachfolgerin der Deutschen Vereinigung für die Gesundheitsfürsorge im Kindesalter gegründet . Das Publikationsorgan ist die Zeitschrift „ Kinderärztliche Praxis – Soziale Pädiatrie und Jugendmedizin“.

1968 wurde dann das erste Sozialpädiatrische Zentrum in München als Einrichtung zur interdisziplinären Behandlung von Kindern jeglichen Alters mit Entwicklungsauffälligkeuten gegründet.

Sozialpädiatrie ist also keine weitere Spezialdisziplin der Kinder- und Jugendmedizin. Es ist der Gedanke, über ärztlich- medizinisches Handeln hinaus, dass die verschiedenen Fachgebiete zusammen arbeiten.

Was macht ein SPZ?

Als spezialisierte, medizinische Einrichtung führen SPZ´s Untersuchungen und Behandlungen von Kleinkindern, Kindern und Jugendlichen, also von 0 bis 18 Jahren, durch. Bei Ihnen liegt eine vermutete oder bereits bestätigte Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen und seelischen Entwicklung vor. Nicht nur die
betroffene

Betroffenen Kinder sind im Fokus der Behandlung, die Versorgung erfolgt immer unter Betrachtung des familiären und außerfamiliären Umfeldes. Hierzu gehören z.B. auch Beratung und Anleitung.
Chronisch Kranke und körperlich, geistig oder seelisch behinderte Kinder sollen sich in Richtung von mehr Normalität und Teilhabe entwickeln können. Ziel ist es, dass die Kinder einen möglichst eigenständigen Weg, ihrer Persönlichkeit entsprechend, gehen können.

Die Rahmenbedingungen sind durch die Bundesarbeitsgemeinschaft Sozialpädiatrischer Zentren (BAG SPZ) beschrieben und im „ Alltöttinger Papier“ formuliert.

 

Wer arbeitet im SPZ?

Die Leitung erfolgt durch spezialisierte Kinder – und Jugendmediziner.
Weitere Fachbereiche sind Psychologie, Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie, Heil- und Sozialpädagogen. Unterstützt werden diese durch Mitarbeiter der Kinderkrankenpflege und MTA ´s.
Medizinisch Technische Assistenten (MTAs).

Wer übernimmt die Beauftragung und die Kosten für die Behandlung?

Die Behandlung muss vom einen niedergelassenen Arzt verordnet werden, die Inanspruchnahme ist für gesetzlich Versicherte kostenlos.

Was ist das Besondere?

Die verschiedenen Berufsgruppen arbeiten eng im Team zusammen und sprechen sich bei der Diagnostik und Behandlung ab und koordinieren diese. Neben der medizinischen Herangehensweise wird die Familie und das Umfeld mit berücksichtigt. Familiäre Belastungen oder Stressfaktoren können Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder haben. Die Kinder werden über ihre gesamte Kindheit bis ins Jugendalter betreut.
Ein SPZ versucht als Schnittstelle/ Bindeglied mit anderen ärztlichen, therapeutischen und sozialen Einrichtungen zusammenzuarbeiten die sich mit dem Kind beschäftigen. Dies können Frühförderstellen, Kindergärten, Schule, niedergelassene Therapeuten, Rehakliniken oder auch mal das Jugendamt sein. Dafür reden wir mit den Familien, mit dem Kind und miteinander. So wird versucht, Fachwissen, im Interesse der Kinder, zu bündeln. Nicht nur Defizite und Schwierigkeiten sondern auch Stärken werden gesehen.

Wie ist der Ablauf im SPZ?

Alle in einem SPZ vorgestellten Kinder und Jugendlichen werden zunächst ärztlich oder psychologisch vorgestellt. Dabei wird der Vorstellungsanlass geklärt, Fragen und Sorgen besprochen. Auch der bisherige Entwicklungsweg wird angeschaut. Im Verlauf erfolgen weitere Untersuchungen je nach Fragestellung. Am Ende des diagnostischen Prozesses werden Empfehlungen ausgesprochen z.B. zu Therapien, Medikamenten, Hilfsmittelversorgungen und ggf. Rehabilitation. Dazu können auch Entscheidungen über die Wahl des Kindergartens oder der Schule gehören. Bei Bedarf werden Möglichkeiten der Unterstützung durch das Jugendamt oder Versorgungsleistungen geklärt.
Je nach Ergebnis der Eingangsdiagnostik können Beratungen oder Termine zur Verlaufsdiagnostik vereinbart werden.
Bei Bedarf werden Familien über einen längeren Zeitraum begleitet.

Um die Arbeit des SPZs mit den Krankenkassen abrechnen zu können benötigt man einen Überweisungsschein. Alle Leistungen der verschiedenen Mitarbeiter sind damit gedeckt. Es können dann auch Heil- und Hilfsmittel oder Medikamente verordnet werden.

Judith Hopf ist Sport- und Ergotherapeutin und arbeitet in Essen in einer Praxis mit dem Schwerpunkt Pädiatrie und Psychiatrie . Im memole Interview erzählt sie auf welchen Umwegen sie zur Ergotherapie kam und was sie bei MIT HERZ & HOPF 2021 vorhat.

Ihre Links

Du erreichst sie für Fragen hier

Mail: info@herz-hopf.de
Instagram: @mit_herz_und_hopf

 

Schau dir hier das Interview mit Judith an.

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Im Gastartikel von Stefanie Delz berichtet die erfahrene Logopädin über eine der vielen berührenden Momente, in denen Tiere eine “kommunikative Schlüsselrolle” spielen.

Stefanie Delz ist Logopädin, NF!T & MST Therapeutin und Therapeutin für tiergestützte Therapie. Sie lebt mit ihrer 2013 ausgebildeten Therapiebegleithündin Mara: eine intelligente Pudeldame, in der Nähe von Wismar. Aktuell arbeitet Stefanie im Sozialpädiatrischen Zentrum der Uniklinik Rostock. Sie engagiert sich im Netzwerk Unterstützte Kommunikation Mecklenburg-Vorpommern und im Dysphagie Netzwerk Nord. Stefanie ist trotz zahlreicher Fortbildungen immer bereit Neues zu lernen.

Kann ein Pudel sprechen?

Nein, nicht so wie wir es kennen. Selbst ein nicht ausgebildeter Hund kann eine große Resonanz bei eingeschränkten Menschen hervorrufen. Als ich mit meiner jungen Pudel Hündin die Ausbildung zur tiergestützten Therapie begonnen hatte, durfte Sie mich bereits begleiten. Wir waren in einer geriatrischen Einrichtung (Alten- und Pflegeheim). Dort sprach mich eine Mitarbeiterin an, ob ich mir mal Ihren Vater ansehen könnte. Sie war sehr besorgt um Ihn, denn er war erst seit kurzem dort und sprach mit niemanden. Auch die Tochter fand keinen Kontakt mehr zu ihm und war sehr traurig.

Ein hoffnungsloser Fall

Also ging ich zu ihm. Er lag im Bett und auch ich konnte ihn nicht „erreichen“. Weder durch das Suchen des Blickkontaktes, durch Ansprache und Singen noch durch vorsichtigen Körperkontakt. Es war als wäre er in seiner eigenen Welt „gefangen“. Ich versprach der Tochter noch einmal wiederzukommen. Dann brachte ich Mara mit.

Mara nimmt Kontakt auf

Hr. M. saß an der Bettkante und starrte reglos auf das Frühstückstablett vor ihm. Ich setzte mich zu ihm und begrüßte ihn. Wie erwartet erhielt ich keine Reaktion. Nach einiger Zeit realisierte er die Anwesenheit des Hundes. Er streichelte schweigend den Kopf von Mara. Ihr weiches, lockiges Fell zauberte ihm ein Lächeln ins Gesicht. Dann sah ich, wie sein Blick das unberührte Marmeladenbrot fixierte. Nun gab es zwei Möglichkeiten. Er würde beginnen zu frühstücken oder, was ich ahnte, dem Hund das Marmeladenbrot geben. Ich sprach ihn an, und sagte, dass das Marmeladenbrot gut für ihn, aber nicht für den Hund sei. Darauf hin schaute der Herr mich das erste Mal wirklich an. Ich sagte, das es etwas geben würde bei seinen Frühstückssachen das sich besser eignen würde. Darauf suchte er das Tablett ab und sein Blick blieb an einer Banane hängen. Ich bestätigte ihm, dass dies in Ordnung wäre. Er nahm die Banane, schälte Sie eigenständig und brach für den Hund ein Stückchen ab. Mara nahm dies brav und vorsichtig an. Für mich eigentlich unerwartet, denn mein Hund mag Bananen sonst nicht. Aber alle schienen zufrieden. Nach einer Weile verabschiedeten wir uns von Hr. M. und ich berichtete der Tochter von dem positiven Treffen. Sie freute sich darüber und bat mich wiederzukommen. Ergebnis offen sagte ich zu. In der darauffolgenden Woche berichtete die Tochter mir, das ihr Vater friedlich verstorben war.

Warum tiergestützten Therapie deine Therapieergebnisse verbessert

Dieses Erlebnis bestätigte meine Entscheidung zur tiergestützten Therapie. Mittlerweile ist Mara eine erfahrene Co-Therapeutin und hat nicht nur geriatrischen, sondern auch zahlreichen Kindern in der interdisziplinären Frühförderung Mut gemacht und Ihnen eine Brücke in die Kommunikation gebaut.
Wir haben 2013 die Therapiehundeausbildung erfolgreich absolviert und sind ein eingespieltes Team. Zusammen haben wir viele schöne und bewegende Momente mit großen und kleinen Patienten erlebt.

Große Unterschiede zwischen den Ausbildungen

Vielen Kolleg*innen ist die feine, aber wichtige Unterscheidung von tiergestützter Therapie, tiergestützter Pädagogik und tiergestützter Intervention nicht bewusst. Dadurch können Missverständnisse auch gegenüber Ärzt*innen, Patien*innen und Kostenträgern entstehen.

Deine Meinung ist gefragt, liebe memole Leser*in!

Wir überlegen einen Onlinekurs über eben die Differenzierung zu produzieren. Du lernst darin:
– Den Unterschied zwischen tiergestützter Therapie, tiergestützter Pädagogik und tiergestützter Intervention kennen
– Welche Tiere sich für welchen (Therapie)bereich eignen.
– Was die Voraussetzungen bei Mensch und Tier für eine Ausbildung in tiergestützter Therapie/ tiergestützter Pädagogik/ tiergestützter Intervention sind.
– Welche positiven Effekte eine Begleitung durch ein Tier in der Therapie haben kann.

Bitte nimm dir kurz für unsere Mini-Umfrage mit 4 Fragen Zeit. Vielen herzlichen Dank! (Die Frist ist abgelaufen.)

Farida Tlili ist LernCoach-Ausbilderin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Sie hat das wirklich tolle Buch “Memoland” geschrieben.

 

Schau dir hier das Interview mit Farida an:

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Shownotes:

Du erreichst Farida Tlili

Farida Tlili – Expertin für Lernprozesse
LernCoach-Profibox

Kelchstr. 10
12169 Berlin
Telefon
030 . 20 06 95 18
Mail mail@lerncoach-profibox.de

Internet:
https://lerncoach-profibox.de/
Memoland findest du direkt hier.

Deinen kostenlosen Geschenk Download von Farida für dich findest du hier.

Michaela Schächner ist Business Mentorin und begleitet Unternehmerinnen ein profitables Online Business aufzubauen. Aktuell veranstaltet sie eine Blogparade mit Texten und Interviews von Unternehmerinnen.

In der Blogparade stelle ich mich sehr gerne Michaelas Fragen zu meiner bisherigen beruflichen Entwicklung und erkläre, warum ich meine Projekte mit so viel Begeisterung betreibe.

„Ich bin Silke Bernhardt. Logopädin, Berlinerin aus Flensburg, Norddeutsche, Sängerin, Mutter, gute Zuhörerin, Ansprechpartnerin für Bildung im Gesundheitswesen, Netzwerkerin und Nerd.“

Silke, warum hast du gekündigt?

„Tatsächlich wurde mir das letzte Mal gekündigt. Das war 2002. Damals war ich sehr unglücklich in einer Praxis angestellt und wurde nach der Probezeit nicht übernommen. Spontan war ich natürlich geschockt, aber letztlich bin ich super dankbar für die Trennung. Ich hätte damals noch nicht den Mut dazu gehabt die Differenzen zwischen uns zu benennen und Konsequenzen zu ziehen. Das bewundere ich an meiner Chefin- sie hat gut für sich gesorgt. Nach einem minimalen Stimmungstief von einem Tag, habe ich mich mit großer Leidenschaft der ohnehin geplanten Praxisgründung gewidmet. Und nach wenigen Monaten eine sehr erfolgreiche Logopädie Praxis aufgebaut.

Seit diesem Zeitpunkt arbeite ich in verschiedenen Projekten freiberuflich und unternehmerisch. Aktuell sind es vor allem die Plattform „Fortbildungsfinder“ zum Suchen und Finden von Fortbildungen für Therapeuten und die Online Akademie „memole“ für Therapeuten.“

Mit welcher Ambition bist du losgelaufen?

„Die Welt zu verbessern! Immer. Deshalb stehe ich jeden morgen auf.
Damals: sehr gute logopädische Therapien anzubieten.
Heute mit dem Fortbildungsfinder:
Therapeutinnen und Therapeuten die Möglichkeit bieten sich unabhängig vom Institut die beste Wochenend-Fortbildung herauszusuchen. Passend vom Termin, Thema, Preis und Ort.
Heute mit memole:
Unabhängigkeit und Selbstbestimmung ermöglichen. Die Kolleginnen sollten selbst entscheiden können, wann sie sich zu einem fairen Preis fortbilden wollen. Die Mühe und der Aufwand sollen geringer sein als bisher bei Präsenzterminen.“

Mit welchem Angebot und welcher Zielgruppe bist du gestartet?

„Meine Zielgruppe sind, mit unterschiedlichen Schwerpunkten Therapeut*innen der Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen zukünftig auch Kurse für nahestehende Berufe anzubieten.“

Gab es unerwartete Stolpersteine?

„Es gibt natürlich in jedem Projekt immer wieder menschliche und technische Herausforderungen. Im ersten Moment bin ich, wie vermutlich andere auch, geschockt und fühle mich verlassen. Doch spätestens nach einem Moment der Ruhe oder dem Gespräch mit einer vertrauten Person gelingt mir der „Draufblick“. Ich erkenne meine Chancen und erkenne (Aus-)Wege.“

Was ist dir positives über den Weg gelaufen, das dich selbst überrascht hat?

„Absolut überraschen und begeistern tut mich die Hilfsbereitschaft von so vielen warmherzigen starken intelligente Mitmenschen, die mich völlig uneigennützig bedingungslos (und manchmal sogar von mir gänzlich unbemerkt) unterstützen. Das fühlt sich sehr sehr großartig an.“

War die Selbstständigkeit auch eine Art Selbstfindung für dich?

„Sicher ist das so. Trotzdem glaube ich, dass Selbstfindung nicht nur Selbständigen vorbehalten ist.“

Wo stehst du heute und wie geht es dir damit?

„Mir geht es großartig. Ich bin dankbar täglich genau das tun zu dürfen, was mich glücklich macht. Diese Tätigkeit wird von anderen Arbeit genannt.“

Gib einen Ausblick, wo dich die Reise noch hinführen soll?

„Ich träume groß. Ein atemberaubendes Büro mit Platz für Mitarbeiter, mehr Mitarbeiter und ein breiteres Portfolio. Ich bin bereit für die nächsten Schritte.
Aktuell liegt es mir besonders am Herzen möglichst viele Therapeutinnen und Therapeuten mit meinen persönlichen Nachrichten zu erreichen. Das gelingt am Besten über Mail. Interessierte können sich für den Fortbildungsfinder und für memole sehr gerne für den Newsletter eintragen und so kommen wir in persönlichen Kontakt.“

Was war dein „weg von“ und dein „hin zu“?

Bei mir geschieht das alles sehr langsam. Ich würde sagen weg von: „Arbeiten ist hart und anstrengend“. Hin zu: „Tue das, was du liebst mit Leidenschaft und erlaube dir damit Geld zu verdienen“.

Welche Mission verfolgst du mit deinen Unternehmen?

„Ich möchte multimodale Bildung für Therapeut*innen leicht zugänglich machen und alle technischen Möglichkeiten ausschöpfen. Ich habe Spaß an Wissen und Bildung und Austausch. Ich lernen sehr gerne dazu!

Der Fortbildungsfinder ist die Plattform Nummer Eins, wenn Therapeut*innen sich auf die Suche nach einer Fortbildung begeben. Sie finden dort ein großes Angebot an Fortbildungen und anderen Veranstaltungen von zahlreichen Unternehmen. Eine interne Anfrage, ob noch ein Teilnehmerplatz frei ist, ist innerhalb von wenigen Minuten unverbindlich gestellt.

Die Akademie memole bietet Onlinekurse für Therapeuten der Logopädie und Ergotherapie. Hier wählt die Therapeutin spontan einen Kurs aus und besucht ihn zu einem Wunschzeitpunkt. Das Lernangebot ist vielfältig und beinhaltet ausführlichen Texte, Übersichten, Schaubilder, Videos (auch mit Patientenbeispielen) und Audio Dateien.”

Dr. Rupert Dernick ist erfolgreicher Kinderarzt in eigener Praxis in Oldenburg. Er hat “FamilienErgo®” erfunden. Was kannst du dir darunter vorstellen? Im Interview erklärt er seine Vorgehensweise. Außerdem räumt er mit dem Vorurteil auf, Ergotherapeut*innen mit seinem Konzept arbeitslos zu machen.

Schau dir das fesselnde Video-Interview an bis zum Schluß an. Es gibt eine kleine Überraschung!

 

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“Wir dürfen unseren Kindern genug zutrauen”.

Dr. Rupert Dernick

 

Die Shownotes

Familien Ergo

Dr. Rupert Dernick
Kinder- und Jugendarzt

Anja Dernick
Diplom-Pädagogin, systemische Therapeutin (DGSF)

Greta Dernick
Rettungsassistentin, cand. med.

Auf Facebook

 

Broschüre:
“FamilienErgo”
von Rupert Dernick, Broschüre mit 24 Seiten in DIN A5.
Hier bestellen.

 

Buch:
“Topfit für die Schule”
von Rupert Dernick und Werner Küstenmacher.
Hier bestellen.

 

Buch:
“Familienergo Coaching”
von Rupert Dernick.
Borschiert, 36 Seiten in DIN A4.
Hier bestellen.

 

Praxisset:
Das Praxisset besteht aus dem RopE-Manual, dem FamilienErgo-Coaching, dem Buch “Topfit für die Schule” und der Broschüre “Fit für die Schule mit FamilienErgo” und dem Fotobuch “FamilienErgo” (24 Seiten) als Basisausstattung für Praxen und ambitionierte Kindertagesstätten.
Hier bestellen.

Lisa Holtmeier ist meiner Einladung ins memole Interview sehr gerne gefolgt. Wir haben uns darüber unterhalten, welche Herausforderungen und großen Erfolge sie als Gründerin und Ergotherapeutin schon nach so kurzer Zeit für sich verbuchen kann.

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“Das größte Kommunikationsproblem ist, dass wir nicht zuhören, um zu verstehen, sondern wir hören zu, um zu antworten!”

Die Shownotes

Hier kannst du Kontakt zu Lisa Holtemeier aufnehmen. Du findest sie auf vielfältigen Kanälen:

Der Schmerz sitzt bei vielen Therapeuten und Praxen bereits tief: sie finden einfach kein oder kein ausreichend qualifiziertes Personal. Aufgrund der eigenen therapeutischen Tätigkeiten und vielfältiger administrativer Aufgaben im Alltag haben sie weder Zeit noch Energie, sich auch noch intensiv mit dem Thema Personal zu beschäftigen.

Dabei ist es so wichtig, sich JETZT mit einer zukunftsorientierten Personalarbeit auseinanderzusetzen. Gerade als Therapeuten weißt du, dass der einmalige Eingriff nicht ausreicht, dass das Training zur Heilung und Prophylaxe dringend notwendig ist. Schärfe die Axt bevor du den Baum fällst.

Aktionismus versus strategisches Handeln

Meiner Tochter wurde vor einigen Jahren Physiotherapie verordnet. Die Therapeutin zeigte ihr am Anfang drei Übungen, deren Ausführung sie genau kontrollierte und welche sie bis zur nächsten Stunde üben sollte. Beim nächsten Mal ließ sie sich Übungen vorführen, korrigierte bei Bedarf und erweiterte das Übungsrepertoire. Das Prozedere ist Dir bekannt. Die Behandlung linderte den Schmerz nicht über Nacht, aber es wurde kontinuierlich besser, sie wurde stabiler.

Deine Personalarbeit ist diesem Prozess sehr ähnlich. Nicht zu handeln oder nicht zu üben wird den Schmerz für die Zukunft nur vergrößern. Und Einzelaktionen mögen punktuell helfen, aber dauerhaft? Wohl nur zu einem geringen Prozentsatz. Es sei denn, du gehörst zu den ganz großen Glückspilzen (was ich dir von Herzen gönnen würde).

Personalmanagement von Anfang an – nur keine Angst

Sobald du den ersten Mitarbeiter/ die erste Mitarbeiterin einstellen möchtest, hast du Personalarbeit zu erledigen, ob du nun willst oder nicht. Da ist es aus meiner Sicht nur sinnvoll, sich zu Beginn Gedanken über die eigenen Vorstellungen, nötigen Abläufe und dringend zu erledigenden Aufgaben zu machen. Und auch, wenn du schon ein paar Jahre selbstständig bist, lohnt es sich, die eigenen Handlungen zu überdenken oder eine Richtungskorrektur vorzunehmen.

Gerade kleine Unternehmen und die meisten Selbstständigen im Gesundheitssektor haben Schwierigkeiten, qualifizierte Fachkräfte zu finden und zu binden. Und vielleicht bereitet Dir allein der Begriff „Personalmanagement“ schon Bauchschmerzen oder du denkst, dass das nur etwas für große Unternehmen sei. Mitnichten. du kannst das Schritt für Schritt aufbauen. Erweitern, ganz nach Deinen Bedürfnissen. Mit oder ohne fremde Hilfe.  Aber wenn du zu Beginn investierst oder nochmal neu startest, dann solltest du zunächst ein paar grundlegende, strategische Fragen angehen:

  • Was für ein Ziel hast du für dein Unternehmen, deine Praxis? Wie soll es in drei, fünf, zehn Jahren aussehen?
  • Was für eine Führungskraft möchtest du sein? Da solltest du ruhig ins Detail gehen. Schau auch auf deine eigenen Ressourcen.
  • Mit welchen Menschen arbeitest du am allerliebsten zusammen?
  • Welche Qualifikationen brauchen deine Mitarbeiter zu Beginn und welche nach einiger Zeit?
  • Welche Pflichten haben deine Mitarbeiter und was bist du bereit, als Arbeitgeber zu leisten (Arbeitsbedingungen, Benefits, Arbeitsklima, Weiterbildung, etc.)?
  • Was soll dich als Arbeitgeber besonders machen (sog. „Employer Branding“)?

Die meisten Enttäuschungen und latenten Unzufriedenheiten handeln wir uns ein, wenn wir keine genauen Vorstellungen haben oder mögliche Schwierigkeiten nicht bedenken. Mit diesen grundlegenden Gedanken formst du dein Selbstverständnis und deine Personalstrategie. Das daraus entstehende Konzept kannst du dann parallel zur Entwicklung deines Unternehmens Schritt für Schritt erweitern oder anpassen.

Personalplanung in der Praxis

Dieser memole Magazinartikel hilft dir eine gute Personalplanung für deine Therapiepraxis zu machen.

Von der Strategie zur Umsetzung

Aus der Strategie ergeben sich viele Fragen und Unsicherheiten in der Umsetzung und oft fängt es bei der Personalsuche an. Wie definiert man ein Profil oder formuliert eine Stellenanzeige. Wie macht man das besten? Welche Wege der Rekrutierung gibt es? Inzwischen gibt es Jobportale für Teilmärkte, wie z.B. therapeutenonline.de, medi-jobs.de, usw.  Wäre es sinnvoll, mehr Praktika anzubieten und Mitarbeiter zu entwickeln? Nutzt du deine Netzwerke? Mitarbeiterempfehlungen? Welche Rekrutierungswege waren in der Vergangenheit erfolgreich?

Bei der Personalauswahl solltest du klare Kriterien haben, sich aber gleichzeitig eine gewisse Flexibilität bewahren. Da ist vielleicht deine Wunschkandidatin, sie möchte aber nur Teilzeit arbeiten? Du hast die Gestaltung in der Hand. Das ist einer deiner Vorzüge als ArbeitgeberIn.

Bei der Personalauswahl ist in Vorstellungsgesprächen ein Vier-Augen-Prinzip immer wertvoll und gibt Entscheidungssicherheit. Ihr könnt das Gespräch gemeinsam führen, reflektieren und analysieren.

Der „Lebenszyklus“ – Phasen im Mitarbeiterleben

Hast du dich erst einmal für jemand entschieden, dann brauchst du einen guten Arbeitsvertrag, du benötigst Unterlagen für die Entgeltabrechnung und jemand, der diese durchführt.

Ist der Mitarbeiter dann an Bord, geht es auch schon weiter: die Einarbeitung sollte durchdacht und fundiert sein und regelmäßige Feedbackgespräche vorsehen. Nimm dir hier bewusst Zeit und vereinbare immer wieder Meilensteine und erwünschte Ergebnisse. Hör zu, was dein Mitarbeiter braucht, definiere deine Anforderungen, lege Aktionen fest und setze diese um.

Diese Aufmerksamkeit und Verbindlichkeit hilft dir gemeinsam mit deiner klaren Strategie (siehe oben) schon enorm beim Thema Mitarbeiterbindung. Genauso wie jährliche Mitarbeitergespräche mit Zielvereinbarungen und Weiterentwicklungsmöglichkeiten.

Sukzessive kannst du dann dein Personalkonzept weiterentwickeln, indem du z.B. genauer auswählst, welche zusätzlichen (evtl. steuer- und SV-optimierten) Benefits du vielleicht anbieten kannst und willst: Altersvorsorge, Kreditkartensysteme, ÖVP-Tickets, Weiterbildung, Arbeitszeitmodelle, KiTa-Zuschüsse, etc.

Das Arbeitgeberleben ist aber leider nicht nur von erfolgreichen Neueinstellungen und Weiterentwicklung geprägt. Der Mitarbeiter verlässt deine Praxis endgültig oder auf Zeit (Mutterschutz, Elternzeit, Pflege) oder du musst eine Abmahnung oder Kündigung aussprechen – mit allen notwendigen Formalitäten. Neben aller Emotionalität ist es dann hilfreich und entlastend, wenn man einen Ansprechpartner hat, der einen begleitet, unterstützt oder sogar Aufgaben übernimmt.

In großen Unternehmen können sich Bereichsleiter auf ihre Fach- und Führungsrolle fokussieren und haben einen Personalexperten oder -expertin an ihrer Seite, die sie unterstützt und die vertraglichen Dinge regelt. Das haben Selbständige kleiner Unternehmen eher nicht.

Deine Rolle und dein Wohlbefinden als Chef und Chefin

Über die vielen einzelnen Stationen im Mitarbeiterleben hinaus, kann es jedoch hilfreich und unterstützend sein, in gewissen Abständen mit einem Personalexperten auf die eigene Strategie, Vorgehensweise und Führungsrolle zu schauen. Ein solcher Sparringspartner kann dir durch aktuelles Fachwissen und vielfältige Erfahrung Sicherheit bei aktuellen Problemstellungen geben und dir Coach sein. Denn manche Vorkommnisse sind u.U. auch für die eigene Person belastend. So agierst du für dich selbst mit Selbstfürsorge und trainierst wichtige Punkte.

Hier schließt sich der Kreis im Mitarbeiterleben und auch zu den Schmerzen der Therapeuten/innen und PraxisinhaberInnen in der Personalarbeit.

Nur Mut. Jeder Schritt zählt. 

Wie jeder gute Therapeut möchte ich Dir Mut machen: nichts tun und den Kopf in den Sand stecken hilft nicht. Jeder noch so kleine Schritt und jede wohl durchdachte Aktion zur rechten Zeit aber schon. Und zum Glück gibt es da Spezialisten, die dir von Zeit zu Zeit oder in kontinuierlicher Begleitung mit Rat und/oder Tat zur Seite stehen, ohne permanent auf deiner Gehaltsliste zu stehen.

Die Autorin

Katja Raschke ist erfahrene Personalexpertin und Business Coach. Mit HR konkret – Personalmanagement & Coaching seit 2008 selbständig, unterstützt sie kleine und mittlere Unternehmen in allen Themen rund um ein effektives Personalmanagement. Als Coach begleitet sie UnternehmerInnen rund um die Themen Personal, die eigene Rolle als ChefIn und die persönliche Weiterentwicklung, Potenziale und Ressourcen.

Außerdem ist sie Business Coach für Menschen in beruflicher Veränderung und ist somit auch mit den Nöten und Bedürfnissen der jeweils anderen Seite bestens vertraut.

Wenn du gern mit ihr zusammenarbeiten möchtest, so kannst du mit ihr Kontakt aufnehmen:

Schreib eine E-Mail an info@hr-konkret.de.
In einem ersten kostenfreien Gespräch (30 Minuten) könnt ihr die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit klären.

Weitere Informationen findest du auch unter

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von hr-konkret.de zu laden.

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Inkl. Buchungskalender für das 30-minütige, kostenfreie Erstgespräch)

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Schon wieder wird in dieser Woche eine neue Leitlinie veröffentlicht….

aber eine, die die Diagnostik und Behandlung von Kindern mit Rechenschwierigkeiten wirklich weiterbringt!

 

 

Denn “3–7 % der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen leiden unter einer Dyskalkulie. Ausgeprägte und andauernde Probleme im Rechnen führen zu deutlichen Einschränkungen in Schule, Beruf und Alltag und erhöhen das Risiko für komorbide psychische Störungen. In der Praxis werden verschiedene Methoden zur Diagnostik und Behandlung eingesetzt, deren Evidenz unklar ist.” So wird die Ausgangslage von Mag. rer. nat. Stefan Haberstroh und Prof. Dr. med. Gerd Schulte-Körne von der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München beschrieben.

 

 

Wie haben die Autoren untersucht?

Die systematischen Literaturrecherchen erfolgten von April 2015 bis Juni 2016 in zahlreichen Datenbanken. Die Studiendaten wurden metaanalytisch ausgewertet. Die abschließende Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie der Rechenstörung wurden von 20 Verbänden verabschiedet.

 

Herausgekommen ist folgendes

  • Diagnostik
    • Eine Diagnose soll nur bei unterdurchschnittlichen Mathematikleistungen unter Berücksichtigung relevanter Informationen aus Anamnese, Exploration und klinischer Untersuchung gestellt werden.
  • Behandlung
    • Die Behandlung ist an den Problemschwerpunkten in Mathematik auszurichten. Die durchschnittliche Effektstärke aller Interventionsstudien war 0,52 (95-%-Konfidenzintervall [0,42; 0,62]).
    • Die Behandlung soll frühzeitig im Grundschulalter beginnen, von ausgebildeten Fachkräften im Einzelsetting durchgeführt werden und komorbid auftretende Symptome und Störungen berücksichtigen.
  • Besonders wichtig für die Behandler
    • Bei Vorliegen einer Rechenstörung besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Lese-Rechtschreib-Störung, für eine Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung sowie für internalisierende (wie Angst, Depression) und externalisierende (beispielsweise aggressiv, regelverletzend) Störungen.

Schlussfolgerung

Symptomspezifische Interventionen, bei denen insbesondere mathematische Inhalte trainiert werden, zeigen die besten Ergebnisse. Forschungsbedarf besteht an hochwertigen Interventionsstudien und – für ältere Jugendliche und Erwachsene – an geeigneten Tests und Förderprogrammen.

 

Den kompletten Artikel aus dem Ärzteblatt und die Leitlinie findet du hier.

Als PDF zum Herunterladen: Komorbidität der Rechenstörungen

 

Dyslexietherapie

 

 

 

 

 

In diesem Interview lernst du Tomatistrainerin Birthe Ahrens persönlich kennen. Sie berichtet von Patientenerfolgen und ihren Erfahrungen mit der Tomatis Methode.

 

Hier kommst du zu Website von Birthe Ahrens

Buch über das wir im Interview sprechen  “Wie das Gehirn heilt. Neueste Erkenntnisse aus der Neurowissenschaft” von Norman Doidge*

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Unsere Patienten in der Logopädie und Ergotherapie fragen häufig nach Buchempfehlungen, um “ihre persönliche Erkrankung” besser verstehen zu können. Hier findest du eine kleine Auflistung solcher Bücher! Schreib uns gerne, wenn du einen Titel ergänzen möchtest!

 

Schlaganfall und Aphasie

Demenz

Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte

Hirntumor

ADS und ADHS

Multiple Sklerose

Locked-in Syndrom

Autismus und Asperger

ALS

Mutismus

Gehörlos

Amputation

 

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Haben dich die Rhythmen einer Marchingband auch schon mal zum Mitwippen gebracht?

Musik hat einen großen Einfluß auf unser Leben und auf unsere Stimmung. Das ist nicht von der Hand zu weisen. Ganz egal, ob wir uns als “musikalisch” bezeichnen, oder nicht.

Musik kann Stimmungen beeinflussen.

Sie kann

  • dich zu Höchstleistungen motivieren z.B. beim Sport,
  • dich beruhigen, wenn du traurig bist,
  • dich in Flow versetzen,
  • deine Aufmerksamkeit wecken,
  • dir helfen dich zu konzentrieren,
  • dir helfen deine Gedanken zu “zerstreuen”,
  • in dir eine wohlige Stimmung entfalten,
  • dich zum Mitwippen oder sogar Tanzen stimulieren,
  • deine Schmerzen lindern.

Leider gibt es darüber bisher nur wenig wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse. Und auch in der Musiktherapie und Musikmedizin gibt immer noch keine einheitliche Ausbildungsrichtlinien, noch gibt es Studien zur Evidenz der Behandlung. Dafür wird es höchste Zeit!

Die positiven Effekte der musiktherapeutischen Behandlung ist trotzdem nicht von der Hand zu weisen, wie auch zahlreiche Artikel (auch im Deutschen Ärzteblatt) berichten. In Kürze veröffentlichen wir den Kurs “Musiktherapeutische Elemente in der logopädischen Kindertherapie sinnvoll einsetzen”. Darin lernst du

  1. Wie du Musik zielgerichtet als Kommunikationsmittel und Motivations-Ka­ta­ly­sa­tor einsetzen kannst!
  2. Wie du mit Kindern musizieren kannst, obwohl du meinst, nicht singen zu können!
  3. Welche Lieder sich besonders gut in der Sprachtherapie eignen!

 

Bemerkenswerte Artikel zur Musiktherapie:

aus dem Ärzteblatt

aus der ZEIT

 

Auch als Therapeut*n kannst du deine Therapien mit Musik bereichern. Viele Dinge gehen leichter mit und durch die Musik, warum nicht auch Sprachtherapie. In dem Kurs lernst du die Möglichkeiten von musiktherapeutischen Elementen in der Kindersprachtherapie.

 

Es wird Herbst und die Erkältungszeit beginnt. Dadurch, dass wir jeden Tag mit vielen Patienten nahen Kontakt haben, ist es wichtig sich auch mit dem Thema Erkältungskrankheiten zu beschäftigen. Denn hat man erstmal einen kleinen Schnupfen, wäre es schön, ihn auch möglichst bald wieder loszuwerden.😝

Hier sind die drei Top-Methoden gegen Erkältungen bei Therapeuten

  1. Ingwer-Zitronen-Tee

Eine Scheibe einer Zitrone und einer Ingwerknolle mit kochendem Wasser übergießen. Fertig! Wem das zu sauer ist, der versüßt sich den Tee mit Honig.

2. Ausreichend Schlaf

Während der Nacht regeniert der Körper und das Imuunsystem wird gestärkt. “Erkältungsattacken” kannst du deshalb besser abwehren.

3. Gurgeln mit Salbei-Tee

Salbei-Tee kochen und abkühlen lassen. Mit dem lauwarmen Tee läßt sich wunderbar gurgeln. Der Salbei wirkt desinfizierend.

4. Hühnersuppe essen

Das klingt erstmal nach Tradition und Aberglaube, ist aber angeblich sogar mit einer Studie der Universität von Nebraska belegt: Hühnersuppe blockiert im Organismus bestimmte weiße Blutkörperchen, so genannte Neutrophile, die für Entzündungsprozesse mitverantwortlich sind. Neutrophile werden bei Virusinfektionen, so auch bei grippalen Infekten, in großen Mengen freigesetzt.

5. Fußbad

Durch ein ansteigendes Fußbad wird der ganze Körper durchwärmt. Zusätzlich fördert es die Durchblutung der Schleimhäute in Hals und Rachen.

6. Inhalieren

Das Inhalieren lindert Husten, befreit eine verstopfte Schnupfennase und befeuchtet gereizte Schleimhäute.

Wie schützen sich therapeuten vor Ansteckung im Herbst 2018

Erkältungstipps für Therapeuten,

Und wie kann ich eine Ansteckung vielleicht schon vorher verhindern?

Das sind die 11 ultimativen Tipps von der deutschen Ärztekammer, wie du dich als Therapeut vor Erkältungen schützt

  1. Berühre so wenig wie möglich deine Augen, deinen Mund oder die Nase mit den eigenen Händen.
  2. Benutze Taschentücher, Zahnbürsten, Handtücher oder Schnupfensprays nicht gemeinsam
  3. Halte Abstand von hustenden oder niesenden Menschen
  4. Sorge für ausreichenden Schlaf
  5. Vermeide Stress, Hektik, Alkohol und Nikotin
  6. Lüfte drei- bis viermal täglich für rund fünf Minuten
  7. Vermeide Händeschütteln und Umarmungen zur Begrüßung
  8. Vermeide Auskühlung und tragen den Temperaturen angemessene Kleidung
  9. Sorge in der kalten Jahreszeit für nächtliche Luftbefeuchtung gegen das Austrocknen der Schleimhäute durch trockene Heizungsluft
  10. Bewege dich zwei bis dreimal wöchentlich bis zum Schwitzen (Ausdauersport)
  11. Kalt-warm-Duschen und regelmäßige Saunagänge stärken deine Immunabwehr

 

Diese Tipps stammen direkt aus dem Ärzteblatt.

 

Als Therapeutin/Therapeut fragst du dich sicher auch häufig, wie du dein Wissen noch besser “an den Patienten bringen” kannst. Wissenschaftlich sind sie nicht bewiesen, aber die Annahme, dass es unterschiedliche Lerntypen gibt, liegt nahe. Besonders, da wir wissen, dass jeder Mensch unterschiedlich sensibel auf Außenreize reagiert. Die unterschiedliche Ausprägung der Sinnesorgane legt natürlich nahe, dass wir diese unterschiedlich gerne nutzen. Zum Wahrnehmen im Allgemeinen, aber natürlich auch zum Lernen.

 

Der visuelle Lerntyp

Der visuelle Lerntyp lernt am besten und schnellsten über das Sehen. Schaubilder, graphisches Lermaterial und das Beobachten unterstützen seinen Lernprozess.

 

Der auditiver Lerntyp

Der auditive Lerntyp kann alles, was er akustisch wahrnimmt, besonders gut aufnehmen und verarbeiten. Vorträge, lautes Vorlesen und das eigene Verbalisiern von Lerninhalten helfen ihm beim Lernen.

 

Der hapitscher Lerntyp

Der haptische Lerntyp lernt besonders gut über das Anfassen und die Informationsaufnahme über die Hände. Bewegungen und praktisches Tun helfen ihm, Lerninhalte wahrzunehmen und abzuspeichern.

Der kommunikativer Lerntyp

Der Kommunikative Lerntyp lernt am schnellsten, wenn er die Lerninhalte in der Kommunikation mit anderen austauscht. Nachfragen, Erklärungen und Diskussionen erzielen bei ihm die größten Lernerfolge.

 

 

Aktueller Stand der Wissenschaft

In der Kognitivwissenschaft spricht man heute allerdings lieber von “Lernstilen”: Das sind kognitive und affektive Lern-Verhaltensweisen, die stabil bleiben. Also bevorzugte Lernmethoden und Lernmittel. Sie beschreiben, ob dein Patient lieber mit Büchern, Videos oder in Lerngruppen lernt.

Was sind deine Fortbildungthemen für das Jahr 2019? Zu welchen Themen würdest du dich gerne weiterbilden?

Im Gründungsjahr 2018 sind schon einige Kurse in unserer Online-Akademie erschienen. Gestartet sind wir im Januar mit den beiden Kursprototypen Kurs Eins Neurofunktions!therapie nach Elke Rogge und der Ronnie Gardiner Methode, Kurs Zwei mit Ronnie Gardiner und Stefanie Lockau geb. Riedelbauch. Diese Kurse enthielten zwar schon die memole Zertifikate, aber noch keine nennenswerten Videos und maximal einen Audiobeitrag.

Die beiden neuen Kurse

Durch das Feedback der zahlreichen Nutzer der ersten Kurse konnten wir bereits die nächsten beiden Kurse noch besser gestalten. Nämlich nach euren Wünschen! Es sind die Kurse

Diese Kurse enthalten

  • ein ausführliches Kursskript
  • einen Download (z.B. ein hochwertiger neuer Anamnesebogen oder Übungsblätter)
  • bis zu 9 Videos, in denen Inhalte, Techniken oder Hilfsmittel gezeigt und erklärt werden
  • bis zu 5 Audios unter anderem mit Hörbeispielen
  • viele Schaubilder mit ausführlichen Erklärungen

Die nächsten vier Kurse, die noch in diesem Jahr veröffentlicht werden, haben die Inhalte

  1. Musiktherapie
  2. Einsatz von Sketchnotes in der Therapie
  3. Kindliche Sprachdiagnostik
  4. AfSP

Wenn du über die Veröffentlichung dieser Kurse informiert werden möchtest, kannst du dich hier für die memole-Post eintragen. Vielleicht gibt es sogar ein Frühbucher-Angebot.☺️

Welche Themen interessieren dich darüber hinaus?

Was möchtest du gerne in einem Online-Kurs lernen?

  • welche Themengebiete interessieren dich ganz persönlich?
  • welche Methoden, Theorien oder Ansätze?
  • welche Originale möchtest du -zumindest in Form eines Online-Kurses- unbedingt noch mal kennenlernen?

Und auf welche Art möchtest du es am liebsten lernen?

  • Ein Kurs, unterteilt in Module und Lektionen, so wie es aktuell ist
  • oder lieber ein ausführliches Interview mit einer/m Expert*in?
  • Oder doch ganz anders?

Schreib mir gerne persönlich deine Vorschläge und Ideen, dann werde ich versuchen sie in die Planung miteinzubeziehen!

Die Mitarbeiter/ Mitarbeiterinnen deiner Logopädie, Ergotherapie oder Physiotherapie Praxis leisten ganze Arbeit und geben täglich ihr Bestes für die  Patienten und die Praxis!

Anerkennung!

Du möchtest Ihrer Arbeit nicht nur mit Worten anerkennen, sondern ihnen auch etwas Schenken. Vom Blumenstrauß zum memole®-Gutschein ist alles möglich. Aber welche Geschenke an die eigenen Mitarbeiter sind steuerlich günstig? Hier erfährst du wie du schenkst und alle deine Mitarbeiter*innen den größt möglichen Mehrwert von deinem Geschenk haben -und die nicht unnötig Steuern zahlst!

 

Geschenke an Mitarbeiter*innen vergibt man als Praxisinhaber*in oder Teamleiter*in gerne.

Abgabefreie Geschenke sind am allerbesten!

Inhaber*innen von Therapiepraxen können ihren Mitarbeiter*innen zwei unterschiedliche Arten von Geschenken machen.

Möglichkeit 1

Einfach ist die abgabenfreie Gabe in Höhe von 44€ pro Mitarbeiter*in pro Monat. Diese Sachzuwendungen in Form einer Sache (kein Bargeld!) sind laut Einkommenssteuergesetz steuerfrei (§ 8 Abs. 2 Satz 9 EStG). Aufgrund der Sozialversicherungsentgeltverordnung (SvEV) wird die Steuerfreiheit auch für die Sozialversicherung übernommen (§ 3 Abs. 1 Satz 3 SvEV).

Ganz wichtig
1. Eine Umrechnung der monatlichen Freigrenze auf einen Jahresbetrag ist nicht zulässig.
2. Diese Steuervergünstigungen gilt nur für gelten für Gutscheine und „echte Dinge“

👉Und hier geht es direkt zum memole Gutschein über 44€.

Möglichkeit 2

Bei einem persönlichen Anlass kann der/die Praxisinhaber*in 60€ steuerfrei an den/die Mitarbeiter*in verschenken.
Aber was ist ein persönlicher Anlass?

  • Ein Mitarbeiterjubiläum,
  • die Geburt eines Kindes,
  • Rückkehr nach langer Krankheit oder
  • ein Willkommensgruß sind persönliche Anlässe des Beschenkten.
    Das Weihnachtsfest fällt dagegen nicht darunter!

Vorteil
Beide Freigrenzen haben nichts miteinander zu tun, sie können nebeneinander ausgeschöpft werden und werden nicht gegeneinander aufgerechnet. Bei der Sachzuwendungsfreigrenze von 44 € handelt es sich um einen Monatswert, der Anlass der Zuwendung spielt keine Rolle. Man kann diese Freigrenze jeden Monat ausnutzen. Gleichzeitig kann der Mitarbeiter zum persönlichen Ereignis ein Geschenk bis zu 60 € abgabenfrei erhalten. Wer innerhalb eines Monats Geburtstag und Hochzeit hat, kann daher 2 Aufmerksamkeiten im Wert von bis zu 60 € erhalten (R 19.6 LStR). Die Steuerfreistellung für Aufmerksamkeiten führt in der Sozialversicherung zur Abgabenfreiheit (§ 1 Abs. 1 Nummer 1 SvEV).

👉Und hier geht es direkt zum memole Gutschein über 60€.

 

Ich habe mich für diese Auflistung und Beschriebung gründlich informiert, dennoch kann ich für die oben genannten Informationen keine Gewähr übernehmen. Bitte informiere dich zusätzlich selbst oder frage eine Steuerberater*n.

 

Folgendes sind meine Quellen

 

Wenn du selbst weiter recherchierst, achte darauf, dass du aktuelle Informationen liest!

Also, nur zu! Tu´deinen Mitarbeiter*innen etwas Gutes! 🎁🎂💐💸

 

Sicher hast du schon von den verschiedenen Einsatzmöglichkeiten für Tablets in der Therapie gehört. Hast du auch schon mal eine App (Abkürzung von Englisch application für “Anwendung” oder “Programm”) ausprobiert, oder eher einen Wikipedia-Artikel zu Rate gezogen?

Apps für Therapien zu finden ist gar nicht leicht, denn häufig sind sie nicht mit guten Schlagworten markiert bzw. ihre Namen lassen nicht unbedingt auf die Therapietauglichkeit” schließen.

 

Ich habe für dich ein paar Apps für deine logopädische, ergotherapeutische oder physiotherapeutische Arbeit herausgefunden. Ich habe sie nicht alle (gekauft und ) ausprobiert, aber die Beschreibungen lassen alle darauf schließen, dass es sich um hilfreiche Programme handelt, die man gemeinsam mit seiner Patientin/ seinem Patienten für einen spezifischen Teil der Therapie einsetzen kann.

 

Logopädie

Physiotherapie

Ergotherapie

Für alle Therapeutinnen und Therapeuten

Anmerkungen

Du hast dich vielleicht gewundert, warum ich auch englische Titel in der Liste habe. Nicht alle englischen Titel sind auch englisch sprachige Apps. Schau einfach mal rein, dann siehst du gleich, in welcher Sprache die Anleitungen sind.

Die meisten Apps sind für alle Betriebssystem (Google, Apple und andere) tauglich. Ich habe in der Regel zum iTunes Store verlinkt.

Unter den Apps befinden sich kostenlose und kostenpflichtige Angebote. Die Ausgabe kannst du dann als Betriebsausgabe absetzen 🙂

 

Welche Apps nutzt du gerne? Ich freue mich auf deine Nachricht!

 

In dieser Woche findet hier in Berlin die re:publica statt. Das ist eine Konferenz rund um das Web 2.0, soziale Medien und die digitale Gesellschaft. Sie wird seit 2007 jährlich in Berlin veranstaltet. An drei Tagen werden in Vorträgen und Workshops viele Themenfelder behandelt, von Medien und Kultur über Politik und Technik bis zu Entertainment. Nahezu alle Vorträge und Diskussionsrunden werden als Audio- oder Videostream live übertragen. Alle Aufzeichnung der Vorträge und viele andere spannende Beiträge findest du im YouTube Kanal. Das diesjährige Motto ist „POP“ -Power to the people!

Wie bei den meisten Kongressbesuchen ist es unglaublich, wie viele Impulse entstehen, wenn Menschen sich zu einem Thema austauschen und miteinander vernetzen. Ganz besonders spannend fand ich die Themen Digitaler Gesellschaftswandel, Veränderung der Lese- und Lerngewohnheiten und das Recht auf digitale Selbstbestimmung.

Ich habe dir hier eine kleine Auswahl an Impulsen zusammengefasst

Die Internet-Verlegerinnen

Nikola Richter, Christiane Frohmann, Zoë Beck, Tania Folaji
Link zur Session 

 

In dieser Diskussion stellten die Verlegerinnen Nikola Richter und Christiane Frohmann ihre Verlage vor und beschrieben die zum Teil sehr schwierige und kleinteilige Arbeit als Verlegerin. Beide verlegen überwiegend digital überwiegend deutsche Nischenliteratur. Mit viel Unternehmerinnenfreude haben sie von ihre Erfolgen und Versuchen berichtet ihre guten Publikationen zu platzieren und ein Bedürfnis für ihre Produkte zu wecken.

Nikola Richter von mikrotext
Christiane Frohmann vom Frohmann Verlag 

 

„Wir zeichnen Pop! – Collaborative Sketching“ #popsketch #sketchnotes

Nadine Roßa, Anna Lena Schiller
Link zur Session

Das war eine sehr eher aktive Veranstaltung 🙂 Nadine und Lisa erklären die Grundprinzipien von Sketchnotes und wir Teilnehmer sind eingeladen die vorbereiteten Whiteboards mit Leben zu füllen. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Du findest die Bilder im Instagram Account von Nadine unter @nadrosia.

Nadine Roßa
Anna Lena Schiller von Riesenspatz

Der Vortrag „You gotta fight for your right to free knowledge!„ von Wikipedia

Katherine Maher, Executive Director der Wikimedia Foundation
Link zur Session

Den Vortrag muß man eigentlich am besten selbst gesehen haben. Katherine gibt Einblicke in die Wikipedia und Informationszugriffsentwicklung. Unglaublich faszinierend und toll formuliert

 

Mein persönliches Fazit

Ich finde, man kann sich Kongressbesuche nicht sparen, den sie geben mir wichtige Impulse für meine Arbeit. Du suchst auch nach einem Kongress, der dich interessiert? Für Therapeuten gibt es in näherer Zukunft folgende Angebote:

 

Angebote für dich

 

Welche Kongresse besuchst du gerne? Und warum gefallen sie dir so gut, dass du vielleicht sogar ein zweites Mal dorthin fährst? Ich freue mich, wenn du mir deine Gedanken dazu schreibst!

 

Du hast dich auch schon mal gefragt, wie man einen Onlinkurs eigentlich nutzen kann? Und wo man ihn nutzen kann? Dann kommt hier eine hilfreiche Anleitung für dich!

Die Ausgangslage

Das kennst du doch bestimmt auch. Du hast von einem Therapieansatz gehört, möchtest aber nicht zu viel Zeit und Mühe investieren um darüber mehr zu wissen.

  • Ein Buch kaufen und selber durchlesen?
  • Einen Fortbildungsplatz für in einem halben Jahr finden und buchen?

Kommt beides gerade nicht für dich infrage!

 

Deine Chance

Viele elektronische Geräte bringen dich auf die Website www.memole.de. Du kannst mit deinem „Zuhause“-Rechner, dem Laptop, einem Tablet oder Smartphone diese Seite ansteuern. Dort wählst du einen memole Onlinekurs aus, bei dem dir die Kursbeschreibung gefällt. Lies genau, was dich erwartet!

 

Bezahlen

Jetzt nutzt du den Knopf „In den Warenkorb“ und buchst so den Kurs. Bezahlt wird über den zuverlässigen und seriösen Anbieter  „Paypal“. Dieser bietet die Möglichkeiten

  • PayPal
  • Überweisung und
  • Kreditkarte

Also möglichst einfach, schnell und transparent. Innerhalb von wenigen Minuten ist dein Geld übertragen und du bekommst eine Bestätigungsmail.

Anfangen

In der Regel dauert es nur wenige Minuten, bis PayPal das Geld erfolgreich weitergeleitet hat.

  1. Du bekommst also eine Mail, die dein Konto bei memole bestätigt und
  2. eine Mail, die den Zahlungseingang bestätigt.

Lernen

In deinem „Profil“ findest du den von dir gebuchten Kurs. Klicke auf die Module und Lektionen und arbeitet dich durch die Inhalte. Du kannst

  • jederzeit Pausen machen
  • und deine Arbeit auf einem anderen Gerät fortsetzen.

Fertig

Wenn du Lust hast, überprüfe nun dein Wissen in dem freiwilligen Quiz. Ganz zum Schluß kannst du dir deine Teilnahmebestätigung ausdrucken und an deine nächste Bewerbung anhängen. Herzlichen Glückwunsch! Du hast eine moderne Möglichkeit gewählt dir Wissen anzueignen.

 

Vimeo

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Es gibt einige Persönlichkeiten und Ansätze, die mich persönlich sehr inspirieren. Einen Anteil haben natürlich Persönlichkeiten, die Bücher veröffentlicht haben und schlaue Ideen und Ansätze formulieren. Andere Personen sind mir durch ihr Tun aufgefallen und haben Denkprozesse bei mir angeregt.

Schau dir hier meine Inspirationsquellen an:

Milena Glimbovski und Jan Lenarz

bzw. ihr Kalenderbuch „Ein guter Plan“
Diesen ganzheitlichen Terminkalender habe ich zur Gründung von memole® von einer guten Freundin bekommen. Es ist ein Reflexionskalender mit der Möglichkeit täglich freie Texte einzutragen oder vorgegebene Rubriken auszufüllen. Er hilft Dinge „im Blick zu behalten“. Außerdem sind die vielen Fragen und Sprüche eine tägliche Quelle der Inspiration! Ich nutze das Buch sehr gerne und kann es allen Zielerreichern nur empfehlen!

Sandra Holze

von SandraHolze.com macht Marketing: zeitgemäß, innovativ, weiblich
Sie ist eine selbstbewußte Marketing-Fachfrau, die verschiedene Online-Formate anbietet. Sie beeindruckt mich, weil sie sich anscheinend in regelmäßigen Abständen fragt, wie sie am liebsten Arbeiten will. Unter Umständen stellt sie dann ihre (komplette?!) Produktpalette um. Das finde ich beeindruckend reflektiert und stetig!

Stefan Merath

vermittelt Unternehmer Visionen
Stefan Merath kenne ich leider bisher nur aus Büchern, aber dafür aus sehr vielen. Ich lese gerne seine anschaulichen Beispiele zu Unternehmerpersönlichkeiten und mag seine unnachgiebige Art Dinge “Klar zu stellen”.

Björn Tantau

macht norddeutsches Content Marketing
Der Hamburger kann auch ohne geschliffene Aussprache (das war für mich mit meinen logopädischen Ansprüchen am Anfang gewöhnungsbedürftig) sehr wertvolle Inhalte transportieren. Er hält lustige anschauliche Vorträge und spannende Podcasts -nicht nur in Norddeutschland und man kann unglaublich viel von ihm lernen.

Maria Grohmann

von „Laute(r) Gedanken“ macht innovative Logopädie
Maria ist die next-Generation-Logopädin, der es gelingt moderne Medien und Social Media zu nutzen, um die Logopädie, Themen der Logopädie und ihre eigenen Vorlieben in einem sympathischen Blog vorzustellen.

Nora und Susann

mit der Female Future Force
Nora und Suann von der Female Future Force (FFF) sind in Berlin ein Trendthema geworden. Noch bin ich nicht Mitglied, aber die dort angebotenen Texte und Online-Kurse sind durchgehend sehr interessant. Ähnlich wie bei memole® nehmen in der Academy exklusiv Experten zu ihrem Thema Stellung. Die Themen sind sehr breit aufgestellt. Und für August ist ein großes Festival geplant. Ich werde die Entwicklung gerne weiter verfolgen!

Sandra Messer

wie man Online-Kurse strukturiert und anbietet
Meinen ersten Online-Kurs habe ich bei Sandra Messer belegt. Dort habe ich mir das Basiswissen für WordPress angeeignet. Sie hat quasi den soliden Grundstein für mein Wissen gelegt. Es war zum einen sehr simpel den Kurs zu buchen und zu nutzen (mit meinen Online-Kursen ist es nun genauso😀). Zum anderen bietet ihr Kurs eine sehr übersichtliche Struktur, die es dem Lernenden leicht macht zu folgen, zu wiederholen und das Gelernte schließlich umzusetzen. Das finde ich toll!

Tony Robbins

Pure Motivation und Zielerreichung
Tony Robbins Bücher sind immer wieder auf den Bestsellerlisten. Er schreibt in seinen Büchern energisch, wie man sich Ziele setzt, sie erreicht und an ihnen festhält. Am liebsten geht er sogleich neue Ziele an. Ruheloser Weltverbesserer ist vielleicht eine treffende Kategorisierung für ihn. Sicher kann ich nicht behaupten annähernd so viel Energie zu haben wie Tony Robbins, aber es ist sehr anregend über seine Strategien zu lesen und dann das „bestmöglich zu geben“!

Und zum Schluß

Eine Quelle der Inspiration habe ich noch vergessen: Strandspaziergänge!🐚🌬🌊

Wie sieht es bei dir aus? Was inspiriert dich? Schreib mir, welche Menschen und Methoden dir gut tun, deine Gedanken in Schwung zu bekommen! Ich freue mich auf deine Nachricht!

 

Was ist eigentlich Lernen?

Früher wurde deutlich vermittelt, das Lernen ausschließlich mit Wiederholungen, Nachsprechen und Erfüllen von Erwartungen verbunden ist. Was ist aber mit der Explorationsfreude, mit intrinsischer Motivation? Warum lernt man unter bestimmten Bedinungen besser als unter anderen?

Lernen professionell und privat

Wir Therapeuten wissen, dass man grundsätzlich etwas Lernen kann. Jedenfalls erhoffen wir es uns täglich in den zahlreichen Therapieeinheiten bei Patienten aller Art. Aber hast du dich nicht auch schon mal gefragt, wie du am leichtesten und zuverlässigsten neues Wissen vermittelst oder dir selbst aneignest? Denn auch als Therapeutin /als Therapeut mußt du täglich Neues lernen: neue Therapiemethoden kommen auf den Markt, mit neuen Patienten ergeben sich bisher unbekannte Fragen zur Therapie in denen du gut agieren willst. Und privat: vielleicht lernst du gerade eine Fremdsprache für deinen nächsten Urlaub oder für den Sportbootführerschein (das wär ja mein persönlicher Traum).

Lernen verstehen

Es kann doch nicht so schwierig sein „das Lernen“ zu verstehen. Aus den Theorien Rückschlüsse zu ziehen und mit diesem Wissen das Lernen (und Behalten) bei sich selbst und den Patientinnen und Patienten zu verbessern.

Definition

Laut Wikipedia “Unter Lernen versteht man den absichtlichen und den beiläufigen Erwerb von neuen Fertigkeiten. Der Lernzuwachs kann sich auf geistigem, körperlichem, charakterlichem oder sozialem Gebiet ereignen.” 

Das ist eng verbunden mit der Frage: wie lernt man am besten?

Dazu gibt es verschiedene Modelle von Lerntheorien. Einige der wichtigsten lerntheoretischen Ansätze sind
– die Behavioritische Lerntheorie
– der Instruktionalismus
– Lernen durch Einsicht, Lernen am Modell
– der Situativer Kontext, Transfer
– die Biokybernetische-neuronale Lerntheorien
– das Maschinelles Lernen

Aber natürlich gibt es auch an der reinen Annahme von „Lerntheorien“ Vorbehalte. Kritiker schreiben, dass oben genannnte Theorien das „Kreative Lernen“ unberücksichtigt lassen.

Lerntheorie für Therapeutinnen und Therapeuten

Copyright Andreas Müller / Beatenberg

Der Ansatz von Andreas Müller

Einer der sich wirklich auskennt ist der Schweizer Andreas Müller. Er ist Pädagoge und Journalist. Vor mehr als 30 Jahren gründete er das Institut Beatenberg. Dort ist er Direktor, Dozent und Berater. Außerdem hat er zahlreiche spannende Fachbücher geschrieben. Andreas Müller hat eine ganz eigene Struktur der wichtigen Faktoren, die das Lernen ermöglichen, entwickelt:

  1. Mentale Fitness: Den inneren Schweinehund an der kurzen Leine führen
  2. Emotionale Fitness: Zuversicht an sich und seine Fähigkeiten glauben
  3. Soziale Fitness: Wenn du mit dem Finger auf andere zeigst, zeigen drei auf dich.
  4. Fachliche Fitness: Sich die Dinge zu eigen machen- weil verstehen Spass macht.
  5. Körperliche Fitness: Wer sich körperlich fit fühlt, hat es leichter, dem Denken Beine zu machen.

Was bedeutet das jetzt für dein Lernen und Lehren?

Liest man seine Ausführungen, wird schnell klar, dass es nicht den einen Faktor gibt, sondern wir eine lernfreundliche Gesamtsituation herstellen sollen.

  • Beruflich wie privat!
  • Beim Lernen aus einem Buch oder einem Online-Kurs!
  • Und völlig unabhängig vom Thema!

Also: Hab viel Spaß beim leidenschaftlichen Lernen!

 

Für Therapeutinnen und Therapeuten der Logopädie und Ergotherapie gibt eine große Anzahl von Berufsverbänden.

Logopädie

Gerade in den letzten Jahren sind in der Logopädie in Deutschland einige Verbände dazugekommen. Und es ist gar nicht so einfach über die Ziele und Strukturen dieser Verbände Informationen herauszubekommen. Hast du dich schon über die Mitgliedschaft in einem Verband informiert?

Deutschland

In Deutschland gibt es den dba bereits seit 1949. Nach meiner Recherche also der älteste Verband. Wobei man hier bei den unterschiedlichen Berufsausbildungen differenzieren muß. Es wurden im dba zunächst explizit Absolventen der Schlaffhorst-Andersen Schule angesprochen. Auch bei anderen Verbänden werden zum Teil explizit Absolventen bestimmter Berufsausbildungen angesprochen, mittlerweile kann aber fast jeder „Sprachtherapeut“ überall Mitglied werden.

Gegründet wurde 1964 der dbl und dann erst 1990 der DBKS. Der Deutsche Berufsverband für akademische Sprachtherapie und Logopädie dbs gründete sich 1999. Der vpl  folgte 2001, dann LOGO Deutschland (2014) und als jüngster Verband der VDLS (2017). Zu dem BKL konnte ich keine Angaben finden und meine Anfrage wurde leider nicht beantwortet.

Schweiz

In der Schweiz gibt es exklusiv den DLV (gegründet 1984).

Österreich

In Österreich gibt es den Verband „logopädie austria“, gebründet 1981 und die Gesellschaft ögs.

Hier kannst du dir die Übersicht über die wichtigsten Daten der Verbände für Logopädie anschauen und herunterladen.

 

Ergotherapie

In der Ergotherapie ist die Anzahl der Berufsverbände deutlich übersichtlicher.

Deutschland

Bereits 1954 wurde der DVE gegründet, 2004 dann der BED.

Schweiz

In der Schweiz gibt es den evs (bzw. übersetzt ase) seit 1953.

Österreich

Seit 1996 besteht der Bundesverband „ergotherapie austria“.

 

Hier kannst du dir die Übersicht über die wichtigsten Daten der Verbände für Ergotherapie anschauen und anschauen und herunterladen.

 

Für alle logopädischen und ergotherapeutischen Verbände gilt zu beachten

Statuten 📜

Informiere dich genau zu den Statuten, Ziele und Pogrammen der Verbände. Um es dir leichter zu machen, zeigt dir die Tabelle diese aktuellen Informationen

  • den Link zur Verbandswebsite
  • die Abkürzung des Verbandsnamens
  • den Name der Vorsitzenden/ des Vorsitzenden
  • das Gründungsjahr
  • wie hoch der günstigste Mitgliedsbeitrag ist
  • den Link zur Seite “Informationen für neue Mitglieder”
  • den Name der Verbandszeitschrift

Klick dich ganz in Ruhe durch die Vielzahl der Seiten und bitte auch Kolleginnen und Kollegen nach ihrer Meinung. Dann findest du den Verband, der zu dir paßt!

Mitgliederbeiträge 💰

Auch die Beitragsstaffelung der Mitgliedsbeiträge ist sehr unterschiedlich. Häufig werden Studentenrabatte gewährt. Lies in der Tabelle nach, dort findest du direkt den Link zu der “Neumitgliederseite”.

Verbandzeitschriften 📙

Häufig sind Zeitschriften Verbandsorgane, die nicht nur Verbandsinternes, sonder auch Berufspolitisches dokumentieren. In einigen Zeitschriften findest du spannende Buchrezensionen und Fallstudien, aber auch jede Menge Werbung.

Verpflichtende Mitgliedschaft

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass Therapeuten (Logopäden, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten) nicht verpflichtet sind einem Verband beizutreten. Anders als beispielsweise bei den Ärztinnen und Ärzten gibt es keine Kammer, der man angehören muß.

Hast du dich auch schon gefragt, ob dich die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) betrifft?

Am 25. Mai 2018 tritt die einheitliche europäische Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Die Verordnung soll dem Datenschutz dienen, aber auch wirtschaftliche Interessen berücksichtigen.

Dies ist natürlich mit einem höheren Aufwand verbunden, denn die Anforderungen an die Datenschutzdokumentation und die Nachweis- und Rechenschaftspflichten steigen und erhöhen die Verwaltungsaufwand. Um die Umsetzung zu erzwingen sind empfindlich hohe Bußgelder zu erwarten, falls man sie nicht umsetzt.

Was ist das Ziel der DSGVO ?

Ganz knapp zusammengefasst ist die DSGVO ein Schritt zu einer EU-einheitlichen Regulierung. Sie führt jedoch nicht unbedingt zu einer Vereinfachung des Datenschutzrechts.

Wann ist der Stichtag?

Die DSVGO ist bereits in Kraft getreten, entfaltet aber erst nach 2 jährigen Übergangszeit ihre Wirkung am 25.05.2018.

Was ist mit den bisherigen Prinzipien des Datenschutzes?

Die bisherigen Grundprinzipien des Datenschutzes bleiben erhalten und werden im Gesetz besonders betont. Man muss sich diese Prinzipien als die Grundlagen des Gesetzes vorstellen, die bei der Auslegung unklarer Fälle herbeigezogen werden. Dazu gehören entsprechend Art. 5 DSGVO vor allem:

  1. Datenschutzprinzipien: Rechtmäßigkeit du darfst Daten nur entsprechend dem Gesetz verarbeiten, was an sich selbstverständlich ist.
  2. Transparenz: Die Verarbeitung personenbezogener Daten muss für Betroffene nachvollziehbar sein, was zum Beispiel eine verständliche und vollständige Datenschutzerklärung erfordert. Die Informationspflichten wurden mit Art. 13 und 14 DSGVO erhöht und erfordern beispielsweise einen Hinweis auf die Rechtsgrundlage der Verarbeitung.
  3. Verbot mit Erlaubnisvorbehalt: Das bedeutet, dass jede Verarbeitung personenbezogener Daten verboten ist, außer wenn sie per Gesetz erlaubt wurde.
  4. Zweckbindung: Das Gebot der Zweckbindung soll sicherstellen, dass Daten nur für den Zweck verarbeitet werden, für den sie erhoben worden sind. Das heißt man muss sich bereits zu Beginn von Verarbeitungsprozessen Gedanken machen, wofür die Daten benötigt werden und dies dokumentieren. Eine nachträgliche Zweckänderung ist nur zulässig, wenn sie „mit dem ursprünglichen Zweck vereinbar ist“ (Art 6 Abs. 4 DSGVO).
  5. Datenminimierung: Unternehmen müssen die Verarbeitung von personenbezogenen Daten auf das dem Verarbeitungszweck notwendige Maß beschränken. Eine „Datenerhebung auf Vorrat“ ist verboten (Art. 5 Abs. 1 lit. c DSGVO).
  6. Integrität und Vertraulichkeit: Daten müssen durch technische und organisatorische Maßnahmen vor unbefugter Verarbeitung, Zerstörung, Veränderung oder Verlust geschützt werden.

Was ist in Therapiepraxen besonders zu beachten?

Die wichtigste Neuerung im EU-Recht ist die Stärkung der Rechte von Privatpersonen. Dabei gibt es vier Punkte, die Therapiepraxen (aber auch Arztpraxen) in ihren organisatorischen Abläufen berücksichtigen sollten:

  1. Die Einwilligung: Vor jeglicher Datenverarbeitung muss beim Betroffenen eine Einwilligung eingeholt werden. Das gilt auch für Patienten. Am einfachsten lässt sich dies über den Anamnesebogen regeln. Allerdings gilt: Wird die Einwilligung wie hier in Zusammenhang mit anderen Erklärungen/Sachverhalten eingeholt, muss sie deutlich von diesen abgegrenzt werden, damit der Patient erkennt, worin er einwilligt. Außerdem muss sie in klarer, einfacher Sprache verfasst werden. Wer Patienten auch an Termine erinnern will – etwa per Brief, Mail oder SMS – der sollte dies noch einmal getrennt von der Einwilligung zur normalen Verarbeitung der Daten in der Praxis-EDV aufführen.
  2. Zweckbindung der Daten: Die Praxis darf die beim Patienten erhobenen Daten, dazu zählen auch die Diagnosen, immer nur zum Zweck der Leistungserbringung und Abrechnung erheben. Wer bei privatversicherten Patienten die Abrechnung über einen externen Dienstleister laufen lässt, sollte sich hierfür beim Patienten eine getrennte Einwilligungserklärung einholen. Vorsicht ist bei der Weitergabe von Daten zu Studienzwecken geboten. Auf der sicheren Seite sind Logopäden, Ergotherapeuten und Physiotherapeuten nur dann, wenn sie den Patienten auch hierzu vorher um sein Einverständnis bitten. Allerdings bietet das deutsche Datenschutzrecht (Paragraf 27 DSAnpUG-EU) hier dank Öffnungsklausel in der EU-Verordnung für wissenschaftliche Zwecke etwas mehr Spielraum: In diesem Fall kann auf eine gesonderte bzw. erneute Einwilligung verzichtet werden, sofern die Interessen des Verantwortlichen für die Datenverarbeitung die Interessen der jeweils betroffenen Person an seinem Ausschluss “erheblich überwiegen”. Damit scheint der Gesetzgeber vor allem die künftigen Möglichkeiten von Big-Data-Anwendungen im Hinterkopf gehabt zu haben. Diese würden mit einer allzu scharfen Einwilligungspflicht nämlich bereits im Keim erstickt. Besonderes: Vorsicht ist für Ärzte auch beim Datenaustausch in Therapeutennetzen oder Kooperationen geboten: Auch hier sollte vor jeglicher Datenweitergabe der Patient explizit zustimmen.
  3. Das Recht auf Löschen: Hauptsächlich getrieben durch die Entwicklungen im Internet und in den Sozialen Medien mit schnellen Unwahrheitsbehauptungen per Knopfdruck, wurde in der EU-Verordnung das Recht von Privatpersonen auf ein Löschen ihrer Daten gestärkt. Für Therapeutinnen und Therapeuten ist dies insofern relevant, dass sie vor allem bei einer Datenverknüpfung mit anderen Stellen – etwa in Kooperationen oder wenn sie Praxisdaten in gesicherten Clouds ablegen, schauen müssen, wann und welche Daten evtl. zu löschen sind, wenn ein Patient dies wünscht. Nicht davon betroffen sind allerdings Daten, die Therapeuten zum Nachweis der Leistungserbringung oder aus Haftpflichtgründen aufbewahren müssen. Diese Datensicherung darf dann allerdings nur begrenzt und in bestimmten Fällen zugänglich sein.
  4. Portabilität der Daten: Hier werden die Praxis-EDV-Anbieter gefragt sein, geeignete Formate zur Verfügung zu stellen, auch eine Telematikinfrastruktur könnte hier künftig ihren Beitrag leisten. Denn die Patienten haben nach Paragraf 20 der EU-DSGVO das Recht, die sie betreffenden Daten, “in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten” und diese Daten ohne Medienbrüche an Dritte zu übermitteln. Damit machen sich EU-Parlament und -Rat – sicherlich unwissend – auch für die elektronische Patientenakte stark.

Wie ist es mit den Datensicherungen in der Praxis?

Unbedingt prüfen solltest deine Datensicherungseinstellungen. Denn künftig bist du verpflichtet, Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten – wie sie etwa bei Phishing-Attacken vorkommen können – innerhalb von 72 Stunden nach Bekanntwerden an die Bundesdatenschutzbeauftragte zu melden. Dies gilt nur dann nicht, wenn voraussichtlich keine Gefahr von Rechtsgütern der betroffenen Personen besteht. Die vom Schutz-Leck betroffenen Patienten müssen übrigens, wenn sich aus einem Datenklau Nachteile für sie ergeben könnten, ebenfalls informiert werden.

Das heißt, es sollten die technisch gängigen Vorkehrungen zum Schutz von Praxisdaten erfüllt werden: Also Firewall, aktuelle Version des Betriebssystems und Virenscanner.

Wo möglich, sieht die EU-Verordnung auch eine Anonymisierung oder zumindest Pseudonymisierung von Daten vor – dies sollten Praxen vor allem beim elektronischen Austausch von Patientendaten mit anderen Leistungserbringern beherzigen. Der elektronische Arztbrief über einen Kommunikationsdienst wie KV-Connect etwa (wie in Ärzte nutzen) ist wesentlich sicherer als eine ungeschützte E-Mail oder gar ein Fax.

Als Sanktionen bei Datenschutz-Verstößen drohen nach der EU-Verordnung Unternehmen, zu denen Praxen zu zählen sind, Geldbußen in Höhe von bis zu vier Prozent des gesamten Jahresumsatzes des vorangegangen Geschäftsjahres.

Weiterführende Informationen zur Datenschutzgrundverordnung für Logopädinnen/ Logopäden, Ergotherapeutinnen/ Ergotherapeuten und Physiotherapeutinnen/ Physiotherapeuten

Hier die Quellen und zahlreiche weiterführende Hinweise. Dort kannst du beispielsweise nützliche Vordrucke herunterladen:

Aktuelle Ergänzung

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Viele fragen sich bestimmt, woher der Name “memole”für die der Online-Akademie kommt.

Das ist ganz einfach! Es ist ein Akronym der Worte

    • medizin
    • mobil
    • lernen

Ein Akronym ist ein aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildetes Kurzwort (siehe Dudeneintrag) und kommt aus dem griechischem:

ákros = Spitze, äußerstes Ende und ónyma = Name.

Begründung

Denn hier in der Online-Akademie memole® soll es schnell und einfach möglich sein hochwertige 🎓medizinische Inhalte 💊 zu lernen. Diese Inhalte 📚sind abrufbar zum Beispiel auf deinem mobilen Endgerät! 📲⛱

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