Michaela Schächner ist Business Mentorin und begleitet Unternehmerinnen ein profitables Online Business aufzubauen. Aktuell veranstaltet sie eine Blogparade mit Texten und Interviews von Unternehmerinnen.

In der Blogparade stelle ich mich sehr gerne Michaelas Fragen zu meiner bisherigen beruflichen Entwicklung und erkläre, warum ich meine Projekte mit so viel Begeisterung betreibe.

„Ich bin Silke Bernhardt. Logopädin, Berlinerin aus Flensburg, Norddeutsche, Sängerin, Mutter, gute Zuhörerin, Ansprechpartnerin für Bildung im Gesundheitswesen, Netzwerkerin und Nerd.“

Silke, warum hast du gekündigt?

„Tatsächlich wurde mir das letzte Mal gekündigt. Das war 2002. Damals war ich sehr unglücklich in einer Praxis angestellt und wurde nach der Probezeit nicht übernommen. Spontan war ich natürlich geschockt, aber letztlich bin ich super dankbar für die Trennung. Ich hätte damals noch nicht den Mut dazu gehabt die Differenzen zwischen uns zu benennen und Konsequenzen zu ziehen. Das bewundere ich an meiner Chefin- sie hat gut für sich gesorgt. Nach einem minimalen Stimmungstief von einem Tag, habe ich mich mit großer Leidenschaft der ohnehin geplanten Praxisgründung gewidmet. Und nach wenigen Monaten eine sehr erfolgreiche Logopädie Praxis aufgebaut.

Seit diesem Zeitpunkt arbeite ich in verschiedenen Projekten freiberuflich und unternehmerisch. Aktuell sind es vor allem die Plattform „Fortbildungsfinder“ zum Suchen und Finden von Fortbildungen für Therapeuten und die Online Akademie „memole“ für Therapeuten.“

Mit welcher Ambition bist du losgelaufen?

„Die Welt zu verbessern! Immer. Deshalb stehe ich jeden morgen auf.
Damals: sehr gute logopädische Therapien anzubieten.
Heute mit dem Fortbildungsfinder:
Therapeutinnen und Therapeuten die Möglichkeit bieten sich unabhängig vom Institut die beste Wochenend-Fortbildung herauszusuchen. Passend vom Termin, Thema, Preis und Ort.
Heute mit memole:
Unabhängigkeit und Selbstbestimmung ermöglichen. Die Kolleginnen sollten selbst entscheiden können, wann sie sich zu einem fairen Preis fortbilden wollen. Die Mühe und der Aufwand sollen geringer sein als bisher bei Präsenzterminen.“

Mit welchem Angebot und welcher Zielgruppe bist du gestartet?

„Meine Zielgruppe sind, mit unterschiedlichen Schwerpunkten Therapeut*innen der Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie. Ich kann mir aber sehr gut vorstellen zukünftig auch Kurse für nahestehende Berufe anzubieten.“

Gab es unerwartete Stolpersteine?

„Es gibt natürlich in jedem Projekt immer wieder menschliche und technische Herausforderungen. Im ersten Moment bin ich, wie vermutlich andere auch, geschockt und fühle mich verlassen. Doch spätestens nach einem Moment der Ruhe oder dem Gespräch mit einer vertrauten Person gelingt mir der „Draufblick“. Ich erkenne meine Chancen und erkenne (Aus-)Wege.“

Was ist dir positives über den Weg gelaufen, das dich selbst überrascht hat?

„Absolut überraschen und begeistern tut mich die Hilfsbereitschaft von so vielen warmherzigen starken intelligente Mitmenschen, die mich völlig uneigennützig bedingungslos (und manchmal sogar von mir gänzlich unbemerkt) unterstützen. Das fühlt sich sehr sehr großartig an.“

War die Selbstständigkeit auch eine Art Selbstfindung für dich?

„Sicher ist das so. Trotzdem glaube ich, dass Selbstfindung nicht nur Selbständigen vorbehalten ist.“

Wo stehst du heute und wie geht es dir damit?

„Mir geht es großartig. Ich bin dankbar täglich genau das tun zu dürfen, was mich glücklich macht. Diese Tätigkeit wird von anderen Arbeit genannt.“

Gib einen Ausblick, wo dich die Reise noch hinführen soll?

„Ich träume groß. Ein atemberaubendes Büro mit Platz für Mitarbeiter, mehr Mitarbeiter und ein breiteres Portfolio. Ich bin bereit für die nächsten Schritte.
Aktuell liegt es mir besonders am Herzen möglichst viele Therapeutinnen und Therapeuten mit meinen persönlichen Nachrichten zu erreichen. Das gelingt am Besten über Mail. Interessierte können sich für den Fortbildungsfinder und für memole sehr gerne für den Newsletter eintragen und so kommen wir in persönlichen Kontakt.“

Was war dein „weg von“ und dein „hin zu“?

Bei mir geschieht das alles sehr langsam. Ich würde sagen weg von: „Arbeiten ist hart und anstrengend“. Hin zu: „Tue das, was du liebst mit Leidenschaft und erlaube dir damit Geld zu verdienen“.

Welche Mission verfolgst du mit deinen Unternehmen?

„Ich möchte multimodale Bildung für Therapeut*innen leicht zugänglich machen und alle technischen Möglichkeiten ausschöpfen. Ich habe Spaß an Wissen und Bildung und Austausch. Ich lernen sehr gerne dazu!

Der Fortbildungsfinder ist die Plattform Nummer Eins, wenn Therapeut*innen sich auf die Suche nach einer Fortbildung begeben. Sie finden dort ein großes Angebot an Fortbildungen und anderen Veranstaltungen von zahlreichen Unternehmen. Eine interne Anfrage, ob noch ein Teilnehmerplatz frei ist, ist innerhalb von wenigen Minuten unverbindlich gestellt.

Die Akademie memole bietet Onlinekurse für Therapeuten der Logopädie und Ergotherapie. Hier wählt die Therapeutin spontan einen Kurs aus und besucht ihn zu einem Wunschzeitpunkt. Das Lernangebot ist vielfältig und beinhaltet ausführlichen Texte, Übersichten, Schaubilder, Videos (auch mit Patientenbeispielen) und Audio Dateien.“